4 japanische Rezepte für den Spätsommer

Titelbild_4 leichte Gerichte aus Japan für den Spätsommer_20170812

Japanische Rezepte für den Spätsommer für deine Küche sind die beste Idee für lange Tage mit kräftigem Sonnenschein und frischem Gemüse aus dem Garten oder vom Wochenmarkt. Hier stelle ich dir vier frische Mahlzeiten für jeden Tag mit wenigen, aber sättigenden Zutaten vor, die du gleich ausprobieren solltest!

  1. Miso Ramen mit Ingwersuppe
  2. Frittierte Aubergine mit Sojasoße
  3. Onigiri mit Lachs und frischem Schnittlauch
  4. Luftig-leichter Kasutera-Kuchen mit nur 4 Zutaten

1. Miso Ramen mit Ingwersuppe

Miso Ramen mit Ingwersuppe
Miso Ramen mit Ingwersuppe

Ramen sind satt-gelbe, wellige japanische Nudeln, die ursprünglich aus der chinesischen Küche stammen und sich ab dem 19. Jahrhundert durch Ramen-Schnellimbisse (Yatai) in Japan als Klassiker der japanischen Küche verbreiteten. Ramen werden aus Weizenmehl, Salz und Wasser hergestellt und zumeist als Suppe gegessen. Zu den beliebtesten Beilagen gehören in Japan Chashu (Schweinefleisch), Menma (fermentierte Bambussprossen), Negi (Frühlingszwiebeln) und Kamaboko (gepresster Alaska-Seelachs).

Miso Ramen mit Ingwersuppe ist beispielsweise ein schnelles 10-Minuten-Rezept mit scharfer Nudelsuppe und frischen Beilagen aus Ei, Paprika und Lauchzwiebeln. Mit dessen simpler Zubereitung ist das Gericht ideal für eine stressige Arbeitswoche oder für das Verbrauchen von Gemüseresten. Zusammen mit Miso-Paste, Ingwer und Knoblauch wird aus dem einfachen Rezept ein Gaumenschmaus.

Und so werden Miso Ramen mit Ingwersuppe (für 2 Personen) am besten gekocht:

Zu Beginn das Ei weich kochen, halbieren und bereitstellen. Eine Paprika und Frühlingszwiebel in Ringe schneiden sowie ein Ei kochen und halbieren. Alles für später zur Seite stellen. Außerdem eine Zehe Knoblauch und 20 g Ingwer vorsichtig schälen und mithilfe einer gewöhnlichen Küchenreibe fein reiben. Dann 1,5 l Dashi-Brühe (spezieller Sud aus Algen und Fischflocken) in einem Topf zum Kochen bringen, Knoblauch, Ingwer, 5 EL Miso-Paste, 1 EL Sake und Sojasoße zur kochenden Dashi-Brühe hinzufügen und gut umrühren. Anschließend die Ramen Nudeln in die Suppe geben und je nach Kochanleitung im Sud garen. Sobald die Nudeln gar sind, diese in Schüsseln verteilen, mit Suppe auffüllen und die Beilagen darauf verteilen. Zum Schluss die Suppe mit einer Prise Chili abrunden.

Hier geht’s direkt zum Rezept auf Japan Digest.


2. Frittierte Aubergine mit Sojasoße

Frittierte Aubergine mit Sojasoße
Frittierte Aubergine mit Sojasoße

Japanische Auberginen, die auch als Nasu bezeichnet werden, sind kleiner und weniger bitter als die bei uns erhältlichen. Der wichtigste Schritt bei der Verarbeitung von Auberginen ist bei hier verfügbaren Sorten daher stets das gründliche Wässern, wodurch der Frucht die Bitterkeit entzogen wird. Sie sind ein wichtiges Gemüse in der japanischen Küche und werden in einer Vielzahl von Gerichten verwendet. Zusammen mit einem herzhaften Dressing aus Sojasoße und kann niemand die Finger von den frittierten Leckerbissen lassen – unbedingt nachkochen!

Und so wird die frittierte Aubergine mit Sojasoße (für 4 Personen) gekocht:

Zu Beginn für das Dressing eine Frühlingszwiebel, 2 Zehen Knoblauch sowie 20 g Ingwer klein schneiden. Dann in einer Schüssel jeweils 50 ml Sojasoße und Mirin (ersatzweise Weißwein plus ein EL Zucker), 1 EL Zucker und 2 EL Reisessig (ersatzweise Apfelessig) vermischen. Nun Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer hinzufügen und gut verrühren. Eine mittelgroße Aubergine waschen und mit einem Sparschäler Streifen in die Schale schneiden. Dann circa 2 Zentimeter breite Scheiben schneiden, vierteln und für 10 Minuten in einer Schüssel mit Wasser bedecken. Öl in einer Pfanne erhitzen und die abgetupfte Aubergine frittieren. Frittiergut aus der Pfanne heben und Öl abtropfen lassen. Jetzt in die Schüssel mit dem Dressing geben und gut unterheben. Die frittierte Aubergine mit Sojasoße in kleinen Schüsseln als Beilage servieren.

Hier geht’s zum ausführlichen Rezept:

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Frittierte Aubergine (Nasu) mit Soja-Knoblauch-Soße
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Frittierte Aubergine (Nasu) mit Soja-Knoblauch-Soße

3. Onigiri mit Lachs und frischem Schnittlauch

 

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Onigiri sind dreieckige, aus typisch japanischem Klebreis geformte Reisbälle und sehr vielfältige Essensbegleiter. Nicht nur, dass sie in allen Größen angeboten werden, sondern auch ihre unterschiedlichen Füllungen machen sie so wandelfähig: Japanische Klassiker sind beispielsweise Umeboshi (saure Pflaume) und Katsuobushi (getrocknete, in Sojasoße marinierte Fischflocken).

In Japan gibt es sie zu jeder Tageszeit in allen Supermärkten, Kiosk und Convenience Stores als Außerhausverpflegung zu kaufen. Aber auch die Zubereitung zuhause ist kinderleicht: So können dazu ganz alltägliche Füllungen wie zum Beispiel Aubergine, Zucchini und gebratene Hühnchenbrust verwendet werden. Zusammen mit aromatischem Räucherlachs und frischem Schnittlauch aus dem Kräuterbeet sättigt einer dieser leckeren Onigiri aus der Lunchbox ganz sicher bis zum Mittag!

Und so wird diese sommerliche Zwischenmahlzeit zubereitet:

Für Onigiri japanischen Klebreis (zum Beispiel der Sorte Calrose – der Marke Misori oder Motsuji) drei Mal gründlich mit klarem Wasser waschen und dann nach Kochanleitung garen.

Titelbild_Reis kochen im Reiskocher
Reis kochen im Reiskocher – Schritt-für-Schritt

Anschließend mit jeweils einem Schuss Reisessig und Sojasoße sowie einer guten Prise Salz würzen und 15 Minuten zugedeckt abkühlen lassen. In der Zwischenzeit Räucherlachs mit einer Gabel zerkleinern und mit frischem, fein gehacktem Schnittlauch vermengen – gerne einen großen Esslöffel Mayonnaise unterheben. Den abgekühlten Reis in eine mit etwas Wasser befeuchtete Hand geben und mit der anderen Hand zu einem Dreieck formen. In der Mitte mithilfe des Daumens eine Mulde formen und einen Teelöffel der Lachs-Schnittlauch-Füllung hineingeben, dann mit Reis verschließen. Um eine der drei Seiten einen 10 x 2 Zentimeter breiten Streifen eines Nori-Blatts legen.

Hier geht’s direkt zum Rezept auf Japan Digest.


4. Luftig-leichter Kasutera-Kuchen mit nur 4 Zutaten

Luftig-leichter Kasutera-Kuchen mit nur 4 Zutaten
Luftig-leichter Kasutera-Kuchen mit nur 4 Zutaten

Diese süße Sünde ist ein so lockerleichter Rührkuchen, dass er wohl kaum ins Gewicht fällt und der Bikinifigur nicht schadet. Dieses portugiesische Original kam im 16. Jahrhundert über den Hafen von Nagasaki ins japanische Landesinnere. Der auch als Castella-Kuchen bezeichnete Biskuitkuchen besteht lediglich aus vier Zutaten: Mehl, Eier, Zucker und Honig – fertig. Der Kasutera-Kuchen hat eine weiche Konsistenz, ist innen schön feucht und wird von einer brauen Hülle zusammengehalten. Ein besonderer Genuss aus Japan zu einer Tasse grünem Tee, Matcha oder Milchkaffee.

Und so wird diese verführerische, süße Sünde gebacken:

Für den Kasutera-Kuchen in einer Schüssel Eier verquirlen, 250 g Zucker dazugeben und für 5 bis 10 Minuten mixen. Anschließend in einem Topf 60 ml Milch mit 80 g Honig bei mittlerer Hitze lauwarm erwärmen und in die Eier-Zucker-Mischung rühren. 200 g Weizenmehl und 10 g Stärkemehl in eine weitere Schüssel sieben, zum Teig hinzufügen und 2 Minuten lang mixen. Eine Kastenbackform mit Backpapier auslegen und mit dem Teig befüllen. Den Kuchen im vorheizten Ofen 50 Minuten bei 175 °C (Umluft) backen, wobei die Temperatur nach 10 Minuten auf 160 °C gesenkt wird. Nun auf ein Küchenbrett Frischhaltefolie ausbreiten und den Kuchen (mit dem Backpapier) nach Ablauf der Backzeit stürzen. In dieser Position vollständig auskühlen lassen. Nach dem Abkühlen das Backpapier vom Kuchen lösen und die äußeren Ränder mit einem scharfen Messer abschneiden (oben und unten die Ränder unberührt lassen). Den Kasutera in 3 Zentimeter breite Stücke schneiden und servieren.

Hier geht’s zum ausführlichen Rezept:

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Kasutera (Castella) – japanischer Rührkuchen
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Kasutera (Castella) – japanischer Rührkuchen

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und Nachkochen dieser japanische Rezepte für den Spätsommer!

Link zum Basiszutaten Artikel

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10 Kommentare zu „4 japanische Rezepte für den Spätsommer“

  1. Na da kann der Spätsommer ja kommen. Richtig Hunger habe ich jetzt bekommen. Ramen kann ich eigentlich immer essen 😉.

    Sag mal – machst du Onigiri immer mit Essig, Sojasoße und Salz? Ich lese das immer wieder in deutschen Rezepten, habe aber noch nie einen Japaner getroffen, der den Reis für Onigiri säuert.

    Oder ist das an den deutschen Geschmack angepasst?

    Liebe Grüße
    Daniela

    1. Hallo Daniela,

      es freut mich sehr, dass dich die Zusammenstellung anspricht 🙂
      Je nach Füllung würze ich Onigiri mal sehr wenig (also nur mit etwas Salz beim Formen) und mal etwas mehr (meist bei ausgefallenen Füllungen, die dann aber sparsam gewürzt sind). Hintergrund der hier vorgestellten Variante ist, dass ich diese Variante für eine Feier zubereitet hatte und der sonst ungewohnt „einfache“ Geschmack der Reisbälle auf nicht so viel Zuspruch der Gäste gestoßen wäre, was die Erfahrung bereits gezeigt hatte. Da aber gerade diese Füllung super zu etwas mehr gewürztem Reis passt, hatte ich das Rezept an das Magazin Japan Digest gegeben.
      Außerdem hatte ich auch in Japan vorgefertigte Würzungen für Onigiri-Reis im Supermarkt entdeckt, sodass ich nicht dachte, dass das eventuell ein No-Go wäre?

      Danke für deinen Kommentar und herzliche Grüße

      Elisa

    1. Hallo Franzi,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die Frage. Gemeint ist nicht, die Aubergine mit dem Spärschäler zu zerschneiden, sondern nach dem Schälen zu einem Küchenmesser zu wechseln. Das bebilderte Rezept macht es dann noch einmal ganz deutlich.

      Viel Spaß beim Nachkochen und viele Grüße!

      Elisa

  2. Schön dich kennenzulernen. Ich bin ein japanischer Koch in Japan / Tokio. Heute habe ich zufällig „Unterstützer, die nach Japan gehen wollen“, die Eliza bei YouTube erschienen sind. Ich war sehr beeindruckt. Bitte machen Sie auch in Zukunft Ihr Bestes. Bitte machen Sie Ihrem Mann ein köstliches Gericht. (1 ‚ω 1) ♡

    1. Hallo Saitou,

      vielen Dank für deine Nachricht! Es freut mich riesig, dass dir die Sendung gefallen hat 🙂 Ich hatte wirklich viel Spaß!

      Liebe Grüße

      Elisa

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