Butter Mochi ist eines dieser Rezepte, die man nur schwer in eine Schublade stecken kann. Es sieht aus wie ein einfacher Blechkuchen, hat aber mit klassischem Kuchen nur wenig gemeinsam. Die goldbraune Oberfläche wird beim Backen leicht knusprig, während das Innere weich, saftig und angenehm zäh bleibt. Genau diese besondere Konsistenz macht Butter Mochi zu einem beliebten Dessert auf Hawaii und zu einer spannenden Alternative für alle, die Mochi mögen oder etwas Neues ausprobieren möchten.
Zu diesem Rezept bin ich übrigens durch eine langjährige Leserin gekommen. Sie hat mich immer wieder gefragt, ob ich nicht einmal Butter Mochi ausprobieren könnte. Ehrlich gesagt hatte ich das Gebäck zwar schon öfter gesehen, mich aber nie näher damit beschäftigt. Erst als ich angefangen habe zu recherchieren und verschiedene Rezepte zu vergleichen, wurde mir klar, warum Butter Mochi so viele Fans hat.
Besonders spannend finde ich die Geschichte dahinter. Butter Mochi stammt aus Hawaii und verbindet verschiedene kulinarische Einflüsse miteinander. Die Grundlage bildet Klebreismehl, das auch für viele japanische Mochi verwendet wird. Dazu kommen Butter und Kokosmilch, die für den typischen Geschmack und die saftige Konsistenz sorgen. Herausgekommen ist eine Süßspeise, die heute auf Hawaii fast schon zum Standardrepertoire bei Familienfeiern, Potlucks und Festen gehört.
Nach einigen Backversuchen war ich schließlich überzeugt. Butter Mochi ist überraschend einfach zuzubereiten, benötigt nur wenige Zutaten und bringt eine Konsistenz auf den Tisch, die viele wahrscheinlich noch nie erlebt haben. Wenn du Mochi, Kokos und unkomplizierte Rezepte magst, solltest du dieses hawaiianische Dessert unbedingt einmal ausprobieren.
Was ist Butter Mochi?
Butter Mochi ist ein beliebtes Dessert aus Hawaii, das die weiche, leicht zähe Konsistenz von Mochi mit den Aromen eines saftigen Kuchens verbindet. Die wichtigste Zutat ist Klebreismehl, das dem Gebäck seine typische Struktur verleiht. Anders als bei klassischen japanischen Mochi wird der Teig jedoch nicht gedämpft oder geformt, sondern in einer Backform im Ofen gebacken.
Das Ergebnis ist eine Süßspeise mit zwei ganz unterschiedlichen Seiten: Während die Oberfläche und die Ränder leicht karamellisieren und eine feine Kruste bilden, bleibt das Innere weich, saftig und angenehm elastisch. Viele beschreiben Butter Mochi deshalb als eine Mischung aus Kuchen, Pudding und Mochi.
Auf Hawaii gehört Butter Mochi seit vielen Jahrzehnten zu den bekanntesten hausgemachten Desserts. Man findet es auf Familienfeiern, Schulveranstaltungen, Picknicks und sogenannten Potlucks, bei denen jeder etwas zum gemeinsamen Buffet beiträgt. Oft wird es in kleine Quadrate geschnitten und zusammen mit Kaffee oder Tee serviert.

Obwohl Butter Mochi eng mit der japanischen Mochi-Tradition verbunden ist, handelt es sich nicht um ein klassisches japanisches Wagashi. Vielmehr ist es ein eigenständiges hawaiianisches Rezept, das aus den Einflüssen verschiedener Einwandererkulturen entstanden ist und heute als fester Bestandteil der hawaiianischen Küche gilt.
Gut zu wissen: Die Verbindung zwischen Japan und Hawaii
Butter Mochi entstand auf Hawaii, wo seit dem späten 19. Jahrhundert viele japanische Einwanderer lebten und arbeiteten. Sie brachten ihre Koch- und Backtraditionen mit, darunter auch die Verwendung von Klebreismehl für Mochi. Auf Hawaii wurden diese Rezepte mit lokalen Zutaten wie Butter und Kokosmilch kombiniert. So entstand Butter Mochi, eine eigenständige Süßspeise, die heute als fester Bestandteil der hawaiianischen Küche gilt.
Butter Mochi selber machen: So geht’s
Butter Mochi gehört zu den unkompliziertesten Rezepten der hawaiianischen Küche. Die Zutatenliste ist überschaubar und der Teig schnell zusammengerührt. Gerade deshalb kommt es weniger auf aufwendige Techniken an als auf einige grundlegende Details. Entscheidend sind vor allem das richtige Mehl, das schonende Verrühren des Teigs und ausreichend Geduld beim Auskühlen.
Im Mittelpunkt steht das Klebreismehl. Anders als bei klassischen Kuchen sorgt es nicht für eine lockere Krume, sondern für die typische Mochi-Konsistenz. Während die Oberfläche im Ofen goldbraun wird und leicht karamellisiert, bleibt das Innere weich, saftig und angenehm zäh. Genau dieser Kontrast macht Butter Mochi so besonders.
Die wichtigsten Komponenten für Butter Mochi:
- Das Klebreismehl: Klebreismehl, oft auch als Mochiko oder Sweet Rice Flour bezeichnet, ist die wichtigste Zutat des Rezepts. Es verleiht dem Gebäck seine charakteristische Konsistenz und sorgt für den typischen „Mochi Biss“. Normales Reismehl eignet sich dafür nicht, da ihm die notwendige Stärke fehlt.
- Die Kokosmilch: Kokosmilch bringt Feuchtigkeit, Aroma und eine leichte Süße in den Teig. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass Butter Mochi auch nach dem Backen angenehm saftig bleibt. Die feine Kokosnote gehört für viele fest zum klassischen Geschmack.
- Die Butter: Butter verleiht dem Gebäck seine goldbraune Kruste und den leicht karamelligen Geschmack. Besonders an den Rändern entstehen beim Backen die knusprigen Stellen, die bei vielen Butter-Mochi-Fans als die besten Stücke gelten.
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So funktioniert’s:
Zunächst werden Eier, Zucker, Kokosmilch, Milch und geschmolzene Butter zu einer glatten Masse verrührt. Anschließend kommt das Klebreismehl portionsweise dazu, bis ein dickflüssiger Teig entsteht. Wichtig ist dabei, den Teig nicht aufzuschlagen, sondern nur sanft zu verrühren.
Danach wird der Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form gegossen und mit Kokosraspeln bestreut. Während des Backens entsteht die typische Kombination aus goldbrauner Oberfläche und weichem Inneren. Nach dem Backen sollte Butter Mochi vollständig auskühlen, da sich die endgültige Konsistenz erst während dieser Zeit entwickelt.

Direkt nach dem Backen wirkt Butter Mochi oft noch sehr weich und fast etwas puddingartig. Das ist völlig normal. Während des Auskühlens festigt sich die Struktur und entwickelt die typische elastische Mochi-Konsistenz. Wer zu früh schneidet, erhält oft keine sauberen Stücke. Mit etwas Geduld lässt sich Butter Mochi später problemlos in gleichmäßige Quadrate schneiden und servieren.
Beliebte Varianten von Butter Mochi
Butter Mochi lässt sich sehr einfach abwandeln und wird auf Hawaii oft in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen gebacken. Die Grundlage bleibt dabei fast immer gleich: Klebreismehl, Kokosmilch, Butter und Eier. Durch zusätzliche Zutaten entstehen immer wieder neue Varianten.
- Matcha Butter Mochi
- Schwarzer Sesam Butter Mochi
- Schokoladen Butter Mochi
- Ube Butter Mochi
- Macadamia Butter Mochi
Was passt gut zu Butter Mochi?
Butter Mochi wird auf Hawaii meist ganz unkompliziert serviert. Die Kombination aus knusprigen Rändern, saftigem Inneren und feiner Kokosnote macht das Gebäck bereits für sich zu einem besonderen Genuss. Gerade zum Nachmittagskaffee oder als süßer Snack zwischendurch passt es hervorragend.
Typische Begleiter sind:
- Kaffee oder Cold Brew Mugicha
- Hojicha (gerösteter japanischer Grüntee)
- Genmaicha (Grüntee mit geröstetem Reis)
- Iced Matcha Latte
- Frische Früchte wie Erdbeeren, Ananas oder Mango
Hast du Fragen oder möchtest du deine Erfahrungen teilen? Wie gefällt dir dieses Butter Mochi? Hast du die klassische Variante mit Kokosraspeln gebacken oder vielleicht eine eigene Version mit Matcha, schwarzem Sesam oder Schokolade ausprobiert? Ich freue mich auf deinen Kommentar und wünsche dir viel Freude beim Backen und Genießen.
Butter Mochi
16 Stücke | 90 Minuten | 295 kcal
🖨️ PDF drucken 📌 Pin merkenAußen goldbraun und leicht knusprig, innen weich, saftig und angenehm zäh: Genau diese besondere Kombination macht Butter Mochi so beliebt. Das hawaiianische Gebäck verbindet Klebreismehl, Kokosmilch und Butter zu einem Dessert, das irgendwo zwischen Mochi und Kuchen liegt und überraschend einfach selbst gemacht werden kann.
Zutaten (2 Portionen)
4 Eier (M)
250 g Zucker
400 ml Kokosmilch (vollfett)
200 ml Milch
100 g Butter
450 g Klebreismehl (im Shop ansehen)
1 Prise Salz
50 g Kokosraspeln (für die Oberfläche)
Zubereitung (90 Minuten)

1. Schritt
Zutaten für den Butter Mochi bereitlegen und den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

2. Schritt
Eine rechteckige Auflaufform oder Backform (ca. 20 × 30 cm) mit Backpapier auslegen. Die Seiten des Backpapiers dabei leicht einschneiden, damit es sich sauber an die Form anpasst und keine Falten schlägt.

3. Schritt
Die 100 g Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Die Butter sollte flüssig, aber nicht heiß sein. Falls sie zu warm geworden ist, kurz abkühlen lassen.

4. Schritt
Die 4 Eier mit den 250 g Zucker in einer großen Schüssel verrühren. Dabei nur vermischen und nicht schaumig aufschlagen.

5. Schritt
Die 400 ml Kokosmilch, 200 ml Milch und die geschmolzene 100 g Butter zugeben und alles sanft glattrühren. Wichtig: Nicht schaumig schlagen und möglichst wenig Luft in den Teig einarbeiten.

6. Schritt
Die Prise Salz hinzufügen. Anschließend die 450 g Klebreismehl in drei Portionen nach und nach unterrühren. Erst die erste Portion vollständig einarbeiten, dann die zweite und schließlich die dritte. So entsteht ein glatter, dickflüssiger Teig ohne Klümpchen.

7. Schritt
Den Teig in die vorbereitete Form gießen. Die 50 g Kokosraspeln gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen. Die Form einige Male vorsichtig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit eingeschlossene Luftblasen entweichen.

8. Schritt
Den Butter Mochi im vorgeheizten Ofen etwa 60 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Ränder leicht karamellisieren. Bei der Stäbchenprobe dürfen noch wenige feuchte Krümel am Holzstäbchen haften, flüssiger Teig sollte jedoch nicht mehr vorhanden sein.

9. Schritt
Den Butter Mochi nach dem Backen etwa 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend mithilfe des Backpapiers aus der Form heben und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Das Backpapier kann dabei zunächst am Kuchen bleiben. Direkt nach dem Backen ist Butter Mochi noch sehr weich und lässt sich schlecht schneiden. Erst nach dem vollständigen Auskühlen in 16 gleichmäßige Stücke schneiden, das Backpapier entfernen und servieren.

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Hast du das Rezept schon ausprobiert? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin schon ganz gespannt, von euch zu hören.

