Pekingsuppe: Suan La Tang selber machen | chinesische sauer-scharf Suppe

Peking Suppe (Suan La Tang) ist eine klassische sauer-scharfe Suppe aus der chinesischen Küche. Feine Eistreifen, Mu-Err-Pilze, Bambus und eine klare, aromatische Brühe sorgen für eine ausgewogene Textur und einen vielschichtigen Geschmack. Peking Suppe ist für mich ein Gericht mit viel Spielraum. Die Mischung aus Säure, leichter Schärfe und einer angenehm sämigen Konsistenz macht sie vielseitig und anpassbar. Je nach Zutaten und Würzung kann sie ganz leicht oder etwas kräftiger ausfallen.

Genau das mag ich an dieser Suppe: Sie lässt sich gut variieren, ohne ihren Charakter zu verlieren. Diese Version zeigt eine ausgewogene, klassische Grundlage und bietet gleichzeitig genug Raum, um daraus die eigene Lieblingsvariante zu entwickeln.

Pekingsuppe Rezeptbild

Diese Vielseitigkeit ist kein Zufall. Peking Suppe gehört zu den Gerichten, die weniger über ein festes Rezept definiert sind, sondern über ihre Grundidee. Um sie besser einordnen zu können, lohnt sich zunächst ein Blick darauf, was diese Suppe eigentlich ausmacht.

Was ist Pekingsuppe eigentlich?

Peking Suppe ist eine sauer-scharfe Suppe, die in vielen chinesischen Restaurants außerhalb Chinas bekannt ist. Charakteristisch sind die feinen Eistreifen, eine leicht gebundene Brühe und die Kombination aus Säure, Schärfe und Umami. Zutaten wie Mu-Err-Pilze, Bambus, Gemüse und Fleisch sorgen für Textur und Tiefe, ohne die Suppe schwer wirken zu lassen.

Serviert wird sie oft als Vorspeise, kann aber – je nach Einlagen – auch gut als leichtes Hauptgericht funktionieren. Ihr klarer, wärmender Geschmack macht sie besonders beliebt an kühlen Tagen oder als Auftakt zu einem größeren Menü.

Peking Suppe selber machen

Peking Suppe vs. Suan La Tang

Der Name „Peking Suppe“ ist vor allem im deutschsprachigen Raum gebräuchlich. In China selbst heißt das Gericht Suan La Tang (酸辣汤), was wörtlich „sauer-scharfe Suppe“ bedeutet. Der Name beschreibt also weniger ein festes Rezept als vielmehr ein Geschmacksprofil.

Je nach Region, Haushalt oder Restaurant unterscheidet sich Suan La Tang deutlich: mal klarer, mal stärker gebunden, mit mehr Essig oder mehr Schärfe, mit Schwein, Huhn oder ganz ohne Fleisch. Die europäische „Peking Suppe“ ist meist etwas milder und gleichmäßiger abgeschmeckt, behält aber die Grundidee von Säure, Schärfe und Eistreifen bei.

Was macht eine gute Suan La Tang aus?

Eine gute Suan La Tang lebt von Balance und Technik. Säure und Schärfe sollten sich ergänzen, nicht überdecken. Der Essig wird deshalb erst zum Schluss zugegeben, damit seine Frische erhalten bleibt. Die Schärfe kann über Chili, Pfeffer oder Chiliöl gesteuert werden und sollte klar spürbar, aber nicht dominant sein.

Typisch ist außerdem die seidige Bindung durch Stärke. Die Suppe soll nicht dick sein, sondern leicht sämig wirken. Die Eistreifen entstehen, indem die verquirlten Eier langsam in die nur leicht köchelnde Suppe gegeben werden – sie sorgen für Struktur, nicht für Volumen. Genau diese Details machen den Unterschied zwischen einer beliebigen Suppe und einer guten Suan La Tang.

Leckere Pekingsuppe Varianten

  • Vegan: In der veganen Variante wird die Hühnerbrühe vollständig durch eine kräftige Gemüsebrühe ersetzt. Statt Fleisch sorgen Tofu, Mu-Err-Pilze und Bambus für Struktur und Biss. Auf Ei wird verzichtet oder es werden feine Tofustreifen eingezogen, sodass die Suppe ihre typische Textur behält, aber rein pflanzlich bleibt.
  • Vegetarisch: Für eine vegetarische Suan La Tang eignet sich ebenfalls Gemüsebrühe als Basis. Die Eier werden wie im klassischen Rezept in feinen Fäden eingezogen und geben der Suppe ihre charakteristische Bindung. Wer mag, ergänzt zusätzlich Glasnudeln oder etwas Chinakohl, um die Suppe noch sättigender zu machen.
  • Schärfer: Wer es intensiver mag, kann die Schärfe der Suppe leicht anpassen. Mehr Chilipaste oder ein zusätzliches Chiliöl verstärken die pikante Note, ohne die Balance zu verlieren. Auch fein gehackte frische Chili oder Chili Crisp als Topping passen gut, besonders wenn die säuerliche Komponente durch etwas zusätzlichen Essig mitzieht.

Pekingsuppe selber machen: So geht’s

Peking Suppe zu Hause zuzubereiten klingt oft aufwendiger, als es tatsächlich ist. Dabei liegt das Gelingen weniger in speziellen Zutaten als in der richtigen Abfolge der einzelnen Schritte. Wer diese einmal verstanden hat, merkt schnell, dass sich Suan La Tang gut kontrollieren lässt und auch im Alltag problemlos funktioniert.

Das Entscheidende ist die Balance: Brühe aromatisieren, Einlagen sanft garen, die Suppe leicht binden und erst ganz am Ende Säure und Ei hinzufügen. Wird diese Reihenfolge eingehalten, entsteht eine klare, harmonische Suppe mit typischer Textur.

Die wichtigsten Zutaten für Pekingsuppe:

  • Brühe: Eine gute Peking Suppe beginnt mit einer aromatischen, aber nicht überladenen Brühe. Ingwer und Knoblauch geben Tiefe, ohne dominant zu sein. Sie bilden die Basis, auf der sich alle weiteren Aromen aufbauen.
  • Einlagen: Mu-Err-Pilze, Bambus und fein geschnittenes Gemüse sorgen für Struktur und Biss. Wichtig ist der feine Schnitt. So verteilt sich alles gleichmäßig und bleibt gut essbar.
  • Bindung: Die Suppe wird nicht dick, sondern nur leicht sämig gebunden. Kartoffelstärke sorgt für diese seidige Konsistenz, die typisch für Suan La Tang ist.
  • Ei: Die verquirlten Eier werden langsam in die nur leicht köchelnde Suppe gegeben. So entstehen feine Eistreifen, die der Suppe Struktur geben, ohne sie zu beschweren.
  • Säure & Aroma: Chinkiang-Essig und Sesamöl kommen bewusst erst zum Schluss dazu. So bleibt die Säure frisch und das Sesamaroma klar erkennbar.

Mu Err Pilze 50g (getrocknet, Black Fungus), Mountains

Diese getrockneten Mu Err Pilze sind mild im Geschmack und haben nach dem Einweichen eine angenehm bissfeste Konsistenz. Sie passen gut in Wokgerichte, Suppen oder…

3,79

Vorrätig

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So funktioniert’s:

Zuerst wird die Brühe aufgebaut und das Fleisch gegart, danach kommen Gemüse und Pilze hinzu. Anschließend wird die Suppe gebunden, bevor die Eier vorsichtig eingearbeitet werden. Essig und Sesamöl setzen zum Schluss den charakteristischen Geschmack. Diese Abfolge sorgt dafür, dass die Peking Suppe klar, ausgewogen und aromatisch bleibt.

Pekingsuppe Schritt für Schritt Rezept

Was passt gut zu Peking Suppe?

Peking Suppe wird häufig pur oder als Vorspeise serviert. Gut dazu passen einfache Beilagen wie gedämpfter Reis, Frühlingsrollen oder gedämpfte Teigtaschen. Auch als leichter Abschluss eines asiatischen Menüs funktioniert sie sehr gut. Durch ihre klare, säuerlich-scharfe Art ergänzt sie besonders gut Gerichte, die eher mild oder fettiger sind – sie sorgt für Ausgleich und Frische.

Ich freue mich auf deinen Kommentar: Erzähl mir gern, wie dir deine Peking Suppe gelungen ist und ob du sie lieber kräftig sauer, etwas schärfer oder ganz ausgewogen magst. Viel Freude beim Kochen und Genießen!

Pekingsuppe Rezeptbild
Japan meets China Flagge

Pekingsuppe

für 4 Portionen | 45 Minuten | 270 kcal

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Peking Suppe (Suan La Tang) ist eine klassische sauer-scharfe Suppe aus der chinesischen Küche. Feine Eistreifen, Mu-Err-Pilze, Bambus und zartes Hähnchen sorgen für eine leichte, aber aromatische Textur. Dieses Rezept zeigt Schritt für Schritt, wie die Suppe zu Hause ausgewogen, klar und authentisch gelingt.


Zutaten (4 Portionen)

1 l Hühnerbrühe
1 l Wasser

300 g ausgelöste Hähnchenschenkel (alternativ Hähnchenbrustinnenfilet)
20 g Mu-Err-Pilze (getrocknet) (im Shop ansehen)*
180 g Bambusscheiben (abgetropft) (im Shop ansehen)*
1 rote Paprika
1 Karotte
2 Eier
2 Frühlingszwiebeln
2 EL Kartoffelstärke (im Shop ansehen)*
20 g Ingwer (frisch)
2 Knoblauchzehen

5 EL Sojasauce (im Shop ansehen)*
2 EL Tomatenmark
1 EL Chilipaste(nach Geschmack) (im Shop ansehen)*
1 TL Salz
1 TL Zucker
schwarzer oder weißer Pfeffer

4-5 EL Chinkiang Essig (alternativ Reisessig (im Shop ansehen)*)
1 TL Sesamöl (im Shop ansehen)*

Nützliche Hilfmittel:
Santoku Messer (im Shop ansehen)
Reibe (im Shop ansehen)
Yukihira Topf (im Shop ansehen)
2in1 Strainer & Skimmer (im Shop ansehen)


Zubereitung (45 Minuten)

Pekingsuppe Zutaten

1. Schritt

Zu Beginn alle Zutaten für die chinesische Peking Suppe bereitlegen.


Pekingsuppe Schritt 2 Pilze, Ingwer und Knoblauch vorbereiten

2. Schritt

Währenddessen 20 g getrocknete Mu-Err-Pilze in warmem Wasser einweichen, bis sie vollständig aufgequollen sind.
Den Ingwer (ca. 20 g) schälen und in Scheiben schneiden. Die 2 Knoblauchzehen schälen und mit dem Messer leicht andrücken, damit sie ihr Aroma besser abgeben.


Pekingsuppe Schritt 3 Brühe ansetzen

3. Schritt

1 l Hühnerbrühe zusammen mit 1 l Wasser in einem großen Topf erhitzen. Ingwer und Knoblauch zugeben und alles zum Kochen bringen, damit die Brühe aromatisch wird.


Pekingsuppe Schritt 4 Hähnchenfleisch garen

4. Schritt

300 g ausgelöste Hähnchenschenkel unter fließendem Wasser kurz abspülen und trocken tupfen. Das Fleisch in die kochende Brühe geben und bei niedriger Hitze sanft gar ziehen lassen, bis es weich ist.
Das gegarte Hähnchenfleisch aus der Brühe nehmen und kurz abkühlen lassen.


Pekingsuppe Schritt 5 Gemüse in Streifen schneiden

5. Schritt

180 g Bambusscheiben gut abtropfen lassen. 1 Karotte schälen und 1 rote Paprika waschen. Bambus, Paprika und Karotte in sehr feine Streifen schneiden und beiseitestellen.


Pekingsuppe Schritt 6 Pilze und Frühlingszwiebeln klein schneiden

6. Schritt

Die eingeweichten Mu-Err-Pilze abgießen, leicht ausdrücken und ebenfalls in feine Streifen schneiden. Die 2 Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und als Topping vorbereiten.


Pekingsuppe Schritt 7 Hähnchenfleisch klein zupfen

7. Schritt

Das abgekühlte Hähnchenfleisch zupfen oder in feine Streifen schneiden und bereithalten.


Pekingsuppe Schritt 8 Eier verquirlen

8. Schritt

2 Eier in einer kleinen Schüssel gründlich verquirlen.


Pekingsuppe Schritt 9 Sauce vorbereiten

9. Schritt

In einer kleinen Schüssel 2 EL Tomatenmark, 5 EL Sojasauce, 1 TL Zucker, 1 EL Chilipaste, 1 TL Salz sowie etwas Pfeffer gründlich verrühren.


Pekingsuppe Schritt 10 Brühe würzen

10. Schritt

Die Brühe erneut aufkochen lassen und mit der vorbereiteten Würzmischung abschmecken. Am besten dafür etwas heiße Brühe in die Schüssel geben, verrühren und anschließend alles zurück in den Topf rühren.


Pekingsuppe Schritt 11 Pilze und Gemüse hinzufügen

11. Schritt

Mu-Err-Pilze, Bambusstreifen, Paprika und Karotte in die Suppe geben und alles etwa 5 Minuten sanft köcheln lassen. Die Suppe sollte nicht sprudelnd kochen.


Pekingsuppe Schritt 12 Stärke einrühren

12. Schritt

Das vorbereitete Hähnchenfleisch zurück in den Topf geben und in der Suppe wieder erwärmen.
2 EL Kartoffelstärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die angerührte Stärke portionsweise in die leicht köchelnde Suppe einrühren, bis eine seidige, leicht dickliche Konsistenz erreicht ist.


Pekingsuppe Schritt 13 Eier einrühren

13. Schritt

Die verquirlten Eier in einem dünnen Strahl durch eine Gabel in die nur leicht köchelnde Suppe laufen lassen. Etwa 10 Sekunden warten, ohne zu rühren, damit sich feine Eistreifen bilden. Anschließend die Suppe ganz sanft umrühren, damit sich die Fäden gleichmäßig verteilen.


Pekingsuppe Schritt 14 Essig und Sesamöl einrühren

14. Schritt

Den Topf vom Herd ziehen und 4-5 EL Chinkiang-Essig unterrühren, um die typische säuerliche Note zu erzeugen. Zum Schluss 1 TL Sesamöl einrühren und die Suppe final abschmecken.


Pekingsuppe Schritt 15 Fertig

15. Schritt

Die heiße Suppe in Schüsseln füllen und mit den vorbereiteten Frühlingszwiebeln bestreuen. Die Peking Suppe sofort servieren, solange die Eistreifen gut sichtbar sind und die Aromen frisch und klar wirken.


Peking Suppe selber machen

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Hast du das Rezept schon ausprobiert? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin schon ganz gespannt, von euch zu hören.

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