Sundubu Jjigae: Koreanischer, scharfer Tofu Eintopf mit Zucchini, Kimchi & Anchovy Dashima

Sundubu Jjigae gehört zu den bekanntesten koreanischen Eintöpfen und ist aus vielen Restaurants und Haushalten nicht wegzudenken. Der scharfe Tofu-Eintopf kombiniert eine klare, aromatische Brühe mit extra weichem Tofu, Chili und wenigen, gezielt eingesetzten Zutaten. Trotz seiner kräftigen Würzung wirkt Sundubu Jjigae nicht schwer, sondern ausgewogen und wärmend. Es ist ein Gericht, das zu jeder Jahreszeit funktioniert, besonders dann, wenn man etwas Herzhaftes möchte, das trotzdem leicht bleibt.

Sundubu Jjigae Rezeptbild

Ich habe Sundubu Jjigae nicht sofort für mich entdeckt. Lange dachte ich, er sei einfach „nur scharf“. Erst mit der Zeit habe ich verstanden, dass es hier weniger um Hitze geht, sondern um Balance: eine klare Brühe, Tiefe durch fermentierte Zutaten und der besondere Kontrast zwischen weichem Tofu und kräftiger Würze. Genau diese Balance macht Sundubu Jjigae so besonders und genau darauf zielt auch dieses Rezept ab.

Was ist Sundubu Jjigae eigentlich?

Sundubu Jjigae ist ein koreanischer Eintopf, bei dem Sundubu, also ungepresster, besonders weicher Tofu, die Hauptrolle spielt. Anders als fester Tofu wird Sundubu nicht geschnitten, sondern direkt in groben, unregelmäßigen Stücken in die Brühe gegeben. Er zerfällt leicht, bleibt dabei aber cremig und verbindet sich mit der Suppe.

Typisch ist eine rote, leicht gebundene Brühe auf Basis von Anchovy-Dashima-Fond oder – je nach Variante – Kimchi, Fleisch oder Meeresfrüchten. Die Schärfe kommt vor allem von Gochugaru, den koreanischen Chiliflocken. Oft wird der Eintopf am Ende mit einem Ei serviert, das direkt in der heißen Suppe stockt und für zusätzliche Bindung sorgt.

Sundubu Jjigae in Nahaufnahme

Sundubu Jjigae stammt aus der koreanischen Alltagsküche, in der frischer Tofu seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle spielt. Besonders in Regionen mit traditioneller Tofuherstellung bot sich Sundubu als ideale Grundlage für Suppen und Eintöpfe an, da er schnell verarbeitet werden konnte und gut sättigte.

Sundubu Jjigae stammt aus der koreanischen Alltagsküche, in der frischer Tofu seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle spielt. Besonders in Regionen mit traditioneller Tofuherstellung bot sich Sundubu als ideale Grundlage für Suppen und Eintöpfe an, da er schnell verarbeitet werden konnte und gut sättigte.

Leckere Varianten

In Korea gibt es unzählige Varianten von Sundubu Jjigae. Sehr verbreitet ist Haemul Sundubu Jjigae mit Meeresfrüchten wie Garnelen, Muscheln oder Tintenfisch. Diese Version wirkt besonders klar und leicht.

Ebenfalls beliebt ist Kimchi Sundubu Jjigae, oft kombiniert mit Schweinebauch. Die Säure des Kimchis macht den Eintopf kräftiger und herzhafter.

Vegetarische oder vegane Varianten verzichten auf Anchovies und Fleisch und setzen stattdessen auf Kombu Brühe, Pilze und Gemüse. Auch so bleibt der Charakter des Gerichts erhalten, solange Schärfe, Sesamöl und die typische Würzbasis stimmen.

Sundubu Jjigae selber machen: So geht’s

Sundubu Jjigae zu Hause zuzubereiten klingt aufwendiger, als es tatsächlich ist. Entscheidend ist nicht eine lange Zutatenliste, sondern die richtige Reihenfolge: Brühe aufbauen, Würzöl ansetzen, Einlagen sanft garen und den Tofu erst ganz zum Schluss hinzufügen.

Die wichtigsten Komponenten:

  • Brühe: Klassisch ist eine Anchovy-Dashima-Brühe aus getrockneten Sardellen und Kombu. Sie bringt Tiefe und Umami, ohne schwer zu wirken.
  • Würzbasis: Gochugaru, etwas Sesamöl und optional Gochujang sorgen für Farbe, Schärfe und Rundheit.
  • Einlagen: Zwiebeln, Zucchini und Kimchi geben Struktur und Geschmack, ohne den Tofu zu überdecken.
  • Sundubu: Extra weicher Tofu, der nur grob zerteilt wird und in der Suppe schmilzt.

Gochugaru Chili 50g (Chiliflocken für Kimchi & Tteokbokki, fruchtig-scharf, typisch koreanisch), Fujiman

Gochugaru sind grob gemahlene Chiliflocken mit fruchtigem Aroma und leuchtend roter Farbe. Sie werden traditionell ohne Kerne verarbeitet, wodurch sie eine milde, ausgewogene Schärfe ohne…

4,49

Vorrätig

+

So funktioniert’s:

Für Sundubu Jjigae wird zuerst die Grundlage gelegt: eine klare Anchovy-Dashima-Brühe. Dafür werden 500 ml kaltes Wasser mit getrockneten Anchovies und einem Stück Kombu langsam erwärmt, ohne zu kochen. Nach einer kurzen Ziehzeit wird der Kombu entfernt, die Brühe noch einmal sanft aufgekocht und anschließend abgeseiht. Parallel dazu werden Zwiebel, Knoblauch, Zucchini, Frühlingszwiebeln und Kimchi vorbereitet.

In einem Topf werden Zwiebel und Knoblauch in neutralem Öl glasig gedünstet. Gochugaru wird direkt im heißen Öl eingerührt, optional ergänzt durch etwas Gochujang, bis sich eine aromatische rote Würzpaste bildet. Diese wird mit der vorbereiteten Brühe aufgegossen. Zucchini und Kimchi kommen dazu, gewürzt wird mit Sojasauce und einer kleinen Menge Zucker.

Nach kurzer Kochzeit wird der Sundubu grob zerteilt und vorsichtig in den Eintopf gegeben. Er soll in großen, weichen Stücken bleiben. Zum Schluss kommen Sesamöl, Frühlingszwiebeln und optional ein Ei hinzu. Serviert wird der Eintopf sofort, sprudelnd heiß, idealerweise mit Reis.

Sundubu Jjigae selber machen

Was passt gut zu Sundubu Jjigae?

Sundubu Jjigae wird fast immer mit schlichtem weißen Reis serviert. Der Reis nimmt die Brühe auf und gleicht die Schärfe aus. Dazu passen kleine Beilagen wie eingelegtes Gemüse oder Kimchi. Als Getränk wird in Korea oft Wasser oder Gerstentee gereicht – alles, was den Eintopf nicht überlagert.

Ob als wärmendes Abendessen, als deftiges Mittagsgericht oder als Teil eines koreanischen Menüs: Sundubu Jjigae ist vielseitig, sättigend und trotzdem leicht. Wenn du magst, kannst du mit Schärfe, Einlagen oder Brühe spielen und dir deine eigene Lieblingsversion erarbeiten.

Ich freue mich auf deinen Kommentar: Hast du Sundubu Jjigae schon gekocht? Welche Variante magst du lieber – klassisch, mit Kimchi oder mit Meeresfrüchten? Viel Freude beim Kochen und Genießen. 맛있게 드세요 – massitge deuseyo!

Sundubu Jjigae Rezeptbild
Japan meets Korea Rezepte

Sundubu Jjigae

für 2 Portionen | 45 Minuten | 320 kcal

🖨️ PDF drucken 📌 Pin merken

Sundubu Jjigae ist ein klassischer koreanischer Tofu-Eintopf mit klarer, aromatischer Brühe und angenehmer Schärfe. Extra weicher Tofu, Chili und wenige, gezielt eingesetzte Zutaten sorgen für ein Gericht, das wärmend, ausgewogen und alltagstauglich ist. Perfekt für alle, die koreanische Küche zu Hause authentisch nachkochen möchten.


Zutaten (2 Portionen)

Für den Eintopf:
300 g Seidenfou (im Shop ansehen)* (besser noch: Sundubu, extra weicher Tofu)
3 EL Kimchi (im Shop ansehen)*
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Zucchini
1 Frühlingszwiebel
2 EL neutrales Öl (z.B. Rapsöl)

Für die Brühe:
500 ml Wasser
6 getrocknete Anchovies (Kopf & Innereien entfernt, nicht in Öl) (auf Amazon* kaufen)
1 Stück Kombu (ca. 5 × 5 cm) (im Shop ansehen)*

Für die Würze:
1 TL Zucker
1 EL Sesamöl (im Shop ansehen)*
1 EL Gochugaru (im Shop ansehen)*
1 EL Gochujang (im Shop ansehen)*
1 EL Sojasauce (im Shop ansehen)*

Nützliche Hilfmittel:
Santoku Messer (im Shop ansehen)
Reibe (im Shop ansehen)
Yukihira Topf (im Shop ansehen)


Zubereitung (45 Minuten)

Sundubu Jjigae Zutaten

1. Schritt

Zu Beginn prüfen wir, ob auch alle Zutaten für das koreanische Sundubu Jjigae vorhanden sind.
Anchovy-Dashima-Brühe vorbereiten: Dazu 500 ml kaltes Wasser zusammen mit 6 getrockneten Anchovies und dem Kombu in einen Topf geben. Die Flüssigkeit langsam auf etwa 60 °C erwärmen, dann die Hitze ausschalten. Den Sud mit geschlossenem Deckel 30 Minuten ziehen lassen.
Anschließend den Kombu entfernen, die Brühe mit den Anchovies aufkochen und 10 Minuten sanft köcheln lassen. Durch ein Sieb gießen und beiseitestellen. Diese Brühe bildet die herzhafte Basis des Eintopfs.


Sundubu Jjigae Schritt 2 Zutaten klein schneiden

2. Schritt

Die Zwiebel schälen und in feine Spalten schneiden. Die 2 Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Die Zucchini waschen und in dünne Scheiben oder Halbmonde schneiden.
Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und separat beiseitestellen. Das Kimchi bei Bedarf fein schneiden.


Sundubu Jjigae Schritt 3 Zwiebel und Knoblauch braten

3. Schritt

1 EL neutrales Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch hineingeben und glasig dünsten, ohne dass sie Farbe annehmen.


Sundubu Jjigae Schritt 4 mit Chili verrühren

4. Schritt

2 EL Gochugaru in das heiße Öl streuen und sofort umrühren. Das Chili darf nicht verbrennen. Direkt danach optional 1 EL Gochujang unterrühren, bis sich eine rote, aromatische Paste bildet.
Die vorbereitete Anchovy-Dashima-Brühe angießen und alles gut verrühren.


Sundubu Jjigae Schritt 5 Eintopf würzen

5. Schritt

Zucchini und 3 EL Kimchi in den Topf geben und gründlich unterheben.
Mit 1 EL Sojasauce und 1 TL Zucker würzen. Den Eintopf 5 Minuten sanft köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.


Sundubu Jjigae Schritt 6 Tofu hinzufügen

6. Schritt

Den Sundubu Tofu mit einem Löffel oder mit zwei Stäbchen grob teilen und direkt in den Topf gleiten lassen. Der Tofu bleibt bewusst in großen, weichen Stücken. Nicht stark umrühren. Den Eintopf mit etwas Sesamöl würzen und weitere 5 Minuten leicht köcheln lassen, damit sich der Tofu erwärmt und Geschmack annimmt.


Sundubu Jjigae Fertig

7. Schritt

Zum Schluss die Frühlingszwiebeln darüberstreuen. Optional vorsichtig ein Ei in die heiße Suppe gleiten lassen und kurz stocken lassen. Sundubu Jjigae sofort servieren, sprudelnd heiß, idealerweise mit Reis.


Sundubu Jjigae in Nahaufnahme

Hast du Lust auf noch mehr leckere Inspirationen aus Korea? Hier findest du noch mehr schnelle Rezeptideen:

Hast du das Rezept schon ausprobiert? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin schon ganz gespannt, von euch zu hören.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Warenkorb
Nach oben scrollen