Japanisches Curry – 3 Tipps für Kare Raisu

Japanisches Curry (auch als Kare bezeichnet) ist ein Klassiker und die beliebteste Hausmannkost in Japan – Hauptbestandteil ist eine heiße, herzhafte Currysauce aus frischem Gemüse, ggf. Fleisch und vielen Gewürzen. Ob zusammen mit Reis, Udon Nudeln oder als frittiertes Brötchen – Curry ist ein vielfältiger Alleskönner und ein leckerer Einstieg in die japanische Küche.

Deswegen solltest du dieses Gericht unbedingt kennenlernen!

Japanisches Curry Titelbild

Als erstes schauen wir uns daher an, was japanisches Curry eigentlich ist. Dann erkläre ich dir Schritt für Schritt, (1) welche verschiedenen Sorten an Curry es gibt (zum Beispiel Currywürfel oder Currypulver) und (2) welche Curryvarianten du damit zubereiten kannst (beispielsweise mit Rindfleisch, Meeresfrüchten oder auch rein vegetarisch). Was du mit den fertig gekochten Currysaucen dann alles kochen kannst, erfährst du (3) zum Schluss mit meinen leckeren Rezeptideen (von Kare Raisu über Curry Udon bis zu Curry Katsu)!


Diese Schritte solltest du beachten:

– Inhaltsverzeichnis –

Solltest du dich nach dem Beitrag beim Gedanken an japanisches Curry genauso wohl fühlen wie das nette Kätzchen im Video, habe ich mein Ziel erreicht 🙂


Was ist japanisches Curry?

– Sorten, Geschmack und Schärfe –

Wusstest du, dass – basierend auf einer Statistik der All Japan Curry Manufactures Association aus dem Jahr 2015 – Japaner 72,6-mal im Jahr Curry essen?

Das bedeutet, es kommt in jedem japanischen Haushalt mehr als einmal in der Woche auf den Tisch!

Zusätzlich ist es auch eine sehr beliebte Schulmahlzeit, da es einfach zu kochen ist und eine nahrhafte sowie abwechslungsreiche Ernährung ermöglicht. Denn ein Teller mit klassischem japanischem Curry enthält Reis, verschiedene Gemüse und Fleisch oder Meeresfrüchte. Generell gesagt, schmeckt es trotz des würzigen Curryaromas weniger exotisch als indisches und weniger scharf als thailändisches Curry.

Japanisches Curry mit frisch gekochtem weißen Reis

Vielleicht sind dir auch im Supermarkt bereits die verschiedenen Angebote von japanischem Curry aufgefallen: Man unterscheidet zwischen (1) Currywürfeln, (2) Ready-made-Currysaucen und (3) Currypulver.

Innerhalb dieser Kategorien variiert japanisches Curry weiterhin jeweils in Aroma, Farbe und Schärfe: Aufgrund der langen Geschichte, die sich hinter der Mischung verbirgt und um den ganzen Globus führt, werden für die Herstellung Gewürze und Kräuter aus aller Welt verwendet. Es sind jeweils Blüten, Blätter, Wurzeln und auch Hölzer von unterschiedlichen Pflanzen enthalten, die für die unterschiedlichen Aromen verantwortlich sind.

Bestimmend sind Zutaten wie Koriander, Zimt, Muskat, Anis, aber auch Kardamom, Nelken und Piment. Mit weiteren Beigaben wie Sternanis, Dill, Oregano, Rosmarin, Salbei oder Lorbeer werden zusätzlich wichtige Akzente gesetzt. Daneben sorgt vor allem Kurkuma für die gelbe, Paprika für die roten und ein Hauch Safran für die goldenen Farbnuancen.

Wusstest du, dass in Japan gilt, dass der Sommer nach scharfen Essen verlangt? Und das bedeutet natürlich: Sommer ist Curryzeit! Zum Einsatz kommen für die Schärfe im Curry natürlich Chili und Pfeffer, aber auch zum Beispiel Ingwer.

Wie scharf das Curry in deinem Einkaufskorb ist, erkennst du an den auf der Vorderseite der Verpackung abgebildeten Symbolen!

Bei S&B – einem der größten Curryproduzenten Japans – reicht die Skala von Mild, über Medium Hot und Hot bis zu Extra Hot. Bei Produkten der Firma House Foods gibt es eine Zahlenskala von 1 (Mild) bis 5 (Hot).


Wie koche ich ein japanisches Curry?

– Schritt für Schritt-Anleitung –

Um ein richtiges japanisches Curry zu kochen, schauen wir uns als nächstes Schritt für Schritt folgende Punkte genauer an:

  1. Eine japanische Currysorte auswählen (zum Beispiel Currywürfel oder Currypulver) – zu Schritt 1 springen.
  2. Eine leckere Curryvarianten damit zubereiten (beispielsweise mit Schweinefleisch, Meeresfrüchten oder auch rein vegetarisch) – zu Schritt 2 springen.
  3. Ein klassisches Currygericht deiner Wahl kochen (du findest hier Rezepte für Kare Raisu, Kare Udon und auch Kare Pan!) – zu Schritt 3 springen.

Lust auf japanisches Curry bekommen?

Dann ist unser beliebtes Kochset für Japanisches Curry mit Reis genau das Richtige für dich? Darin enthalten sind alle Zutaten (direkt aus Japan) für die Zubereitung von 5 Portionen eines leckeren selbstgemachten Curry plus einer Beilage aus echtem Klebreis – passend zum Rezept hier im Artikel!


Welche japanischen Currysorten gibt es?

– 1. Schritt –

In Japan ist es super leicht, japanisches Curry einzukaufen – ab in den nächsten Supermarkt und schon hast du eine riesige Auswahl! Hier in Deutschland gestaltet es sich ein wenig schwerer, auch wenn fast jeder Asiamarkt und erst recht alle japanischen Spezialgeschäfte ein paar Sorten Curry im Angebot haben.

Welche Sorten an japanischem Curry du zur Auswahl hast, wollen wir uns jetzt erst einmal ansehen:

Japanisches Curry als:

  1. Currywürfel (zum Beispiel Golden Curry)
  2. Fertig gekochte Currysauce oder Paste im Beutel
  3. Lose Gewürzmischung bzw. Currypulver

Currywürfel und Currypulver sind vegan. Bei den fertigen Currysaucen hängt es von der gewählten Sorte ab – es gibt vegane bis fleischhaltige Varianten.

1. Currywürfel (zum Beispiel Golden Curry)

Das am häufigsten anzutreffenden Produkt im Supermarkt sind in jedem Fall die portionierten Currywürfel, die aus Gewürzen und einer Art Mehlschwitze (die zum Eindicken der Currysauce gebraucht wird) bestehen.

Japanisches-Curry Golden Curry Currywürfel von S&B

Die wichtigsten Fragen zu japanischen Currywürfeln schauen wir uns nun an:

Wie werden japanische Currywürfel richtig verwendet?

Um richtig mit Currywürfeln zu kochen, folge einfach den 4 einfachen Schritten (oder springe direkt zum ausführlichen Rezept weiter unten). Beachte dabei aber immer die Zeit- und Mengenangaben direkt auf der Verpackung:

Wie verwende ich japanische Currywürfel?

  1. Brate das Fleisch (oder Meeresfrüchte etc.) und Gemüse mit Öl (zum Beispiel Rapsöl) in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze für circa 5 Minuten.
  2. Füge Wasser hinzu und bringe alles zum Kochen. Reduziere anschließend die Hitze und lasse alles abgedeckt ungefähr 15 Minuten köcheln, bis das Gemüse gar ist.
  3. Schalte die Hitze aus, breche den Currywürfel in Stücke und geben ihn in die Pfanne. Rühre alles gründlich um, bis die Würfelstücke vollständig aufgelöst sind.
  4. Schalte die Hitze noch einmal an und lasse die Sauce für 5 Minuten unter ständigem Rühren fertigkochen. Jetzt heiß über Reis (oder Nudeln) servieren.

Welche japanischen Currywürfel gibt es zu kaufen?

Die beliebtesten (und am besten verfügbaren) Varianten unter den Currywürfeln sind:

Golden Curry von S&B

Das Golden Curry – die beliebtesten Sorten sind Mittelscharf und Scharf – wird aus dem originalen S&B Currypulver hergestellt und zeichnet sich durch ein reiches Aroma von Gewürzen und Kräutern aus. Gleichzeitig enthält es keine fleischhaltigen Zutaten und ist damit perfekt für Vegetarier geeignet!

Ich verwende (wie so viele Japaner auch) am liebsten das Golden Curry von S&B in Hot. Mit dieser Sorte schmeckt mir mein selbstgemachtes japanisches Curry mit Reis am besten und die Zubereitung klappt zu 100%. Aber auch die Sorten Mild und Medium kann ich empfehlen:

Auswahl Golden Curry von S&B.
Auswahl Golden Curry von S&B.

Alle Sorten des Golden Curry von S&B findest du bei uns im Onlineshop.

Torokeru Curry von S&B

Die Hauptzutaten des Torokeru Curry oder auch Tasty Curry sind verschiedene getrocknete Gemüsepulver (zum Beispiel Kartoffeln, Kohl und Chinakohl). Gleichzeitig enthält es keine fleischhaltigen Zutaten und ist damit ebenfalls für Vegetarier geeignet.

Torokeru Curry (oder auch Tasty Curry) von S&B.
Torokeru Curry (oder auch Tasty Curry) von S&B. Quelle: S&B Foods Inc.

Vermont Curry von House Foods

Das Vermont Curry ist ein sehr mildes Curry, da dieses mit Äpfeln und Honig verfeinert wird. Damit ist es auch besonders bei Kindern sehr beliebt, da es weniger scharf und dafür leicht süßlich ist.

Vermont Curry von House Foods.
Vermont Curry von House Foods. Quelle: House Foods Group Inc.

Java Curry von House Foods

Eine besonders scharfe Currysorte ist das Java Curry von House Foods.

Java Curry von House Foods.
Java Curry von House Foods. Quelle: House Foods Group Inc.

2. Currysauce (im Beutel)

Neben den Currywürfeln, bei denen noch zusätzlich frisches Gemüse und andere Zutaten hinzukommen, werden auch vorgekochte Curry in Vakuumbeuteln (auch als Ready-to-Cook oder Ready-made bezeichnet) angeboten. Die verpackte Mahlzeit – die beliebteste Sorte ist hierbei die milde Currysauce – wird zusammen mit dem Beutel in heißem Wasser erwärmt – ein Prinzip, dass seit 1963 unverändert besteht.

Darin enthalten ist bereits gegartes Fleisch, Gemüse, und die aus den üblichen Zutaten bestehende Currysauce. Das Gericht wird in der Produktion unter Druck gekocht und direkt versiegelt.

Golden Curry Sauce von S&B.
Fertig gekochtes Golden Curry mit Gemüse von S&B. Quelle: S&B Foods Inc.

Besonders beliebt ist es bei Studenten und sogar Astronauten: 1997 nahm Mamoru Mohri vorgekochtes Curry als Verpflegung mit ins All! Und auch schon vor dem großen Erdbeben 2011 wurde diese Curryform in Japan in großem Umfang als Mahlzeit in Zeiten von Krisen eingelagert, da es nicht gekühlt werden muss.

3. Currypulver (Gewürzmischung)

Die dritte (und für mich neben dem Golden Curry beste) Curry-Variante ist loses Currypulver (auch als Kareko bekannt). Das Curry in Pulverform ist eine Mischung aus verschiedenen Gewürzen sowie Kräutern, wie du bereits weiter oben gelesen hast. Das Original unter den japanischen Currypulvern besteht immerhin aus Kurkuma, Koriander, Bockshornklee, Kreuzkümmel, Orangenschale, Pfeffer, Chili, Zimt, Fenchel, Ingwer, Sternanis, Thymian, Lorbeerblätter, Nelken, Muskatnuss, Salbei und Kardamom!

Currypulver von S&B.
Das originale Currypulver von S&B gibt es bis heute zu kaufen. Quelle: S&B Foods Inc.

Obwohl Currypulver heute eine untergeordnete Rolle bei den Verbrauchern einnehmen, da sich die beiden andere Formen – also die Currywürfel und Currysaucen – als geeigneter erwiesen haben, empfehle ich dir, diese Variante unbedingt auszuprobieren.

Denn du kannst japanisches Currypulver nicht nur als fertige Gewürzmischung kaufen, sondern auch selbst herstellen:

Japanisches Currypulver selber machen!

Angelehnt ist das Rezept an die Empfehlung der All Japan Curry Manufacturers Association und besteht aus 12 Gewürzen, die du ganz leicht im Supermarkt findest. Mich hat das Ergebnis einfach begeistert – deswegen teile ich es gerne mit dir!

Hier nachlesen und loskochen:

Wie wird japanisches Currypulver richtig verwendet?

Möchtest du aus dem Currypulver eine leckere Currysauce kochen, solltest du vorher eine Mehlschwitze (aus 100 g Butter und 50 Mehl) herstellen und unter diese die fertige Gewürzmischung rühren. Dann kannst du den in vielen Rezepten als Zutat aufgelisteten Currywürfel an entsprechender Stelle ersetzen.

Mehr dazu, wie du eine Mehlschwitze herstellst, erfährst du direkt im Rezept für das selbstgemachte japanische Currypulver!

Nachdem du nun genau über die verschiedenen Currysorten Bescheid weißt, wollen wir uns einen Schritt weiter wagen und die besten japanischen Curryvarianten kennenlernen!


Welche Varianten an japanischem Curry kann man zubereiten?

2. Schritt

In diesem Abschnitt wirst du lernen:

Egal, ob du Currywürfel eingekauft oder selbst ein leckeres Currypulver hergestellt hast, kannst du unterschiedliche Currysaucen zubereiten – also verschiedene Zutaten zum Kochen verwenden. Die Grundlage bei der Zubereitung ist aber stets dieselbe:

Zu Beginn werden die Zutaten (also ggf. Rindfleisch, Hühnchen oder Meeresfrüchte) in Öl (zum Beispiel Rapsöl) zusammen mit Gemüse angebraten. Anschließend wird Wasser aufgegossen und alles fertig gegart. Zum Abschluss kommt dann der Currywürfel oder das selbstgemachte Currypulver plus Mehlschwitze dazu. Fertig!

Bevor wir uns gleich die verschiedenen Curryvarianten anschauen, solltest du noch wissen, welches Gemüse du unbedingt für die Zubereitung von japanischem Curry benötigst:

Welche Gemüsesorten kommen in jedes japanische Curry?

Die folgenden drei Gemüse solltest du unbedingt vorrätig haben, um japanisches Curry zu kochen:

  • Zwiebeln
  • Möhren
  • Kartoffeln
Japanisches Curry Gemüse für Curry

Je nach Geschmack kannst du die Gemüsevielfalt sogar noch erweitern. Weitere beliebte Zutaten (besonders beim vegetarischen Gemüsecurry) bei mir sind:

  • Knoblauch
  • Pilze
  • Rote Paprika
  • Äpfel (das ist wirklich eine Empfehlung, weil die Äpfel eine angenehmes Aroma ins Curry bringen!)

Für die Zubereitung wird das Gemüse in mundgerechte Stücke geschnitten – das bedeutet, dass zum Beispiel auch die Zwiebeln nur grob zerkleinert werden (gut erkennst du das im Rezept weiter unten).

Und nun kommen wir zu den besten Curryvarianten aus Japan!

Aufgepasst! Kennst du schon…

… unser beliebtes Kochset für Japanisches Curry mit Reis? Darin enthalten sind alle Zutaten (direkt aus Japan) für die Zubereitung von leckeren selbstgemachten Kare Raisu plus einer Beilage aus echtem Klebreis.

Das passende Rezept zum Kochset für Japanisches Curry mit Reis findest du HIER im Beitrag.

Welches sind die besten japanischen Curryvarianten?

Wie oben beschrieben, ändern sich jeweils ausschließlich die Zutaten wie Schweinefleisch, Hühnchen, Meeresfrüchte oder weitere Gemüsesorten. Die Gemüsegrundlage aus Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln bleibt erhalten. Auch die Art der Zubereitung bleibt jeweils genau die gleiche.

Klassisches japanisches Curry

Japanisches Curry klassisch

Hier lang geht’s zum Rezept für ein klassisches Kare Raisu!

Japanisches Hühnchen-Curry

Ein einfaches Hühnchen-Curry.
Ein einfaches Hühnchen-Curry. Quelle: エルドン / photoAC

Japanisches Meeresfrüchte-Curry

Meeresfrüchte-Curry mit Garnelen.
Meeresfrüchte-Curry mit Garnelen. Quelle: カメラ兄 / photoAC

Vegetarisches Gemüsecurry

Vegetarisches Curry mit Bittermelone – typisch japanisch.
Vegetarisches Curry mit Bittermelone – typisch japanisch. Quelle: cheetah / photoAC

Hast du schon dein Lieblingscurry ausgesucht? Dann zeige ich dir im nächsten Schritt, welche leckeren Gerichte du mit japanischem Curry zaubern kannst!


Welche Gerichte kann man mit japanischem Curry kochen?

3. Schritt

Der finale Schritt zu deinem perfekten Currygericht ist erreicht! Bis hierher hast du gelernt, welche Currysorten du kaufen oder vorbereiten (Schritt 1) und welche Curryvarianten du damit zubereiten kannst (Schritt 2). Die folgenden Rezeptideen geben dir nun einen tollen Überblick über die unterschiedlichen Varianten, um Curry zu essen oder zu verarbeiten.

Wichtig: Du kannst für jedes der vorgestellten Rezepte auch jede der im Schritt 2 ezeigten Curryvarianten verwenden – ganz nach deinem Geschmack!

Die beliebtesten Curry Gerichte in Japan sind:

Der Klassiker: Kare Raisu (Japanisches Curry mit Reis) – Rezept

Kare Raisu ist eine klassische Hausmannskost in Japan. Neben der Currysauce wird ausschließlich frisch gekochter Reis serviert!

Am liebsten verwende ich den leckeren kurzkörnigen Reis von Itakomachi. Dieser ist sehr mild und die idealer Beilage zu japanischem Curry:

Reis von Itakomachi.
Reis von Itakomachi.

Mehr Details zum Reis von Itakomachi findest du bei uns im Onlineshop.

Mehr Details zum Reis von Itakomachi findest du hier bei uns im Onlineshop.

Vergiss bei der Zubereitung des Reis nicht mit einem würzigen Essig zu arbeiten! Dieser gibt dem weißen Reis eine leicht säuerliche Note und darf bei japanischem Reis nicht fehlen:

Komesu (Getreideessig) von Mizkan.
Komesu (Getreideessig) von Mizkan.

Der Getreideessig von Mizkan ist auch bei uns im Onlineshop erhältlich.

Das beste Rezept zum schnellen und sicheren Reiskochen findest du hier:

Curry und Reis sollten dazu jeweils die Hälfte des Tellers einnehmen. Manchmal kommt noch etwas eingelegter Ingwer und in Ringe geschnittene Lauchzwiebeln mit an den Tellerrand dazu.

Tipp: Dieses Gericht wird immer mit einem Löffel und nicht mit Stäbchen gegessen!

Kare Raisu – Japanisches Curry mit Reis [Rezept für Golden Curry]

Kare Raisu – Japanisches Curry mit Reis [Rezept für Golden Curry]
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Der Klassiker der japanische Hausmannskost: Kare Raisu ist ein japanisches Curry, das zusammen mit frisch gekochtem weißen Klebreis gegessen wird. Hauptbestandteil des Gerichts ist also eine heiße, herzhafte, würzige Currysauce aus frischem Gemüse und ggf. Fleisch. Es ist unkompliziert, unglaublich lecker und macht richtig satt.
Im Menü :
Hauptgericht
Ideal zum :
Abendessen, Mittagessen
Vorbereitung :
5Minuten
Kochzeit :
25Minuten
Kalorien p.P. :
940kcal
Portionen :
5Portionen

– Zutaten –

  • 450gSchweinefleisch(am besten eignet sich hierfür Schweinegulasch)
  • 370gZwiebeln
  • 140gKartoffeln
  • 90gMöhren
  • 1ELÖl(zum Beispiel Rapsöl)
  • 540mlWasser
  • 1PackungCurrywürfel(hier Golden Curry von S&B, siehe Rezepthinweise)
  • 5PortionenReis, gekocht(für Rezept hier anklicken)

– Zubereitung –

  1. Zu Beginn die Zutaten für das hausgemachte Kare Raisu prüfen und den Reis vorbereiten bzw. kochen.
    Kare Raisu Zutaten
  2. Schäle die Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln und schneide sie in mundgerechte Stücke. Die Möhren werden dazu in 1 cm breite Kreise geschnitten. Die Kartoffeln werden grob gewürfelt. Die Zwiebeln werden halbiert und in Spalten geschnitten.
    Kare Raisu Schritt 1 Gemüse schneiden
  3. Erhitze das Öl in einem großen Topf und gebe den gewürfelten Schweinegulasch hinein, lass das Fleisch ungefähr 5 Minuten von allen Seiten kräftig anbraten.
    Kare Raisu Schritt 2 Fleisch anbraten
  4. Als nächstes gebe die klein geschnittenen Zwiebeln mit zum angebratenen Fleisch in den Topf und brate sie für kurze Zeit (circa 1 Minute) mit an.
    Kare Raisu Schritt 3 Zwiebeln anbraten
  5. Jetzt kommt das restliche Gemüse, also Kartoffeln und Möhren, mit in den Topf. Alles wird für weitere 5 Minuten unter gelegentlichem Umrühren kräftig angebraten.
    Kare Raisu Schritt 4 Gemüse anbraten
  6. Anschließend wird alles mit dem Wasser übergossen und gut umgerührt. Schließe den Deckel und senke die Hitze so weit, dass das Wasser im Topf leicht köchelt. Lasse alles circa 15 Minuten garen, bis die Kartoffeln weich gekocht sind.
    Kare Raisu Schritt 5 Gar kochen
  7. Sobald das Gemüse gar ist, stelle die Hitze ab und gebe nun das ausgepackte und zerkleinerte Golden Curry hinzu. Rühre die Currywürfel solange unter, bis sie sich aufgelöst haben.
    Kare Raisu Schritt 6 Currywürfel einrühren
  8. Zum Schluss wird alles nocheinmal für 5 Minuten leicht und unter Rühren aufgekocht. Serviert wird das fertige Curry zusammen mit dem bereits vorbereiteten Reis. Fertig - Itadakimasu!
    Kare Raisu Fertig

– Rezepthinweise –

Du möchtest gleich die passenden Zutaten einkaufen? Dann werden dir meine Empfehlungen hoffentlich helfen:

Golden Curry von S&B – japanisches Curry als Würfel in 3 Stärfegraden wählbar (von S&B, bei uns im Onlineshop erhältlich)

✔ Reis – japanischer Klebreis (von Itakomachi, bei uns im Onlineshop erhältlich)

✔ Reisessig – japanischer Essig zum Würzen von gekochtem Reis (von Mizkan, bei uns im Onlineshop erhältlich)

Alle Zutaten sind auch in unserem beliebten Kochset für japanisches Curry enthalten!

Rezept drucken

Rezeptidee für unterwegs: Japanisches Curry als Bento

Da dieses Rezept für Kare Raisu ein oder zwei Tage nach seiner Zubereitung noch besser schmeckt, ist es ideal als Gericht für eine Bento-Box geeignet.

Um das Bento zuzubereiten, füllst du in die Lunch Box zuerst eine Schicht frisch gekochten Reis. Oben über den Reis (plane genug Platz dafür ein) gibst du eine gute Portion der Currysauce. Daneben kannst du noch ein paar frische Radieschen und Zuckerschoten legen – das ergibt einen schönen farblichen Kontrast. Deckel drauf und fertig ist die Mahlzeit für unterwegs!

Zu Nudeln: Kare Udon (japanisches Curry mit Udon Nudeln)

Kare Udon Leckere Udon Nudeln auf klassischem japanischem Curry.
Kare Udon: Leckere Udon Nudeln auf klassischem japanischem Curry. Quelle: cheetah / photoAC

Als frittiertes Brötchen: Kare Pan (Curry Pan)

Kare Pan ist gekochtes japanisches Curry, das in einen Brotteig gehüllt wird, mit einer Panko-Panade überzogen und dann frittiert wird, bis es goldbraun ist.

Diese Currybrote findet man in Bäckereien und Convenience-Stores in ganz Japan. Sie werden zum Frühstück, als Snack zum Mittag oder einfach zu jeder Tageszeit gegessen:

Zu Schnitzel: Katsu Curry (Curry mit Katsu oder Tonkatsu)

Ein dunkles, kräftiges Curry mit knusprigem Katsu-Schnitzel.
Katsu Curry: Ein dunkles, kräftiges Curry mit knusprigem Katsu-Schnitzel. Quelle: 胡麻麩あざらし / photoAC

Zusammenfassung

Das solltest du unbedingt über japanisches Curry wissen:

✎ Japanisches Curry gibt es als Currywürfeln, Ready-made-Currysaucen und Currypulver.

✎ In jedes japanische Curry gehören Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln.

✎ Das beliebteste japanische Curry ist Kare Raisu – also ein klassisches japanisches Curry mit Rind- oder Schweinefleisch und Reis.

✎ Kare Raisu wird auf einem Teller serviert und immer mit einem Löffel gegessen.

Japanisches Curry mit Reis

Hast du Lust auf noch mehr rund ums Thema japanisches Curry? Dann verpasse nicht:


Ist Curry wirklich japanisch?

– für Fortgeschrittene –

(Kapitel überspringen)

Für alle, die noch nicht genug von Curry haben: Hier ein kleiner, spannender Einblick in die Geschichte des japanischen Curry!

Aus Indien, über England nach Japan

Wir schreiben das Jahr 1853, in dem der britische Admiral Matthew Perry als einer der ersten Westlichen die japanische Hauptinsel in Kurihama betritt. Mit diesem ersten Schritt wird die Isolation Japans nach hunderten von Jahren dauerhaft aufgebrochen.

Und es dauerte auch in der folgenden Zeit nicht lange – wir sprechen über die Jahre der Meiji-Periode (1868 – 1912) – dass Japan mehr und mehr die westlichen Einflüsse förmlich aufsaugte. Mit dem Aufbau einer japanischen Seeflotte nach britischem Vorbild fand auch das Curry nach Japan.

Neben den technischen Details zum Flottenbau wurden auch ganz andere Elemente übernommen: zum Beispiel die Verpflegung der Matrosen. Bereits in England hatte sich dafür ein schnell zubereitetes und sehr nahrhaftes Currygericht durchgesetzt, welches die Briten im Zuge der Kolonialisierung aus Indien mitgebracht hatten.

Auch Japans verantwortlichen Ärzte stimmten darin überein, dass dieses in den Augen der Japaner klassisch westliche Gericht bestens geeignet sei: Immerhin besteht es auch heute noch traditionell aus Fleisch, Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln und Reis.

Curry besteht klassischerweise aus Fleisch, Gemüse und einem Currygewürz.
Japanisches Curry besteht klassischerweise aus Fleisch, Gemüse und einem Currygewürz. Quelle: はまこJAPAN / photoAC

Aus Curry wird Kare

Das erste Rezept für das heute sehr beliebte Kare Raisu stammt aus einem Kochbuch des Jahres 1872 und ähnelte noch stark dem britischen Muster. So wurde damals die Verwendung von Äpfeln und Zitronensaft in der Zutatenliste angeordnet.

Das japanische Curry ist eins der bekanntesten Mahlzeiten, die unter die Kategorie Yoshoku fallen: also westliche Gerichte. Doch wie bei vielen anderen dieser Art – zum Beispiel Dorayaki – haben die Japaner es über die (wenn auch kurze) Zeit an ihre Gewohnheiten und Vorlieben angepasst. Isst du heute ein Kare Raisu, würdest du definitiv nicht vermuten, dass es ursprünglich aus Indien stammt – es ist wirklich typisch japanisch.

Curry wird japanisch

Im Jahr 1877 wurde das erste Mal ein Currygericht in einem Tokioter Restaurants angeboten. Es galt, wie alle westlichen Gerichte, als exotisch, exklusiv und teuer, denn zu diesem Zeitpunkt wurde das verwendete Currypulver noch aus britischen Landen importiert. Doch das änderte sich schon wenig später.

Die typisch japanische Version von heute hat vermutlich 1910 im Marine-Stützpunkt Yokosuka in der Präfektur Kanagawa das Licht der Welt erblickt. Übrigens ist Yokosuka bis heute als Curry-Hauptstadt Japans bekannt. Bis heute kommt in allen Kantinen der Soldaten jeden Freitag Curry auf den Tisch. Auf einer eigens eingerichteten Website könne sich auch alle anderen Japaner (und natürlich auch du) von den Curryvariationen des Militärs inspirieren lassen, denn jeder der Stützpunkte hat seine eigene Kreation.

Bis in die 1950er wurde das japanische Curry ausschließlich in Restaurants und – nach und nach – auch Imbissen angeboten. Zuhause versuchte sich niemand an dem Gericht, da es mit den bestehenden Mitteln sehr aufwendig in der Zubereitung und die vielen Gewürze nicht vorrätig waren. In diese Zeit fällt übrigens auch die Entwicklung weiterer Currygerichte, wie Kare Udon und Kare Pan.

Japanisches Curry heute

Die ungebrochene und steigende Beliebtheit veranlasste die Lebensmittelindustrie in der Folge dazu, die ersten Instant-Curry Produkte zu entwickeln. 1954 stellten die Marktführer House Foods und S&B Curryblöcke vor, die eine Kombination aus Mehlschwitze und den vielen wesentlichen Gewürzen waren – und bis heute sind. Bereits 10 Jahre nach der Einführung der Instant-Currywürfel konnten die Anbieter über 20.000 Tonnen pro Jahr verkaufen. In den japanischen Küchen sind Currywürfel einfach nicht mehr wegzudenken und jetzt weißt du auch warum!


Lust auf Curry?

Du hast Appetit auf selbstgemachtes Japanisches Curry mit Reis bekommen – dann verpasse nicht unser beliebtes Kochset für Kare Raisu!

Darin enthalten sind alle Zutaten für 5 Portionen japanisches Curry mit Reis (Kare Raisu):

1kg Reis (weißer, kurzkörniger Klebreis) von Itakomachi,

500 ml Komesu (Essig) von Mizkan zum Reiskochen und

1 Packung Currywürfel (Mild, Medium oder Hot) von S&B!

Kochset Japanisches Curry Hot

Und nun wünsche ich dir viel Spaß und guten Hunger beim Durchprobieren durch die Curry-Rezepte!

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7 Kommentare zu „Japanisches Curry – 3 Tipps für Kare Raisu“

  1. Hallo zusammen,

    gestern mal das Kare Raisu nachgekocht und es war wirklich sehr sehr lecker. Vielleicht hätte ich die Zutaten noch ein bisschen kleiner schnibbeln sollen, aber war super.
    War zwar zuerst etwas verschreckt, als mit der Asia-Laden meines Vertrauens die „Very Hot“ Variante von Golden Curry empfohlen hatte, war aber dann alles in allem genau richtig von der Schärfe, obwohl ich eigentlich ne Scharf-Memme bin.
    War super, gibt es wieder mal!

    Greetz und Danke! CCK

    1. Hallo CCK,

      das klingt wunderbar und ich bin sehr glücklich, dass es dir so gut geschmeckt hat! 🙂

      Viele Grüße

      Elisa

  2. Hallo,
    ich würde dieses Rezept gerne ausprobieren jedoch mit selbstgemachtem (oder gekauftem falls ich es irgendwo finde) Currypulver. Bei deinem Rezept zum Currypulver steht man soll das Currypulver mit einer Mehlschwitze vermischen, nun kann ich schwer einschätzen wie das Verhältnis von Currypulver und Mehlschwitze sein sollte und wie groß die gesamte Menge dieses „Gemischs“ sein sollte. Könntest du dazu eine ungefähre Angabe oder Empfehlung machen?

    Liebe Grüße
    Maria

    1. Hallo Maria,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Dazu kann ich leider nur ungefähre Angaben bzw. Empfehlungen geben, da meine Mehlschwitze gefühlt jedes Mal anders wird 🙂 Ich würde schätzen, dass auf 50 Gramm Currypulver etwa 80 Gramm Butter plus entsprechend viel Mehl kommen. Du kannst die Mischung aber auch hinterher noch anpassen oder mit Currypulver nachwürzen.

      Ich hoffe, dass dir dies hilft und freue mich parallel, dass dir das Currypulver zusagt – es schmeckt wirklich klasse!

      Liebe Grüße

      Elisa

      1. Okay, vielen Dank, das hilft mir schon weiter. Die optimale Mischung findet man hoffentlich einfach, wenn man es öfter mal gemacht hat. Ich hoffe ich kriege das einigermaßen hin, dass es wie ein echtes japanisches Kare Raisu schmeckt.
        Ich finde es übrigens super, dass du ein Rezept für das japanische Currypulver zusammengestellt hast sodass man nicht unbedingt die Instant-Würfel benutzen muss, falls man diese einfach nicht bekommt :).

        Liebe Grüße Maria

        PS.: Sorry wegen des doppelten Kommentars, weil der Kommentar hier nicht mehr angezeigt wurde, dachte ich er wäre gelöscht worden oder so :D.

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