Japanisches Currypulver

[einfach selbst herstellen]

Japanisches Currypulver selbst herzustellen, ist eine tolle Alternative zum oft verwendeten und fertig portionierten Currywürfel (zum Beispiel Golden Curry). Das Currypulver besteht aus einer vielfältigen Mischung verschiedener Gewürze und Kräuter und ist frei von Konservierungsstoffen und ähnlichem. Mit diesem Rezept lernst du, wie du deine eigene individuelle Currygrundlage zubereitest!

Japanisches Currypulver Titelbild

Was ist eigentlich japanisches Curry?

– Hintergrundwissen –

Japanisches Curry (auch bekannt als Kare Raisu oder Curry Reis) ist in Japan eine der wichtigsten Hauptmahlzeiten, weil es so einfach zu Hause zubereitet werden kann. Die Vorteile des Gerichts sprechen einfach für sich: Es ist einfach zu kochen, es ist (vor allem mit Reis als Beilage) sättigend und durch die frischen Zutaten sehr nahrhaft.

Ein Teller dieses Rezepts für Kare Raisu enthält eine ordentliche Portion klassisches japanisches Curry mit Gemüse (bestehend aus Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren) sowie Fleisch (oder Meeresfrüchte oder eine weitere vegetarische Zutat wie zum Beispiel Champignons) und Reis.

Noch mehr rund um das Thema japanisches Curry und weitere leckere Rezeptideen mit Curry erfährst du übrigens im Artikel zu:


Womit wird die Sauce für japanisches Curry zubereitet?

– Currywürfel oder Currypulver? –

Ein japanisches Curry kann mithilfe von (1) Currywürfeln, (2) Ready-made-Currysaucen und (3) Currypulver zubereitet werden.

Ein klassischer Vertreter von Currywürfeln ist das Golden Curry von S&B. Das Golden Curry – die beliebtesten Sorten sind Mittelscharf und Scharf – wird aus dem originalen S&B Currypulver hergestellt und zeichnet sich durch ein reiches Aroma von Gewürzen und Kräutern aus. Gleichzeitig enthält es keine fleischhaltigen Zutaten und ist damit perfekt für Vegetarier geeignet:

Die Currywürfel von S&B werden aus einer Vielzahl an Gewürzen hergestellt, die in einer Mehlschwitze eingekocht und so haltbar gemacht werden. Zum Einsatz kommen für die Schärfe im Curry meistens Chili und Pfeffer.

S&B Golden Curry Currywürfel ausgepackt

Wir wollen heute allerdings keinen fertigen Currywürfel verwenden, sondern unser eigenes japanisches Currypulver selber machen!

Wie wird aus dem japanischen Currypulver eine Currysauce?

– Mehlschwitze –

Möchtest du aus dem Currypulver ein leckeres Kare Raisu kochen, solltest du vorher eine Mehlschwitze herstellen und unter diese die fertige Gewürzmischung rühren. Dann kannst du den im Rezept (zum Beispiel Kare Raisu) als Zutat aufgelisteten Instant-Currywürfel an entsprechender Stelle ersetzen:

Damit du das fertige Currypulver (das Rezept ergibt circa 50g Currypulver) weiterverarbeiten kannst, benötigst du also zusätzlich:

  • 100g Butter und
  • 50 g Mehl.

Und so funktioniert es:

Gebe die Butter in einen kleinen Topf und lass sie bei mittlerer Temperatur schmelzen. Ist die Butter flüssig, gebe das Mehl hinzu und stelle die Hitze höher ein. Rühre das Mehl gründlich unter die Butter und röste die Mischung unter ständigem Rühren circa 3 bis 4 Minuten im Topf (aber Achtung: nicht anbrennen lassen!). Gebe anschließend das Currypulver hinzu und rühre alles gut um. Nach 30 Sekunden kannst du die Hitze abstellen.

Deine selbstgemachte Curry-Mehlschwitze kannst du nun genauso verwenden wie einen herkömmlichen Currywürfel (für ungefähr 4 Portionen geeignet): Das bedeutet, du gibst die Mehlschwitze dann in die Sauce, sobald das Fleisch und Gemüse gar gekocht wurde (für mehr Details schaue dir den Überblicksartikel zu japanischem Curry an!) und rührst sie gründlich unter.

Und nun wünsche ich dir viel Spaß und gutes Gelingen bei der Zubereitung des japanischen Currypulvers!

Kochset für japanisches Curry mit Reis.

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Darin enthalten sind alle Zutaten (direkt aus Japan) für die Zubereitung von 5 Portionen eines leckeren selbstgemachten Curry plus einer Beilage aus echtem Klebreis – passend zum Rezept hier im Artikel!

Japanisches Currypulver Titelbild

Japanisches Currypulver selbst herstellen

für 2 Portionen | 5 Minuten

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Japanisches Currypulver besteht aus einer vielfältigen Mischung verschiedener Gewürze und Kräuter und ist frei von Konservierungsstoffen und ganz nach deinem Geschmack!


Zutaten (2 Portionen)

1/4 TL Chiliflocken
1/2 TL Ingwer (getrocknet und fein gehackt)
1/2 TL Pfeffer (schwarz)
1/3 TL Kardamom
1/2 TL Zimt
1/4 TL Gewürznelken
1/4 TL Lorbeer
1/4 TL Piment
1/2 TL Kümmel
1/2 TL Koriander
1 TL Knoblauch (getrocknet und fein gehackt)
1 EL Kurkuma


Zubereitung (5 Minuten)

Japanisches Currypulver Zutaten

1. Schritt

Zutaten für das selbstgemachte Currypulver bereitlegen.


Japanisches Currypulver Schritt 2 Gewürze mahlen

2. Schritt

Bereite alle Gewürze, die du nicht fein gemahlen vorrätig hast, so vor, dass alle die gleiche Struktur besitzen – das heißt also, alles sollte gründlich gemahlen werden. Am besten nutzt du dazu einen kräftigen Mörser. Wenn alle Gewürze fein gemahlen sind, geht es weiter.


Japanisches Currypulver Schritt 3 Gewürze rösten

3. Schritt

Gebe alle Zutaten in eine Pfanne, die NICHT eingeölt oder gefettet wird. Stelle die Hitze auf mittlere Stufe ein und röste die Mischung unter Rühren ganz leicht an – aber Vorsicht, es verbrennt schnell.


Japanisches Currypulver Schritt 4 fertig

4. Schritt

Schon nach kurzer Zeit ist dein eigenes Currypulver fertig und kann (zum Beispiel) in ein luftdichtes Gefäß abgefüllt werden oder zu einem leckeren Currygericht weiterverarbeitet werden.
Japanisches Currypulver weiterverarbeiten: Möchtest du aus dem Currypulver ein leckeres Kare Raisu kochen, solltest du vorher eine Mehlschwitze (aus 100 g Butter und 50 Mehl) herstellen und unter diese die fertige Gewürzmischung rühren. Dann kannst du den im Rezept (zum Beispiel Kare Raisu – Japanisches Curry mit Reis) als Zutat aufgelisteten Instant-Currywürfel an entsprechender Stelle ersetzen.


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5 Kommentare zu „Japanisches Currypulver selbst herstellen“

  1. Hallo,
    ich würde gern dein Rezept für Kare Raisu ausprobieren, jedoch mit Currypulver statt der Instant-Currywürfel. Ich hab jedoch eine Frage zu der Verwendung des Currypulvers für ein Kare Raisu. Hier steht man soll die Gewürzmischung dafür mit einer Mehlschwitze verrühren. Wie muss ungefähr das Verhältnis zwischen Gewürzmischung und Mehlschwitze sein und wie viel muss ich dann von dieser Mischung für ein Kare Raisu benutzen? Wäre super wenn du mir da helfen könntest.

    Liebe Grüße
    Maria

    1. Hallo Maria,

      vielen Dank noch einmal für deinen Kommentar. Dazu kann ich leider nur ungefähre Angaben bzw. Empfehlungen geben, da meine Mehlschwitze gefühlt jedes Mal anders wird 🙂 Ich würde schätzen, dass auf 50 Gramm Currypulver etwa 80 Gramm Butter plus entsprechend viel Mehl kommen. Du kannst die Mischung aber auch hinterher noch anpassen oder mit Currypulver nachwürzen.

      Ich hoffe, dass dir dies hilft und freue mich parallel, dass dir das Currypulver zusagt – es schmeckt wirklich klasse!

      Liebe Grüße

      Elisa

  2. Hallo,

    sicher das die Mehlschwitze so korrekt ist? Ein Verhältnis von 1:2 (50g Mehl, 100g Butter) auf 500ml hört sich für mich eher nach Wasser mit Butter und Mehl an. Währe ein klassiches Verhältnis von 2/3 oder 1:1 mit obigen Grammangaben auf 250ml nicht sinnvoller?

    Sorry, aber so taugen die Angaben leider gar nicht.

    1. Hallo Martin,

      vielen Dank für deine Frage. Gerne kannst du eine alternative Portionierung der Zutaten für dein Curry vornehmen – ich finde die Konsistenz des fertigen Currygerichts so am besten: Es ist nicht fest und nur leicht angedickt, ideal zu japanischem Reis. Wer die Textur der Currysauce etwas sämiger mag, kann gerne an den Verhältnissen schrauben 🙂

      Liebe Grüße

      Elisa

  3. Hejhej, ich habe das gewürzrezept vervierfacht und kam auf ein erstmal sehr gut riechendes ergebnis (habe zum vergleich die golden curry würfel gekauft). Aber trotz vervierfachung komme ich nur auf knapp 40 gramm. Soll mehl und currypulver tatsächlich fast 1:1 gemischt werden? Zum vergleich: ein kleiner gewürzstreuer zimt ist insgesamt 30g. Wären 50g da nicht sehr viel?
    Liebe grüße
    Arne

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