7 Tage. 7 japanische Abendessen: Eine Woche japanisch kochen (Wochenplan Herbst Edition)

Als wir damals im Herbst 🍂 nach Japan gereist sind, auf unserer Hochzeitsreise, war das Land in diese ganz besondere goldene Stimmung getaucht. Überall raschelte Laub in Rot-, Orange- und Gelbtönen, die Luft war angenehm kühl und aus kleinen Garküchen duftete es nach Dashi, gerösteten Süßkartoffeln und frisch gebrühtem Tee.

Seitdem verbinde ich den japanischen Herbst vor allem mit warmen Schüsseln, langsam geschmorten Gerichten, Pilzen, Kürbis, Ingwer und ganz viel Umami. Die Küche wird wieder etwas herzhafter als im Sommer, ohne schon so schwer zu sein wie an richtig kalten Wintertagen.

Genau diese Stimmung möchte ich mit unserem japanischen Wochenplan für den Herbst nach Hause holen. Für sieben Tage habe ich dir sieben Abendessen zusammengestellt, die gut in die kühlere Jahreszeit passen und trotzdem alltagstauglich bleiben: von schneller Miso Udon und würzigem Buta Shogayaki über Nikujaga und Kare Raisu bis zu einem gemütlichen Nabe fürs Wochenende.

Dabei geht es aber nicht nur um sieben Rezepte. Du erfährst auch, welche Zutaten den japanischen Herbst prägen und welche Zubereitungsarten jetzt besonders gut passen. So kannst du dir eine ganze Woche lang ein bisschen japanischen Herbst auf den Tisch holen, ohne jeden Abend stundenlang in der Küche zu stehen.

Japanischer Wochenplan Herbst

Das erwartet dich diese Woche

Sieben Tage, sieben unterschiedliche Abendessen und trotzdem möglichst wenig Stress in der Küche. Für diesen Herbst Wochenplan habe ich Gerichte ausgewählt, die wärmend, alltagstauglich und typisch für die kühlere Jahreszeit sind. Unter der Woche bleibt es eher unkompliziert, während wir uns am Wochenende etwas mehr Zeit für gemütliche japanische Küche nehmen:

  1. Montag: Miso Udon mit Tofu und Pilzen
  2. Dienstag: Buta Shogayaki mit Reis und Kohl
  3. Mittwoch: Nikujaga
  4. Donnerstag: Kare Raisu
  5. Freitag: Yaki Udon mit Gemüse
  6. Samstag: Mille-Feuille Nabe
  7. Sonntag: Kenchinjiru mit Kabocha no Nimono

Dabei verwenden wir einige Zutaten gleich mehrfach. Reis, Dashi, Sojasauce, Mirin, Udon Nudeln, Pilze und verschiedene Gemüse tauchen an mehreren Tagen wieder auf. Das macht den Einkauf übersichtlicher und sorgt dafür, dass möglichst wenig übrig bleibt.

Später zeige ich dir außerdem, was du schon am Wochenende oder am Vorabend vorbereiten kannst, damit die einzelnen Gerichte unter der Woche noch schneller auf dem Tisch stehen.

Was macht die japanische Herbstküche besonders?

In Japan beginnt mit dem Herbst eine ganz besondere Zeit des Genusses. Nach der feuchten Sommerhitze wird die Luft kühler, das Licht weicher und plötzlich wächst wieder die Lust auf warme Suppen, geschmorte Gerichte und herzhafte Aromen.

Passend dazu gibt es in Japan den Ausdruck Shokuyoku no Aki (食欲の秋), also ungefähr „Herbst des Appetits“. Er beschreibt sehr schön, wie eng die Jahreszeiten und das Essen in Japan miteinander verbunden sind. Denn der Herbst ist gleichzeitig Erntezeit und bringt viele Zutaten mit, auf die man sich jedes Jahr aufs Neue freut.

Besonders typisch sind frischer Reis, Kürbis, Süßkartoffeln, Kastanien, Pilze und Wurzelgemüse. Zusammen werden sie gerne als Aki no Mikaku (秋の味覚) bezeichnet, die „Geschmäcker des Herbstes“.

Japanischer Herbst

Auch die Art zu kochen verändert sich. Während im Sommer kalte Nudeln, leichte Salate und erfrischende Gerichte im Mittelpunkt stehen, dürfen die Aromen jetzt wieder etwas kräftiger werden. Dashi, Miso, Sojasauce und Mirin bilden die Basis für Suppen und Schmorgerichte, Ingwer bringt Wärme und Pilze sorgen für besonders viel Umami.

Genau das findest du auch in unserem Wochenplan wieder. Miso Udon mit Pilzen und Tofu wärmt nach einem langen Montag, Buta Shogayaki bringt Ingwer und kräftige Würze auf den Tisch, während Nikujaga und Kare Raisu für richtiges japanisches Wohlfühlessen sorgen. Am Wochenende wird es mit einem dampfenden Mille-Feuille Nabe besonders gemütlich.

Bevor wir die sieben Abendessen im Detail anschauen, lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf die wichtigsten Zutaten der japanischen Herbstküche und darauf, welche davon du auch für mehrere Gerichte unseres Wochenplans verwenden kannst.

Japanischer Herbst

Typische Zutaten im japanischen Herbst

Die japanische Herbstküche lebt von Zutaten, die erdig, aromatisch und angenehm wärmend sind. Viele davon bekommst du inzwischen auch in Deutschland recht gut. Und wenn ein japanisches Original schwer zu finden ist, gibt es oft eine unkomplizierte Alternative.

Traditionelle Zutat in JapanGute Alternative in Deutschland
Kabocha, japanischer Kürbis mit süßem, nussigem Geschmack und dichter KonsistenzHokkaido Kürbis, ähnlich nussig und für Nimono oder Suppen bestens geeignet
Satsumaimo, japanische Süßkartoffel mit hellerem Fruchtfleisch und feiner Süßehandelsübliche Süßkartoffeln, etwas kräftiger und saftiger
Kuri, japanische KastanienEsskastanien oder Maronen, für herzhafte und süße Herbstgerichte
Matsutake, besonders aromatischer japanischer HerbstpilzShiitake oder Kräuterseitlinge, aromatisch und deutlich leichter erhältlich
Daikon, milder und saftiger japanischer Rettichweißer Rettich oder Mairübe
Gobo, Klettenwurzel mit erdigem AromaSchwarzwurzel, nicht identisch, aber ähnlich kräftig und wurzelig
Nagaimo, japanische Yam-Wurzelje nach Gericht Kartoffel oder Pastinake als praktische Alternative
Shinmai, der neue Reis der Herbsternteguter japanischer Rundkornreis
Kaki, eine der klassischen japanischen HerbstfrüchteKaki oder Sharonfrucht, inzwischen fast überall erhältlich
Yuzu, aromatische Zitrusfrucht mit feiner SäureZitrone oder Limette mit etwas Orangenabrieb

Für unseren Wochenplan brauchen wir natürlich nicht alle diese Zutaten. Besonders oft begegnen uns Pilze, Kohl, Kürbis, Kartoffeln, Zwiebeln, Ingwer und Reis. Das Schöne daran: Viele davon kannst du gleich für mehrere Tage einkaufeSchneide beim Vorbereiten vn und über die Woche hinweg aufbrauchen.

Diese japanischen Basics brauchst du für die Woche

Bei den japanischen Vorratszutaten sieht es ähnlich aus. Einige Basics tauchen in mehreren unserer sieben Abendessen auf und lohnen sich deshalb besonders:

  • Japanischer Rundkornreis (im Shop ansehen)* für Buta Shogayaki, Nikujaga, Kare Raisu und als Beilage zu weiteren Gerichten
  • Sojasauce (im Shop ansehen)* brauchst du unter anderem für Buta Shogayaki, Nikujaga, Yaki Udon und Kenchinjiru
  • Mirin (im Shop ansehen)* bringt die typische milde Süße in Schmorgerichte und Saucen
  • Dashi (im Shop ansehen)* eine wichtige Grundlage für Miso Udon, Nikujaga, Kenchinjiru und Kabocha no Nimono
  • Miso Paste (im Shop ansehen)* natürlich für unsere Miso Udon und auch darüber hinaus perfekt für die kühlere Jahreszeit
  • Udon Nudeln (im Shop ansehen)* brauchen wir gleich zweimal, für Miso Udon und Yaki Udon
  • Golden Curry (im Shop ansehen)* macht unser Kare Raisu am Donnerstag besonders unkompliziert
  • Getrocknete Shiitake (im Shop ansehen)* praktisch für Suppen, Dashi und besonders unser Kenchinjiru
  • Sesamöl (im Shop ansehen)* zum Verfeinern von Gemüse, Suppen und gebratenen Nudeln

Mein Tipp

Schau vor dem Einkauf zuerst in deinen Vorratsschrank. Gerade Sojasauce, Reis, Mirin oder Sesamöl sind vielleicht ohnehin schon da. Die japanischen Basics sind außerdem meist lange haltbar und lassen sich nach dieser Woche für viele weitere Rezepte verwenden.

Wenn du häufiger japanisch kochst, findest du in unserem Guide „Japanische Grundzutaten einfach erklärt“ noch einmal ausführlich, welche Produkte sich dauerhaft im Vorrat lohnen.

So wird im japanischen Herbst gekocht

Mit den kühleren Tagen verändert sich in Japan nicht nur die Auswahl der Zutaten, sondern auch die Art der Zubereitung. Jetzt dürfen Gerichte wieder länger köcheln, Brühen kräftiger schmecken und dampfende Töpfe auf den Tisch kommen.

Besonders typisch für die Herbstküche sind diese Zubereitungsarten:

Nimono: sanft geschmorte Gerichte

Nimono (煮物) sind Gerichte, bei denen Gemüse, Fleisch, Fisch oder Tofu langsam in einer gewürzten Flüssigkeit gegart werden. Häufig kommen dabei Dashi, Sojasauce, Mirin und Sake zum Einsatz.

In unserem Wochenplan begegnet dir diese Art des Kochens gleich mehrfach: Nikujaga ist ein klassisches Schmorgericht mit Kartoffeln und Rindfleisch und auch Kabocha no Nimono lebt davon, dass der Kürbis langsam die Aromen der Brühe aufnimmt.

Nabemono: gemeinsam aus dem heißen Topf

Sobald es draußen kühler wird, beginnt in Japan die Zeit für Nabemono (鍋物). Dabei werden Gemüse, Tofu, Fleisch oder Fisch gemeinsam in einem großen Topf gegart und häufig direkt am Tisch serviert.

Unser Mille-Feuille Nabe am Samstag passt deshalb besonders schön in den Herbst. Kohl und dünn geschnittenes Schweinefleisch werden dicht nebeneinander in den Topf geschichtet und gemeinsam in Brühe gegart. Ein unkompliziertes Essen, das gerade mit mehreren Personen richtig gemütlich wird.

Yaki: braten und rösten

Yaki (焼き) bedeutet ganz allgemein braten, grillen oder rösten. Durch die kräftige Hitze entstehen Röstaromen, die besonders gut zu den etwas herzhafteren Geschmacksrichtungen des Herbstes passen.

Bei unserem Buta Shogayaki wird Schweinefleisch mit einer würzigen Ingwersauce gebraten. Auch die Yaki Udon am Freitag bekommen durch das schnelle Braten in der Pfanne ihren typischen Geschmack.

Mushi: schonend dämpfen

Beim Dämpfen, Mushi (蒸し), werden Zutaten besonders schonend gegart. Die Methode eignet sich hervorragend für Gemüse, Fisch, Tofu oder Eierspeisen und bewahrt viel von ihrer ursprünglichen Textur und ihrem Geschmack.

In unserem Wochenplan spielt das Dämpfen zwar keine Hauptrolle, gehört aber trotzdem zu den klassischen Zubereitungsarten, die gerade bei saisonalen Zutaten häufig eingesetzt werden.

Suppen und Brühen: Wärme für kühle Tage

Auch Suppen und kräftige Brühen gehören für mich unbedingt zur japanischen Herbstküche. Dashi bildet dabei häufig die Grundlage und wird mit Miso, Sojasauce, Pilzen, Tofu oder Wurzelgemüse kombiniert.

Mit Miso Udon am Montag beginnen wir deshalb direkt mit einer wärmenden Nudelsuppe. Am Sonntag schließt Kenchinjiru die Woche mit Tofu, Pilzen und viel Gemüse besonders gemütlich ab.

Gerade diese Mischung macht den Herbst so abwechslungsreich: mal schnell aus der Pfanne, mal langsam geschmort und am Wochenende gemeinsam aus einem dampfenden Topf.

Japanischer Herbst 3

7 Tage, 7 japanische Abendessen für den Herbst

Jetzt geht es an den Herd! Für diesen Wochenplan habe ich sieben japanische Abendessen ausgewählt, die gut zur kühleren Jahreszeit passen und sich trotzdem realistisch in eine normale Woche integrieren lassen.

Unter der Woche starten wir mit eher unkomplizierten Gerichten, die schnell auf dem Tisch stehen oder sich gut vorbereiten lassen. Zum Wochenende wird es dann etwas gemütlicher. Viele Zutaten tauchen dabei mehrfach auf, sodass du nicht für jeden Abend komplett neu einkaufen musst.

Montag: Miso Udon mit Tofu und Pilzen

Montags darf es für mich gerne warm, unkompliziert und schnell sein. Genau dafür sind Miso Udon perfekt: dicke Udon Nudeln treffen auf eine würzige Miso Brühe, Tofu und aromatische Pilze.

Gerade im Herbst liebe ich solche Nudelsuppen besonders. Die Pilze bringen viel Umami, Miso sorgt für einen kräftigen Geschmack und die Udon machen das Gericht angenehm sättigend, ohne dass du dafür lange in der Küche stehen musst.

Damit ist Miso Udon für mich der perfekte Einstieg in unsere japanische Herbstwoche.

  • Zeit: etwa 25 Minuten
  • Herbstfaktor: Pilze, warme Brühe, Miso und viel Umami
  • Mein Vorbereitungstipp: Wenn du getrocknete Shiitake verwendest, kannst du sie bereits morgens oder am Vorabend einweichen. Auch Dashi lässt sich vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Dann musst du am Abend eigentlich nur noch die Suppe zusammensetzen und die Udon Nudeln garen.
  • Praktisch für diese Woche: Kauf ruhig direkt genügend Udon Nudeln ein. Wir brauchen sie am Freitag noch einmal für unsere Yaki Udon.

Dienstag: Buta Shogayaki mit Reis und Kohl

Am Dienstag wird es würzig und richtig schön aromatisch. Buta Shogayaki ist dünn geschnittenes Schweinefleisch, das in einer herzhaften Ingwersauce gebraten und zusammen mit Reis und fein geschnittenem Kohl serviert wird.

Gerade der frische Ingwer macht das Gericht für mich perfekt für den Herbst. Die Sauce verbindet Sojasauce, Mirin und Sake zu diesem typisch süß-salzigen Geschmack, den ich an japanischer Hausmannskost so liebe.

Und obwohl das Ergebnis nach richtigem Wohlfühlessen schmeckt, steht Buta Shogayaki erstaunlich schnell auf dem Tisch.

  • Zeit: etwa 30 Minuten
  • Herbstfaktor: frischer Ingwer, warmes Fleisch, Reis und eine kräftige Umami-Sauce
  • Mein Vorbereitungstipp: Die Ingwersauce kannst du bereits am Vorabend anrühren und im Kühlschrank aufbewahren. Wenn du Reis vorkochst, kannst du ihn portionsweise einfrieren und bei Bedarf wieder erwärmen.
  • Praktisch für diese Woche: Vom Kohl kannst du ruhig mehr kaufen. Wir brauchen ihn am Freitag für Yaki Udon und am Samstag noch einmal für unser Mille-Feuille Nabe.

Mittwoch: Nikujaga

Zur Wochenmitte darf etwas auf den Tisch, das ganz besonders nach japanischer Hausmannskost schmeckt. Nikujaga ist ein klassisches Schmorgericht aus Kartoffeln, Fleisch, Zwiebeln und Möhren, die gemeinsam in einer milden, süß-salzigen Dashi Brühe garen.

Das Gericht ist überhaupt nicht kompliziert und genau das macht seinen Charme aus. Die Kartoffeln nehmen beim Köcheln die Würze von Dashi, Sojasauce und Mirin auf und werden wunderbar weich, während das Fleisch für eine herzhafte Note sorgt.

Für einen kühlen Herbstabend ist Nikujaga für mich genau die richtige Mischung aus unkompliziert und gemütlich.

  • Zeit: etwa 45 Minuten
  • Herbstfaktor: Kartoffeln, Möhren, Dashi und langsames Schmoren
  • Mein Vorbereitungstipp: Zwiebeln und Möhren kannst du bereits vorher schneiden. Nikujaga eignet sich außerdem gut zum Vorbereiten, denn die Aromen können beim Durchziehen noch intensiver werden.
  • Praktisch für diese Woche: Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln brauchst du morgen für Kare Raisu gleich noch einmal. Kauf diese drei Zutaten deshalb direkt für beide Tage zusammen ein.

Donnerstag: Kare Raisu

Donnerstag ist bei uns Comfort-Food-Tag. Kare Raisu, also japanisches Curry mit Reis, ist mild, herzhaft und wunderbar cremig. Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln garen zusammen mit Fleisch oder einer vegetarischen Alternative in einer dicken Currysauce und werden anschließend mit frisch gekochtem Reis serviert.

Japanisches Curry schmeckt dabei ganz anders als viele Currys aus Süd- oder Südostasien. Die Sauce ist eher mild, leicht süßlich und besonders sämig.

Nach Nikujaga am Mittwoch ist Kare Raisu außerdem perfekt für unseren Wochenplan, weil viele frische Zutaten direkt noch einmal zum Einsatz kommen.

  • Zeit: etwa 30 Minuten
  • Herbstfaktor: Kartoffeln, Möhren, warme Currysauce und dampfender Reis
  • Mein Vorbereitungstipp: Schneide beim Vorbereiten von Nikujaga schon etwas mehr Möhren und Zwiebeln. Dann ist ein großer Teil der Arbeit für Donnerstag bereits erledigt.
  • Praktisch für diese Woche: Japanisches Curry lässt sich sehr gut in einer größeren Menge kochen. Wenn etwas übrig bleibt, hast du direkt ein unkompliziertes Mittagessen für den nächsten Tag oder kannst daraus knusprige Kare Pan zubereiten.

Freitag: Yaki Udon mit Gemüse

Freitagabend möchte ich meistens nicht mehr lange am Herd stehen. Deshalb gibt es Yaki Udon: dicke Udon Nudeln, die zusammen mit Gemüse und einer würzigen Umami-Sauce in der Pfanne gebraten werden.

Das Gericht ist perfekt, um Gemüse aufzubrauchen, das von der Woche übrig geblieben ist. Möhren, Kohl, Zwiebeln oder Pilze passen hervorragend hinein. Genau deshalb mag ich Yaki Udon in einem Wochenplan besonders gerne.

Nach der Miso Udon Suppe vom Montag zeigt dieses Gericht außerdem, wie unterschiedlich dieselben Nudeln schmecken können: einmal weich in heißer Brühe, einmal kräftig angebraten aus der Pfanne.

  • Zeit: etwa 20 Minuten
  • Herbstfaktor: Shiitake, Kohl, Röstaromen und eine kräftige Umami-Sauce
  • Mein Vorbereitungstipp: Wenn du noch geschnittenes Gemüse von den vergangenen Tagen übrig hast, kannst du es direkt verwenden. Auch die Sauce lässt sich vorher vorbereiten.
  • Praktisch für diese Woche: Heute kannst du Reste von Kohl, Möhren, Pilzen und Zwiebeln aufbrauchen. So starten wir mit möglichst wenig angebrochenem Gemüse ins Wochenende.

Samstag: Mille-Feuille Nabe

Am Samstag nehmen wir uns etwas mehr Zeit und stellen einen großen dampfenden Topf auf den Tisch. Mille-Feuille Nabe besteht aus abwechselnd geschichtetem Kohl und dünn geschnittenem Schweinefleisch, die gemeinsam in einer würzigen Dashi-Brühe garen.

Der Name erinnert an das französische Mille-Feuille, denn auch hier entstehen viele übereinanderliegende Schichten. Im Topf sieht das nicht nur wunderschön aus, sondern ist gleichzeitig herrlich unkompliziert.

Gerade an kühlen Herbstabenden liebe ich Nabe-Gerichte besonders. Der Topf steht in der Mitte des Tisches (wie bei Shabu Shabu oder Hot Pot), alle bedienen sich und das Essen wird automatisch etwas langsamer und gemütlicher.

  • Zeit: etwa 45 Minuten
  • Herbstfaktor: Kohl, Ingwer, heiße Dashi-Brühe und gemeinsames Essen aus dem Topf
  • Mein Vorbereitungstipp: Kohl und Fleisch kannst du bereits einige Stunden vorher vorbereiten und in den Topf schichten. Bis zum Kochen stellst du ihn einfach abgedeckt in den Kühlschrank. Die Brühe lässt sich ebenfalls vorher anrühren.
  • Praktisch für diese Woche: Dashi, Sojasauce und Sake hast du vermutlich bereits für die vorherigen Tage geöffnet. Damit brauchst du für Samstag nur noch wenige zusätzliche Zutaten.

Sonntag: Kenchinjiru mit Kabocha no Nimono

Am Sonntag beenden wir unsere japanische Herbstwoche etwas ruhiger und gemüsiger. Kenchinjiru ist eine herzhafte japanische Gemüsesuppe mit Tofu, Pilzen und Wurzelgemüse. Dazu gibt es Kabocha no Nimono, weich geschmorten Kürbis in einer würzigen Dashi Brühe.

Für mich passt diese Kombination perfekt zum Sonntag. Nach den etwas kräftigeren Gerichten der vergangenen Tage wird es noch einmal warm und sättigend, aber gleichzeitig angenehm leicht.

Besonders schön finde ich, dass hier viele typische Herbstzutaten zusammenkommen: Pilze, Daikon, Möhren, Tofu und Kürbis. Mit einer kleinen Schale Reis kannst du daraus ganz unkompliziert ein vollständiges Abendessen machen.

  • Zeit: etwa 40 Minuten, wenn du beide Gerichte parallel zubereitest
  • Herbstfaktor: Kürbis, Pilze, Wurzelgemüse, Tofu und warme Dashi Brühe
  • Mein Vorbereitungstipp: Das Gemüse für Kenchinjiru kannst du bereits am Vormittag schneiden. Auch Kabocha no Nimono lässt sich sehr gut vorbereiten und später wieder erwärmen oder lauwarm servieren.
  • Praktisch für diese Woche: Der Sonntag ist perfekt, um noch vorhandene Pilze, Möhren und Dashi aufzubrauchen. Wenn du getrocknete Shiitake verwendet hast, kannst du auch deren Einweichwasser für zusätzliche Tiefe nutzen.

Nach sieben Tagen haben wir ganz unterschiedliche Seiten der japanischen Herbstküche kennengelernt: von wärmenden Miso Udon über Ingwer-Schweinefleisch und langsam geschmortes Nikujaga bis hin zum gemeinsamen Nabe am Wochenende und unserem gemütlichen Sonntagsessen mit Kenchinjiru und Kabocha no Nimono.

Das Praktische daran: Viele Zutaten tauchen im Laufe der Woche immer wieder auf. Reis, Dashi, Sojasauce, Mirin, Pilze, Kohl, Möhren und Zwiebeln brauchst du nicht nur für ein einziges Gericht. Dadurch bleibt der Einkauf überschaubar und angebrochene Zutaten lassen sich direkt weiterverwenden.

Einkaufsliste für deine japanische Herbstwoche

Wenn dein Wochenplan steht, kannst du einen großen Teil des Einkaufs direkt für mehrere Tage erledigen. Gerade die japanischen Grundzutaten sind lange haltbar und kommen in verschiedenen Gerichten der Woche zum Einsatz.

Frisches Fleisch, Tofu und empfindlicheres Gemüse kannst du natürlich auch erst im Laufe der Woche besorgen, wenn das besser zu deinem Einkaufsrhythmus passt.

Japanische Grundzutaten & Vorrat

Diese Zutaten bilden die Basis für unsere sieben Abendessen:

Tipp

Bevor du einkaufen gehst, lohnt sich ein Blick in deinen Vorratsschrank. Gerade Reis, Sojasauce, Mirin, Dashi, Miso und Sesamöl sind lange haltbar und kannst du nach dieser Woche für viele weitere japanische Gerichte verwenden.

Gemüse & frische Zutaten

Für die verschiedenen Gerichte der Woche brauchst du unter anderem:

  • Zwiebeln
  • Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch
  • frischen Ingwer
  • Kartoffeln
  • Möhren
  • Weißkohl oder Spitzkohl
  • Chinakohl
  • Daikon
  • Kabocha oder Hokkaido Kürbis
  • Pilze, zum Beispiel frische Shiitake, Shimeji oder Champignons
  • weiteres Gemüse nach Wahl für Yaki Udon
  • je nach Rezept weitere Wurzelgemüse für Kenchinjiru

Gerade hier lohnt es sich, beim Einkauf schon an mehrere Tage gleichzeitig zu denken. Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln brauchst du zum Beispiel sowohl für Nikujaga als auch für Kare Raisu. Kohl kommt bei Buta Shogayaki, Yaki Udon und unserem Nabe wieder zum Einsatz.

Auch bei den Pilzen kannst du ruhig etwas großzügiger einkaufen. Sie passen hervorragend zu Miso Udon, Yaki Udon und Kenchinjiru.

Fleisch, Tofu & weitere frische Zutaten

  • Schweinefleisch für Buta Shogayaki
  • Rindfleisch für Nikujaga
  • Fleisch oder eine vegetarische Alternative für Kare Raisu
  • dünn geschnittenes Schweinefleisch für Mille-Feuille Nabe
  • Tofu (im Shop ansehen)

Je nach Rezept und persönlichem Geschmack kannst du natürlich einzelne Fleischsorten ersetzen oder Gerichte vegetarisch abwandeln.

Außerdem praktisch

Je nachdem, welche Variante der einzelnen Gerichte du kochst, können zusätzlich sinnvoll sein:

  • Stärke zum leichten Binden von Saucen (im Shop ansehen)
  • Ponzu als Dip zum Nabe
  • zusätzliche Pilze oder Tofu für den Samstag
  • eingelegtes Gemüse als kleine Beilage
  • Frühlingszwiebeln, Sesam oder Shichimi Togarashi zum Garnieren

Du musst also keineswegs für jeden Tag eine komplett neue Zutatenliste einkaufen. Ein gut gefüllter japanischer Vorratsschrank plus einige wiederkehrende frische Zutaten reichen aus, um die ganze Woche abwechslungsreich zu kochen.

So bereitest du die Woche entspannt vor

Ein bisschen Vorbereitung macht die Woche deutlich entspannter:

  • Reis vorkochen und portionsweise einfrieren
  • Dashi vorbereiten und einige Tage im Kühlschrank aufbewahren
  • Möhren, Zwiebeln und Kohl direkt für mehrere Gerichte einplanen
  • Saucen für Buta Shogayaki oder Yaki Udon schon am Vorabend anrühren

Mehr Meal Prep braucht es gar nicht. Viele unserer Gerichte sind ohnehin schnell gemacht oder lassen sich am nächsten Tag problemlos wieder aufwärmen.

Noch einfacher: Japanisch kochen mit unseren Kochboxen

Du möchtest japanisch kochen, aber dir den Einkauf einzelner Spezialzutaten sparen? Dann sind unsere 1mal1japan Kochboxen eine einfache Alternative.

Gerade für gemütliche Herbstabende passen zum Beispiel unsere Miso Ramen Kochbox, die Shabu Shabu Kochbox, unsere Gyoza Kochbox oder die Okonomiyaki Kochbox besonders gut. Darin findest du die wichtigsten japanischen Zutaten bereits passend zusammengestellt und kannst direkt loskochen.

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Ich hoffe, unser Herbst Wochenplan macht dir Lust darauf, in den nächsten Tagen selbst ein bisschen mehr Japan in deine Küche zu holen. Du musst dafür nicht jeden Abend aufwendig kochen: Ein paar gute Grundzutaten, saisonales Gemüse und sieben abwechslungsreiche Rezepte reichen völlig aus. Und vielleicht entdeckst du dabei ja direkt ein neues japanisches Lieblingsgericht. 🍂🇯🇵

Und jetzt bin ich neugierig: Wie würde deine perfekte japanische Woche aussehen? Welches der sieben Gerichte würdest du auf jeden Fall einplanen und welches japanische Rezept fehlt dir noch in unserem Wochenplan? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

Wenn dir diese Woche gefallen hat, findest du bei uns noch viele weitere Ideen:

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