Tempura – 3 Schritte, damit japanisches Frittieren gelingt

Als japanische Tempura werden in einem knusprigen Teig ausgebackene oder frittierte Gemüse, Meeresfrüchte und Hähnchen bezeichnet. Doch sogar Sushi, Ananas und Banane werden im Backteig noch leckerer! Diese 3 Schritte leiten dich ganz leicht durch die richtige Zubereitung von Tempura!

Tempura Titelbild2

Du lernst, (1) den Tempura Teig selbst herzustellen, (2) die richtigen Zutaten und (3) passenden Öle zum Frittieren auszuwählen und den leckersten Dip zu finden! Das vollständige Rezept, das für jede Grundzutat geeignet ist, fasst alle Schritte noch einmal kurz zusammen.


Was dich hier erwartet:

– Inhaltsverzeichnis –


Was ist Tempura?

– Teig, Beilagen und Dipping Sauce –

Tempura – also in einem Tempurateig ausgebackenes oder frittiertes Gemüse, Meeresfrüchte, Fisch oder Hühnchen – werden in sehr vielen Lokalen über ganz Japan hinweg und natürlich auch im Ausland gegessen.

Tempura Menü Titelbild

Zumeist als leckere Hauptspeise, als Beilage oder Topping zu einer Schüssel Reis, Udon Nudeln oder Soba Nudeln.

Als Hauptgang werden sie gerne zusammen mit einem pikanten Dip, einer leichten Sauce oder mit einer Prise Salz als Würzung serviert. Dazu gibt es oft eine Schale Reis und Miso-Suppe. Mehr dazu, welche Beilagen und Saucen am besten passen, zeige ich dir aber erst weiter unten in Beitrag.

Tempura Donburi Tendon Garnele

Am besten lässt Tempura sich damit beschreiben, dass dabei frische Zutaten in einem knusprigen Backteig aus Weizenmehl, Backpulver, Salz und Wasser ausgebacken werden. Vergleichbar ist es als Kochmethode mit Frittieren (bzw. Deep Frying) von panierten Zutaten.

Aufgepasst! Kennst du schon…

… unser beliebtes Kochset für Tempura? Darin enthalten sind alle Zutaten (direkt aus Japan) für die Zubereitung von leckeren selbstgemachten Tempura & eine 56-seitige Anleitung als gebundenes Heft, das dich Schritt für Schritt mit den passenden Fotos und unseren Tipps begleitet.


Mit diesen 3 Schritten einfach japanische Tempura zubereiten!

– Schritt für Schritt-Anleitung –

Du möchtest leckere Tempura wie in Japan selber machen? Die folgende simple Anleitung zeigt dir, wie du sie in 3 einfachen Schritten selber zubereiten kannst!

  1. Tempurateig selber machenzu Schritt 1 springen.
  2. Zutaten für japanisches Tempura vorbereitenzu Schritt 2 springen.
  3. Tempura in Öl frittierenzu Schritt 3 springen.

Im Anschluss an die Schritt für Schritt-Anleitung folgt das zusammenfassende Rezept, das du nicht verpassen solltest!


Tempurateig selber machen.

– 1. Schritt –

Welche Varianten und Rezepte für Tempurateig wir uns ansehen werden:

Neben den Grundzutaten zum Frittieren, die ich dir gleich im zweiten Schritt zeige, ist das Grundrezept für den japanischen Tempurateig die eigentliche Hürde bei der Zubereitung!

Tempurateig

Aber das Rezept ist ganz einfach: Die Tempurapanade besteht aus Tempuramehl (Weizen- und Stärkemehl), Backpulver, etwas Salz und Eiswasser!

Rezept für Tempurateig

Zutaten:

  • 80 g Weizenmehl
  • 15 g Stärkemehl
  • 5 g Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 180 ml Wasser mit 5 Eiswürfeln

Zubereitung:

#1 Für den Tempurateig siebst du das Weizenmehl, Stärkemehl, Backpulver in eine Schüssel und gibst das Salz dazu, dann gut miteinander vermischen.

#2 Danach fügst du das Wasser hinzu (das Wasser muss sehr kalt sein, damit danach auch die Panade kühl ist und perfekt frittiert; lege daher 4 bis 5 Eiswürfel in das kalte Wasser.

#3 Wenn du das Wasser auf die trockenen Zutaten gegeben hast, rührst du die Mischung genau 10-mal mit deinen Kochstäbchen oder einem Schneebesen um.

Das vollständige Rezept für Tempura findest du weiter unten im Beitrag!

Die richtige Konsistenz des japanischen Teigs ist für ein gutes Ergebnis entscheidend. Er sollte nicht übermischt werden, aber trotzdem nicht zu klumpig sein und einige Luftblasen aufweisen.

Und noch einmal: Der Trick, um den perfekten Backteig zum Frittieren zu erreichen, ist ganz einfach: Rühre die Zutaten für den Teig genau 10-mal um! Zähle am besten mit, dann geht nichts schief.

Wenn du gerne bäckst, dann wird das erst einmal ungewohnt sein. Aber sobald du dich überwunden hast und nach 10-mal umrühren aufhörst, wird dich das Ergebnis überzeugen!

Tipp: Wenn du eine große Menge Tempura frittieren möchtest, empfehle ich dir, dass du lieber mehrere kleine Teigportionen herstellst und dann jeweils ganz frisch verwendest.

Alternative #1: Tempurateig kaufen

Für jeden, der gerade erst mit der japanischen Küche in Berührung kommt und sich nicht sofort die Zubereitung eines Tempurateigs zutraut, gibt es eine empfehlenswerte Alternative:

Eine fertige Tempura Teigmischung, die auch Tempurako genannt wird.

Original japanisch ist die Tempuramehlmischung der Firma Showa (auch bei uns im Onlineshop erhältlich):

Tempurako von Showa.

Das Tempurako von Showa ist eine fertige Mehlmischung zur Herstellung eines Tempurateigs.

Zur Zubereitung wird das Mehl ganz einfach mit Wasser angerührt (und die vorbereiteten Zutaten für Tempura darin eintaucht sowie in heißem Öl frittiert):

Tempurateig anrühren

Mehr Details zur Tempurateigmischung von Showa findest du hier bei uns im Onlineshop.

Alternative #2: glutenfreier Tempurateig

Der Frittierteig für Tempura besteht wie oben beschrieben generell aus Weizenmehl, jedoch gibt es auch für Glutenunverträglichkeit eine tolle Alternative: Reismehl (von Bauckhof auf Amazon* kaufen)!

Du möchtest Reismehl lieber selber machen? Dann wird dir diese Anleitung eine geeignete Grundlage dazu bieten.

Tempura Teig kann auch glutenfrei zubereitet werden – mit Reismehl.
Der Teig kann auch glutenfrei zubereitet werden – mit Reismehl. Quelle: HiC / photoAC

Um einen glutenfreien Tempurateig zu machen: Schlage in eine Schüssel ein großes Ei und gebe 150 ml kaltes Wasser hinzu. Verrühre beides mit einem Schneebesen gründlich. Füge anschließend 80 g Reismehl hinzu und verrühre das Mehl mit der Ei-Wasser-Mischung, bis keine Klumpen mehr zu erkennen sind. Bis zum Frittieren stellst du den fertigen Teig am besten in den Kühlschrank (dieses Rezept habe ich übrigens bei JustOneCookbook entdeckt).

Tipp: Der glutenfreie Teig wird etwas dünner als ein Weizenmehlteig und ist beim Essen weniger knusprig, da das Reismehl dazu tendiert, auf den Schüsselboden zu sinken. Daher solltest du den Teig beim Panieren zwischendurch gut umrühren!


Zutaten für japanische Tempura vorbereiten.

– 2. Schritt –

Es gibt unzählige Backteig Varianten! Aber japanische Klassiker sind insbesondere frittiertes Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte, Sushi und Hähnchen.

Wichtig ist dabei, dass die Grundzutaten wirklich frisch sind und ein leckeres Eigenaroma mitbringen.

Immerhin geben die Zutaten mit ihrem eigenen Geschmack den größten Beitrag zum fertigen Gericht. Deswegen ist die absolute Frische dieser Zutaten so wichtig!

Also: Was kann man alles typisch japanisch frittieren?

Für jede Zutat findest du eine passende Anleitung für die richtige Zubereitung unten im zusammenfassenden Rezept!

1. Japanische Gemüse Tempura

Hast du Lust auf frittiertes Gemüse aus Japan?

Dann wirst du

lieben!

Frittierte Süßkartoffel (Satsumaimo)

Süßkartoffel Tempura ist nicht nur als Beilage, sondern auch knuspriger Snack sehr zu empfehlen. Achte dabei darauf, eine wirklich hochwertige und geschmackvolle Süßkartoffel zu kaufen. Sie müssen schön fest und nicht schrumpelig sein.

Für die Zubereitung wird die Süßkartoffel in ½ Zentimeter dicke Scheiben geschnitten, gerne ohne die Kartoffel vorher zu schälen (aber vorher abwaschen!), und dann im japanischen Teig frittiert.

Süßkartoffel Tempura
Süßkartoffel Tempura. Quelle: Cheetah / photoAC

Blumenkohl im Backteig

Eine in Deutschland sehr beliebte Variante ist Blumenkohl im Backteig.

Dieses Gemüse wird in Japan jedoch nur selten angebaut und zubereitet.

Die superknusprig und einzeln ausgebackenen Blumenkohlröschen sind aber wirklich ein echter Genuss und eine tolle Tempura Alternative mit in Deutschland erhältlichen Zutaten!

Die einzelnen Röschen (der Umfang sollte nicht mehr als 4 Zentimeter betragen) vorsichtig voneinander trennen und waschen – dann geht es weiter (gleich zum Rezept springen).

Sollte man Gemüse für Tempura vorkochen? Die Antwort lautet: Nein, denn (1) bei den hohen Temperaturen beim Frittieren wird das Gemüse auf jeden Fall gar und (2) würde das beim Kochen aufgesogene Wasser, den Frittiervorgang stören!

Blumenkohl Tempura
Blumenkohl Tempura. Quelle: HiC / photoAC

Es sind neben Blumenkohl auch andere Sorten wie Brokkoli oder Romanesco im Teigmantel lecker!

Weitere sehr beliebte Gemüse Tempura Varianten sind frittierte Aubergine und Pilze oder Hokkaidokürbis im Frittierteig.

Tempura aus gemischtem, klein geschnittenem Gemüse Kakiage.
Tempura aus gemischtem, klein geschnittenem Gemüse Kakiage. Quelle: MuddyFox /photoAC

2. Lachs Tempura (Lachs im Backteig frittieren)

Lachse – ob als Wildfang oder aus Aquakultur – gehören heute zu den beliebtesten Speisefischen. Das orangerosige bis dunkelrote Fleisch enthält reichlich Omega-3-Fettsäuren.

Lachse kann man roh, gekocht, geräuchert oder gebraten essen – aber vor allem ist Lachs in Backteig mittlerweile eine gefragte Rezeptidee!

Wie es funktioniert?

Für die Zubereitung sollte am besten ein gutes Lachsfilet (bei gefrosteter Ware vorher auftauen!) verwendet werden. Dieses waschen, abtupfen und in circa 2 Zentimeter breite Scheiben schneiden und zusammen mit dem Teig wie im Rezept weiter unten weiter verfahren.

Lachs Tempura
Lachs Tempura. Quelle: ガイム / photoAC

Dazu passt auch sehr gut ein circa 5 Minuten eingekochter Dip aus 5 EL Sojasauce (von Yamasa im Onlineshop ansehen), 5 EL Mirin (von Hinode im Onlineshop ansehen) und 3 EL Zucker oder unsere leckere Teppanyaki Grillsauce!

3. Garnelen Tempura (Shrimps im Teigmantel – Ebiten)

Im Teigmantel ausgebackene Garnelen sind ebenso wie Gemüse und Lachs eine leckere Rezeptidee! Damit alles klappt, empfehle ich etwas größere Tiere zu kaufen, die du problemlos wieder aus dem Frittiertopf gefischt bekommst.

Garnelen Tempura
Garnelen Tempura. Quelle: TTJ / photoAC

Am besten folgst du zur Vorbereitung der Garnelen den Anweisungen aus dem folgenden Video:

4. Sushi im Tempurateig (frittiertes Sushi – Tempura Roll)

Vielleicht ist dir in einer der vielen Sushi Bars in Deutschland oder im Ausland schon mal diese super leckere Sushi Variation untergekommen: Sushi Tempura Roll!

Die Knusprigkeit und leichte Wärme, die vom Teigmantel ausgeht, passt perfekt zur kühlen und frischen Sushi Rolle.

Sushi Tempura
Sushi Tempura. Quelle: sharyn morrow

Und so geht’s:

Für die Zubereitung benötigst du also ein paar fertig zusammengerollte Maki Sushi, die dann vorsichtig im klassischen Tempura Teig zum Frittieren gewendet und schließlich frittiert werden (hier zum Rezept). Rezepte für verschiedene Sushi Varianten gibt es im Internet sicherlich wie Sand am Meer. Daher nutze als Grundlage einfach dein eigenes Lieblingssushirezept – oder, falls du noch keine Idee hast, nehme diese leckere Variante von Reishunger als Vorlage.

5. Hähnchen Tempura (Toriten)

Toriten oder Hähnchen Tempura ist eine regionale Spezialität der Oita-Präfektur auf Kyushu in Japan.

Bei dem knusprigen Teig auf der Außenseite und saftigem und zartem Fleisch (am besten in mundgerechte Stücken geschnittene Hähnchenbrust oder -schenkel, die zuvor für mindestens eine Stunde in 2 EL Sojaauce, einer klein gehackten Knoblauchzehe und 40 g Ingwerstücken mariniert wurden) im Inneren, läuft jedem das Wasser im Munde zusammen (zum Rezept).

Hähnchen Tempura
Hähnchen Tempura. Quelle: nikuQ / photoAC

Am besten passt zum Chicken Tempura der typisch japanische Karashi Senf (von S&B auf Amazon* kaufen) zusammen mit einer würzigen Ponzu Sauce (von Kikkoman auf Amazon* kaufen) als Dip!

Dazu kannst einen frischen japanischen Krautsalat reichen:

6. Süßes Tempura

Eine besondere Empfehlung möchte ich zusätzlich für süßes Tempura aussprechen!

Wer das nicht ausprobiert, der verpasst wirklich etwas…

Dabei werden Früchte (Ananas und Bananen sind ganz besonders lecker!) verwendet, in mundgerechte Stücke geschnitten und im Frittierteig (siehe Rezept), der mit ein bisschen Zucker (circa 1/2 EL Zucker auf 80 g Mehl) verfeinert wird, ausgebacken.

Lecker!

Tempura mit Banane

Tempura in Öl frittieren.

– 3. Schritt –

Nachdem du die Zutaten vorbereitet hast – also das Gemüse und die Meeresfrüchte sind gewaschen, getrocknet und passend klein geschnitten; das Sushi ist fertig gerollt und das Hähnchen mariniert – und der Teig bereitsteht, kann es losgehen mit dem Frittieren!

Tempura Süßkartoffel frittieren in heißem Sesamöl

Tauche die Zutaten einzeln mit Kochstäbchen oder einer Kochzange in die japanische Panade, sodass eine dünne, fast transparente Schicht hängen bleibt.

Anschließend wird zum Beispiel der mit Teig überzogene Champignon in das vorbereitete heiße Öl, das über den gesamten Prozess die gleiche Temperatur behalten sollte, getaucht.

Tempura frittieren

Die Wahl des richtigen Frittieröls solltest du hierbei nicht unterschätzen:

Das richtige Öl zum Frittieren wählen!

Grundsätzlich wird heute fast jedes pflanzliche Öl zum Frittieren verwendet, ob es aus Sojabohnen, Mais oder Disteln gewonnen wird, spielt keine Rolle mehr.

Aber nur Sesamöl hat den richtigen Geschmack und die perfekten Aromen für ein authentisches Tempura!

In Japan wird dafür sehr gerne das Sesamöl von Kadoya verwendet (ist auch bei uns im Shop erhältlich):

Sesamöl von Kadoya.

Dieses dunkle Sesamöl besitzt einen sehr aromatischen Geschmack, der durch das Rösten der Samen vor der Pressung entsteht.

Du findest dieses Sesamöl von Kadoya auch hier bei uns im Shop.

Das Sesamöl kann übrigens mit anderen pflanzlichen Ölen (zum Beispiel Raps- oder Sonnenblumenöl) im Verhältnis 1:5 gemischt verwendet werden, um den sehr hohen Temperaturen erfolgreich standzuhalten.

Zum Schluss ist der letzte Stolperstein, die richtige Zeit abzupassen, damit das Frittiergut knusprig, goldbraun und zart durchgegart wird – einfach himmlisch – aber das lernst du jetzt im Rezept:


Grundrezept für original japanische Tempura.

– für alle Zutaten anwendbar –

Mit diesem originalen Tempura Rezept wird es dir gelingen, die japanische Tempura Panade herzustellen, richtig zu frittieren und eine leckere Sauce anzubieten!

Rezept drucken

Grundrezept für Tempura

Grundrezept für Tempura
Stimmen: 18
Bewertung: 4.94
Sie:
Bitte bewerte das Rezept!
Menüart Hauptgericht
Küchenstil Aus der Pfanne
Schwierigkeit Für Fortgeschrittene
Ernährung vegetarisch
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 25 Minuten
Kalorien p.P. 428kcal
Portionen
Personen
Menüart Hauptgericht
Küchenstil Aus der Pfanne
Schwierigkeit Für Fortgeschrittene
Ernährung vegetarisch
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 25 Minuten
Kalorien p.P. 428kcal
Portionen
Personen
Grundrezept für Tempura
Stimmen: 18
Bewertung: 4.94
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Zutaten

(1) Die Zutaten zum Frittieren (freie Wahl):
  • 200 g Gemüse z.B. Süßkartoffeln, grüne Bohnen, Zucchini oder Aubergine
  • 100 g Fisch z.B. frischer Lachs
  • 100 g Meeresfrüchte z.B. frische Garnelen
  • 100 g Sushi z.B. Maki Sushi
  • 200 g Hähnchenfleisch (Brustfilet oder Schenkel + 2 EL Sojasoße, eine Knoblauchzehe, 40 g Ingwer)
  • 200 g Früchte z.B. Ananas oder Banane (zum Teig 1/2 EL Zucker bei 80 g Mehl hinzufügen)
(2) Für den Tempurateig:
  • 80 g Weizenmehl
  • 15 g Stärkemehl
  • 5 g Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 180 ml Wasser mit 5 Eiswürfeln
(3) Das richtige Öl:
  • reichlich Sesamöl eventuell mit Rapsöl im Verhältnis 1:5
(4) Für die Tentsuyu Sauce:
(5) Die Beilage:

Zubereitung

Die Zutaten für Tempura auswählen und vorbereiten.
  1. Bei Gemüse: Zuerst wäschst, trocknest (oder schälst) und schneidest du das Gemüse in mundgerechte Stücke (ungefähr 1 Zentimeter dick). Die Garnelen kannst du zusätzlich noch etwas einschneiden, damit an ihnen die Panade besser haftet.
  2. Bei Fisch: den Fisch waschen, abtupfen und in circa 2 Zentimeter breite Scheiben schneiden.
  3. Bei Garnelen oder Sushi: Garnelen' oder Sushi'' vorbereiten.
  4. Bei Hähnchen: Hähnchenfleisch waschen und abtupfen. Dann am besten in mundgerechte Stücken schneiden und mindestens für eine Stunde in 2 EL Sojasoße, einer klein gehackten Knoblauchzehe und 40 g Ingwerstückchen im Kühlschrank marinieren.
  5. Bei Früchten: Die Früchte schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  6. Für den Tempurateig siebst du das Weizenmehl, Stärkemehl, Backpulver in eine Schüssel und gibst das Salz dazu (wenn du Früchte frittieren möchtest, füge noch 1/2 EL Zucker hinzu), dann gut miteinander vermischen.
  7. Danach fügst du das Wasser hinzu. Das Wasser muss sehr kalt sein, damit danach auch die Panade kühl ist und perfekt frittiert. Lege daher 4 bis 5 Eiswürfel in das kalte Wasser (bei 180 Milliliter).
  8. Wenn du das Wasser auf die trockenen Zutaten gegeben hast, rührst du die Mischung 10 mal mit deinen Kochstäbchen um. Wirklich nur 10 mal! Zähle dazu mit! Es ist Absicht, dass der Teig danach noch etwas verklumpt und inhomogen ist.
  9. Falls du keine Fritteuse besitzt, frittiere die Tempura in einem kleinen Topf, welcher zu 5 bis 6 Zentimetern mit dem Öl''' gefüllt ist.
  10. Erhitzte das Öl auf circa 200 Grad''''.
  11. Gebe das Gemüse mit deinen Kochstäbchen zuerst kurz in den Tempurateig und danach in das heiße Öl. Pass auf, dass du das Gemüse nicht in das heiße Öl „wirfst“ oder einfach fallen lässt, denn es besteht akute Verbrennungsgefahr! Du kannst es sachte in den Topf gleiten lassen.
  12. Nachdem die Panade goldbraun frittiert ist, nimmst du es heraus und lässt es auf Küchenpapier abtropfen. Wiederhole den Vorgang bis das Gemüse und die anderen Zutaten verbraucht sind oder du keinen Teig mehr hast 😉
  13. In Japan wird üblicherweise eine Tentsuyu-Soße zu Tempura gereicht. Diese kannst du ganz einfach selbst herstellen: Für die Tentsuyu-Soße mischst du die Dashi-Brühe mit Sojasoße und Mirin (statt 25 Milliliter Mirin kannst du auch 25 Milliliter Sake mit einem Esslöffel Zucker vermischen) in einer Schale, die dann als Dip mit auf den Tisch kommt (Tempura werden auch ohne spezielle Soße, nur mit etwas Salz, gegessen; es besteht aber auch die Möglichkeit, sie mit Sojasoße zu servieren).
  14. Angerichtet wird das frittierte Gemüse und der Fisch nach der geschmacklichen Intensität. Du beginnst zuerst mit den milderen Tempura, wie Garnele oder Fisch, und gelangst am Ende zu den intensiven Zusammenstellungen mit Wurzelgemüsen (zum Beispiel Süßkartoffeln).
  15. Fertig - Itadakimasu!
    titelbild_tempura_20161030

Rezepthinweise

'Garnelen vorbereiten: Am besten du folgst dieser Video-Anleitung.

''Sushi vorbereiten: Hier ein leichtes Rezept für leckere Maki Sushi.

'''Das Öl zum Frittieren: Idealerweise verwendest du reines Sesamöl zum Frittieren der Tempura. Dieses gibt es im Asia-Supermarkt oder (von Diamond auf Amazon* kaufen). Es verleiht dem Gemüse einen leckeren Geschmack. Da Sesamöl aber (wenn man die zu verwendende Menge bedenkt) nicht gerade günstig ist, kannst du auch Sesamöl und Rapsöl (oder ein anderes neutrales pflanzliches Öl, aber kein Olivenöl) im Verhältnis 1:4 mischen. Damit hast du immer noch den Sesamgeschmack, aber zu deutlich verbesserten Kosten!

''''Die Temperatur: Wird das erste Frittiergut sofort schwarz, ist es zu heiß und du solltest die Temperatur runterdrehen. Wenn das Gemüse im Topf länger als 1 Minute braucht, bevor es langsam braun wird, ist es zu kühl. Ich habe einen ziemlich alten Herd ohne präzise Temperatureinstellung. Daher stelle ich ihn immer erst auf höchste Stufe und lasse ihn solange an bis ich merke, dass es zu heiß wird, dann schalte ich die Hitze aus - nicht gerade edel, aber es funktioniert. Ich frittiere dann noch für circa 5 Minuten bevor ich den Herd wieder anschalte. Falls du einen temperaturgeregelten Herd hast, beglückwünsche ich dich herzlich, falls nicht, dann hilft nur ausprobieren.

Rezept in neuem Fenster öffnen:

Nicht verpassen:

Du möchtest ein vollständiges japanisches Menü für deine Freunde oder Familie servieren? Befolge diese 3 einfachen Schritte und dir gelingt dein nächster japanischer Abend ganz leicht!


Welche Beilagen, Saucen oder Dips passen am besten zu Tempura?

– Tipp #1 –

Tempura wird zumeist auf einem Teller drapiert und als Hauptspeise gegessen. Dazu wird eine Schüssel Reis und eine Miso-Suppe gereicht:

In dieser Form werden typischerweise gerne verschiedene Würzungen, Saucen und Dips dazu gegessen. Klassischerweise werden Tempura mit einer Prise Salz bestreut und eine leichte Tentsuyu Sauce (ist auch als Tsuyu Sauce oder Dipping Sauce bekannt) dazu serviert.

Sehr beliebt ist dabei das Hon Tsuyu von Kikkoman, das ein Konzentrat aus Dashi Brühe, Mirin und Sojasauce ist:

Hon Tsuyu von Kikkoman.

Das Hon Tsuyu von Kikkoman findest du zusammen mit noch mehr Informationen zur richtigen Anwendung hier bei uns im Shop.

Daneben können je nach Anlass, Jahreszeit und Geschmack viele weitere Dips, Saucen und Öle gereicht werden.

Mögliche Ideen sind:

Glutenfreie Alternative: Verwende für die Tsuyu Sauce statt herkömmlicher Sojasauce eine glutenfreie Tamari Sojasauce (von Kikkoman auf Amazon* kaufen)!


Leckere Rezepte mit Tempura!

– Tipp #2 –

Wer sich mit Tempura etwas weiter vorwagen möchte, findet im Folgenden ein paar leckere Rezeptideen mit Tempura:


Zusammenfassung

Das solltest du unbedingt über japanisches Tempura wissen:

✎ Der Teig für japanisches Tempura besteht aus Tempuramehl (Weizen- und Stärkemehl), Backpulver, etwas Salz und Eiswasser.

✎ Besonders beliebt sind frittiertes Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte, Sushi und Hähnchen – wobei die Frische der Zutaten besonders wichtig ist.

✎ Am besten eignet sich Sesamöl zum Frittieren von Tempura.

✎ Zu Tempura wird üblicherweise Reis, eine Miso-Suppe und eine Tsuyu Dipping Sauce serviert.

Die wichtigsten Rezepte:

Hast du Lust auf noch mehr rund ums Thema Tempura? Dann verpasse nicht:


Ist Tempura wirklich japanisch?

– für Fortgeschrittene –

(Kapitel überspringen)

Tempura ist heute sehr beliebt und eine der beliebtesten Gerichte der japanischen Küche im In- und Ausland. Da ist es vermutlich überraschend, zu erfahren, dass es gar nicht japanisch ist!

Aber aus welchem Land stammt denn dann das Gericht Tempura?

Vermutet wird, dass das Frittieren von Speisen von portugiesischen Missionaren eingeführt wurde. Das ursprüngliche Gericht der Portugiesen ist heute verschwunden, aber es war eine Mahlzeit speziell für die Fastenzeit. In diesen entbehrungsreichen Tagen war es durch die christlichen Konfessionen verboten, Fleisch zu essen. Tatsächlich kommt der Name vom lateinischen „ad tempora cuaresme“, was so viel bedeutet wie „in der Fastenzeit“. Die Japaner hielten dies für den Namen des Gerichts, übernahmen ihn und nennen es seitdem einfach Tempura.

Über die Zeit passten die Japaner das Gericht immer weiter an ihre Bedürfnisse und Gewohnheiten an. Heute sind in Japan zwei Varianten bekannt. Das in Kyoto und Osaka genannte, aber weniger bekannte Tempura ist eine Fischpaste, die mit Stärke, Salz, Sojasauce und Mirin vermischt und frittiert wird. Die zweite Variante sind die uns besser bekannten und auch in Japan weit verbreiteten panierten und frittierten Meeresfrüchte und Gemüsesorten.

Der Einfluss des Buddhismus

Tempura wurde als erstes rund um die Hafenstadt Nagasaki bekannt. Japan war sehr lange Zeit vom Rest der Welt abgeschottet. Der einzige Kontakt bestand durch die Portugiesen, Holländer und chinesischen Händler, die am Hafen von Nagasaki anlegten.

Schon die Idee, die die Ausländer mitbrachten, also etwas zu braten oder zu frittieren war etwas völlig Neues in Japan. Ganz im Gegensatz zu anderen Ländern war es in Japan nicht üblich, Lebensmittel zu braten oder in Öl auszubacken. Und das, obwohl auch im benachbarten China, von dessen kulinarischer Kultur Japan viel übernahm, schon immer Gerichte durch Braten zubereitet wurden.

Eine Erklärung dafür liegt in der Religion Japans begründet. Der Buddhismus, der sich im 6. Jahrhundert in Japan (auch) ausgehenden von China verbreitete, wurde in China selbst wenig ausgeübt. Der Buddhismus war dort weder Staatsreligion, noch orientierte sich die herrschende Bevölkerungsklasse an ihm. Im Gegensatz dazu setzte sich in Japan das vom Buddhismus formulierte Verbot, kein Fleisch zu essen, sofort und umfassend durch.

Zu der Zeit, als die Portugiesen ihre Form des Tempura mit nach Japan brachten, wurde in China zum Braten Schweineschmalz verwendet. In Japan aber war Schweinefett durch das Verbot nicht verfügbar. Zwar waren pflanzliche Öle erhältlich, aber diese wurden in erster Linie als Brennstoff für die Beleuchtung verwendet und die erhältliche Menge war stark begrenzt. Somit setzte sich die Verwendung von Öl und damit auch von Tempura in der Japanischen Küche nur sehr langsam durch.

Das richtige Öl

Ebenso wie Soba oder das klassische Sushi wurde im späten 18. Jahrhundert, um das Jahr 1770 herum, Tempura in Japan, speziell in Edo (heute Tokio), wirklich beliebt. Es wurde am Straßenrand an Imbissen zubereitet und zu bis dahin sehr hohen Preisen verkauft. Die Köche benutzten zum Frittieren zu dieser Zeit Sesamöl, was in Japan zwar kultiviert und gepresst wurde, aber auch sehr teuer war. Es wurde vor allem als sparsame Würzung für Reis verwendet – es literweise zum Braten zu gebrauchen war undenkbar!

Erst als günstigere Öle durch den Anbau von Raps und neue Presstechniken produziert wurden, war der Weg für frittierte Gerichte geebnet. So standen zahlreiche Kunden immer häufiger um die mobilen Imbissstand herum und aßen den Snack ganz ohne Essstäbchen. Die Häppchen – also Fisch, Garnelen und verschiedene Gemüse – wurden auf einen Spieß gesteckt, mit Panade überzogen und ausgebacken: Und plötzlich war Tempura ein preiswerter Snack für jedermann!

Das Finale

Die ersten Restaurants, die sich auf Tempura spezialisierten, kamen im 19. Jahrhundert auf. Schon Mitte des Jahrhunderts standen die ersten Restaurants auf den Listen der lokalen Restaurantführer, was dafürspricht, dass das Gericht schnell auch auf Zuspruch der höher gestellten Japaner stieß. Nach und nach wurde aus dem Snack ein vollständiges Gericht.

Heute ist Tempura eine der am häufigsten bestellten japanischen Lebensmittel in und außerhalb Japans. Es unterscheidet sich von anderen frittierten Gerichten durch seinen leichten Teig, der weniger Fett aufnimmt und keinerlei Brotkrumen enthält. Die in Japan ursprünglich ausländische Mahlzeit ist jetzt ein traditionelles japanisches Gericht!


Unser beliebtes Kochset für Tempura!

Du hast Appetit auf selbstgemachte Tempura bekommen?

Dann verpasse nicht unser beliebtes Kochset mit den wichtigsten japanischen Zutaten für Tempura!

Darin enthalten sind:

✔ Japanisches Tempurako (Tempurateigmischung) von Showa,

Sesamöl (zum Frittieren) von Kadoya,

✔ Hon Tsuyu (Sauce zum Dippen) von Kikkoman plus

56-seitige Anleitung als gebundenes Heft, das dich Schritt für Schritt mit den passenden Fotos und unseren wichtigen Tipps begleitet.

Tempura Kochset

Und nun wünsche ich dir viel Spaß und guten Hunger beim Durchprobieren durch die Tempura-Rezepte!

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2 Kommentare zu „Tempura – 3 Schritte, damit japanisches Frittieren gelingt“

  1. Rascher Viviana

    Danke für Deine Mühe hier liebevoll und ausführlich einen Teil Deiner Kenntnisse zur japanischen Küche mitzuteilen. Deine Darstellungen haben mir sehr gut gefallen und waren vor allem aufschlussreich. Mein nächster Weg ist zum Japaner – Du hast mich neugierig gemacht.

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