Tempura – 3 Schritte, damit japanisches Frittieren gelingt

Als japanische Tempura werden in einem knusprigen Teig ausgebackene oder frittierte Gemüse, Meeresfrüchte und Hähnchen bezeichnet. Doch sogar Sushi, Ananas und Banane werden im Backteig noch leckerer! Diese 3 Schritte leiten dich ganz leicht durch die richtige Zubereitung von Tempura!

Tempura Titelbild2

Du lernst, den Tempura Teig selbst herzustellen, die richtigen Zutaten und passenden Öle zum Frittieren auszuwählen und den leckersten Dip zu finden! Das vollständige Rezept, das für jede Grundzutat geeignet ist, fasst alle Schritte noch einmal kurz zusammen.


Was dich hier erwartet:

– Inhaltsverzeichnis –


Was ist Tempura?

– Teig, Beilagen und Dipping Sauce –

Tempura – also in einem Tempurateig schnell ausgebackenes oder frittiertes Gemüse, Meeresfrüchte, Fisch oder Hühnchen – werden in sehr vielen Restaurants über ganz Japan hinweg und natürlich auch im Ausland gegessen.

Am besten lässt Tempura sich damit beschreiben, dass dabei frische Zutaten in einem knusprig-krossen Backteig aus Weizen- oder Reismehl, Stärke, Backpulver, Salz und Wasser in heißem Öl ausgebacken werden. Vergleichbar ist es als Kochmethode mit Frittieren (bzw. Deep Frying) von panierten Zutaten.

Am beliebtesten ist es, Tempura als knusprige Beilage zu oder auf einer Schüssel klebrigen weißen Reis (das Rezept für japanischen Klebreis findest du im letzten Abschnitt) zu servieren (auch als „Tendon“ bezeichnet). Dazu gibt es oft eine leichte Miso Suppe.

Tempura Donburi Tendon Garnele

Als Hauptgang werden sie gerne mit einer Prise Salz als Würzung zusammen mit einer leichten Dipping Sauce gereicht. Diese Sauce wird Tsuyu (oder auch Tentsuyu) genannt und besteht aus Dashi-Brühe (ein Fond aus Kombu und Katsuobushi), Mirin (süßer Reiswein) und Sojasauce. Daneben können je nach Anlass, Jahreszeit und Geschmack viele weitere Dips, Saucen und Öle gereicht werden. Mögliche Ideen sind Ponzu (zitronenbasierte Würzsauce), Karashi (japanischer Senf) oder Wasabi (japanischer Meerrettich).

Tempura essen, aber wo?

Der beste Ort, um Tempura zu probieren, sind natürlich japanische Restaurants, die auf Tempura (auch Tempura-ya genannt) spezialisiert sind – idealerweise direkt in Japan. Bei Tempura-ya handelt es sich um erstklassige und hochpreisige Restaurants, in denen die Kunden häufig direkt an der Theke sitzen und dabei zusehen, wie der Koch ein Tempurastück nach dem anderen zubereitet.

Tempura Menü Titelbild

Eine Mahlzeit in einer solchen gehobenen Einrichtung kostet in der Regel circa 5.000 Yen (40 Euro) oder sogar mehr. Günstigere Tempura-ya, wo ein Tempura-Set normalerweise 800 bis 3.000 Yen (7 bis 25 Euro) kostet (zum Beispiel bei der Kette „Tenya“ in Tokyo), sind in Japan aber nicht weniger beliebt.

In einfachen, sogenannten Familienrestaurants gibt es Tempura zu einer Schale Reis. Dort liegen die Preise bei etwa 800 Yen pro Portion. Aber auch Supermärkte in Japan verkaufen einzelne Tempurastücke zur Selbstbedienung für etwa 100 bis 400 Yen pro Stück.

Jedem, der gerade keine Reise nach Japan plant, empfehle ich, ganz einfach selbst Tempura zuhause zu kochen. Und genau damit beginnen wir jetzt!


Mit diesen 3 Schritten einfach japanische Tempura zubereiten!

– Schritt für Schritt-Anleitung –

Du möchtest leckere Tempura wie in Japan selber machen? Die folgende simple Anleitung zeigt dir, wie du sie in 3 einfachen Schritten selber zubereiten kannst!

  1. Tempurateig selber machenzu Schritt 1 springen.
  2. Zutaten für japanisches Tempura vorbereitenzu Schritt 2 springen.
  3. Tempura in Öl frittierenzu Schritt 3 springen.

Im Anschluss an die Schritt für Schritt-Anleitung folgt das zusammenfassende Rezept, das du nicht verpassen solltest!

Aufgepasst! Kennst du schon…

… unser beliebtes Kochset für Tempura? Darin enthalten sind alle Zutaten (direkt aus Japan) für die Zubereitung von leckeren selbstgemachten Tempura & eine 56-seitige Anleitung als gebundenes Heft, das dich Schritt für Schritt mit den passenden Fotos und unseren Tipps begleitet.


Tempurateig selber machen.

– 1. Schritt –

Welche Varianten und Rezepte für Tempurateig wir uns ansehen werden:

Neben den Grundzutaten zum Frittieren, die ich dir gleich im zweiten Schritt zeige, ist das Grundrezept für den japanischen Tempurateig die eigentliche Hürde bei der Zubereitung!

Tempurateig

Aber das Rezept ist ganz einfach: Die Tempurapanade besteht aus Tempuramehl (Weizen- und Stärkemehl), Backpulver, etwas Salz und Eiswasser!

Rezept für Tempurateig

Zutaten:

  • 80 g Weizenmehl
  • 15 g Stärkemehl
  • 5 g Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 180 ml Wasser mit 5 Eiswürfeln

Zubereitung:

#1 Für den Tempurateig siebst du das Weizenmehl, Stärkemehl, Backpulver in eine Schüssel und gibst das Salz dazu, dann gut miteinander vermischen.

#2 Danach fügst du das Wasser hinzu (das Wasser muss sehr kalt sein, damit danach auch die Panade kühl ist und perfekt frittiert; lege daher 4 bis 5 Eiswürfel in das kalte Wasser).

#3 Wenn du das Wasser auf die trockenen Zutaten gegeben hast, rührst du die Mischung genau 10-mal mit deinen Kochstäbchen oder einem Schneebesen um. Der Teig ist fertig gerührt, sobald dieser Blasen wirft und nur noch wenige Klumpen vorhanden sind – dies sollte nach circa 10 bis 15 Sekunden kräftigem Rühren erreicht sein.

Das vollständige Rezept für Tempura findest du weiter unten im Beitrag!

Die richtige Konsistenz des japanischen Teigs ist für ein gutes Ergebnis entscheidend. Er sollte nicht übermischt werden, aber trotzdem nicht zu klumpig sein und einige Luftblasen aufweisen.

Der Trick, um den perfekten Backteig zum Frittieren zu erreichen, ist ganz einfach: Rühre die Zutaten für den Teig genau 10-mal um! Zähle am besten mit, dann geht nichts schief.

Wenn du gerne bäckst, dann wird das erst einmal ungewohnt sein. Aber sobald du dich überwunden hast und nach 10-mal umrühren aufhörst, wird dich das Ergebnis überzeugen!

Tipp: Wenn du eine große Menge Tempura frittieren möchtest, empfehle ich dir, dass du lieber mehrere kleine Teigportionen herstellst und dann jeweils ganz frisch verwendest.

Alternative #1: Tempurateig kaufen

Für jeden, der gerade erst mit der japanischen Küche in Berührung kommt und sich nicht sofort die Zubereitung eines Tempurateigs zutraut, gibt es eine empfehlenswerte Alternative:

Eine fertige Tempura Teigmischung, die auch Tempurako genannt wird.

Original japanisch ist die Tempuramehlmischung der Firma Showa (auch bei uns im Onlineshop erhältlich):

Tempurako von Showa.

Das Tempurako von Showa ist eine fertige Mehlmischung zur Herstellung eines Tempurateigs.

Zur Zubereitung wird das Mehl ganz einfach mit Wasser angerührt (und die vorbereiteten Zutaten für Tempura darin eintaucht sowie in heißem Öl frittiert):

Tempurateig anrühren

Mehr Details zur Tempurateigmischung von Showa findest du hier bei uns im Onlineshop.

Alternative #2: glutenfreier Tempurateig

Der Frittierteig für Tempura besteht wie oben beschrieben generell aus Weizenmehl, jedoch gibt es auch für Glutenunverträglichkeit eine tolle Alternative: Reismehl!

Du möchtest Reismehl lieber selber machen? Dann wird dir diese Anleitung eine geeignete Grundlage dazu bieten.

Um einen glutenfreien Tempurateig zu machen: Schlage in eine Schüssel ein großes Ei und gebe 150 ml kaltes Wasser hinzu. Verrühre beides mit einem Schneebesen gründlich. Füge anschließend 80 g Reismehl hinzu und verrühre das Mehl mit der Ei-Wasser-Mischung, bis keine Klumpen mehr zu erkennen sind. Bis zum Frittieren stellst du den fertigen Teig am besten in den Kühlschrank (dieses Rezept habe ich übrigens bei JustOneCookbook entdeckt).

Tipp: Der glutenfreie Teig wird etwas dünner als ein Weizenmehlteig und ist beim Essen weniger knusprig, da das Reismehl dazu tendiert, auf den Schüsselboden zu sinken. Daher solltest du den Teig beim Panieren zwischendurch gut umrühren!


Zutaten für japanische Tempura vorbereiten.

– 2. Schritt –

In Japan gibt es eine Vielzahl an leckeren Tempuravarianten. Sie reichen von herzhaften über ausgefallene bis hin zu süßen Sorten. Doch was ist bei der Auswahl der Zutaten für Tempura zu beachten und wie werden sie richtig zum Frittieren vorbereitet?

Japan ist ein Paradies für jeden, der Tempura liebt. Die reichhaltige Auswahl in einem spezialisierten Tempurarestaurant lässt das Liebhaberherz schnell höherschlagen.

Auf den dortigen Speisekarten stehen vor allem echte Klassiker: Das sind frittiertes Gemüse und Obst (zum Beispiel Süßkartoffel, Aubergine, Shiitake, Kürbis, Banane, Ananas), Fisch, Meeresfrüchte, Sushi und Hähnchen.

Einen besonders hohen Stellenwert nimmt bei den japanischen Köchen vor allem die Frische der Grundzutaten ein. Denn nur frische Lebensmittel bringen – speziell bei der Tempurazubereitung – ein leckeres Eigenaroma mit. Immerhin liefern die Zutaten mit ihrem eigenen Geschmack den größten Beitrag zum fertigen Gericht. Deswegen ist eine absolute Frische und hohe Qualität so wichtig!

Also, was kann man alles typisch japanisch frittieren?

Meine Tempura Klassiker:

Tempura Zutaten

Für jede Zutat findest du eine passende Anleitung für die richtige Zubereitung unten im zusammenfassenden Rezept!

1. Gemüse Tempura

Hast du Lust auf frittiertes Gemüse aus Japan?

Dann wirst du diese Sorten lieben:

Süßkartoffel (Satsumaimo)

Süßkartoffeln (oder auch japanischen „Satsumaimo“) wurden ursprünglich in Kagoshima, das früher Satsuma genannt wurde, angebaut. Sie sind in Japan ein beliebtes Wintergemüse, das sowohl in süßen als auch in herzhaften Gerichten verwendet wird.

Süßkartoffel Tempura

Satsumaimo werden in Japan oft einfach als Snack namens „Yakiimo“ angeboten, wobei die Süßkartoffel gegrillt, geschält und dann gegessen wird. Die süße Kartoffel kann auch in Suppen, Eintöpfen oder in japanischem Curry Verwendung finden. Aufgrund ihrer natürlichen Süße werden sie auch zu Süßspeisen verarbeitet: „Daigakuimo“ ist zum Beispiel ein Gericht aus kandierten Süßkartoffeln.

Besonders beliebt ist in Japan, Satsumaimo als Tempura anzubieten! Dazu wird die Süßkartoffel gründlich geschält und anschließend mit einem scharfen, großen Messer in circa 5mm breite Scheiben geschnitten. Die beiden Enden werden nicht weiter benötigt.

Achte beim Kauf darauf, eine wirklich hochwertige und geschmackvolle Süßkartoffel zu kaufen. Sie müssen schön fest und nicht schrumpelig sein.

Süßkartoffel Tempura

Buschbohnen (Ingenmame)

Bohnen sind in Japan ein wesentliches und alltägliches Grund-nahrungsmittel. Die wichtigsten sind natürlich Sojabohnen, die zu Miso-Paste, Tofu, Sojasauce und noch mehr verarbeitet werden. Für Tempura werden jedoch am liebsten frische Buschbohnen verwendet!

Buschbohnen Tempura

Buschbohnen eignen sich für die Zubereitung von Tempura ganz besonders gut, da sie eine schöne gerade Form besitzen und ihr Inneres nach dem Frittieren eine wahre Geschmacksexplosion hervorbringt. Außerdem sind sie aufgrund ihrer guten Handhabbarkeit vor allem (aber nicht nur) für Anfänger in Sachen Tempura geeignet.

Um Buschbohnen für Tempura vorzubereiten, werden diese zuerst gründlich gewaschen. Danach werden mit einem Messer jeweils die Enden abgeschnitten, die nicht weiter verwendet werden. In der Länge müssen die Bohnen (je nach Topfgröße) nicht gekürzt werden.

Buschbohnen Tempura

Sollte man Gemüse für Tempura vorkochen? Die Antwort lautet: Nein, denn (1) bei den hohen Temperaturen beim Frittieren wird das Gemüse auf jeden Fall gar und (2) würde das beim Kochen aufgesogene Wasser, den Frittiervorgang stören!

Pilze (Kinoko)

Pilze werden in Japan „Kinoko“ genannt. In der japanischen Küche werden viele verschiedene Pilze verwendet. Einige der beliebtesten sind: Shiitake, Bunashimeji und Enoki. Da in Deutschland vor allem Champignons erhältlich sind, verwende ich für Tempura diese Sorte!

Pilze Tempura

In Japan ist eine große Auswahl an geschmackvollen Pilzen in jedem Supermarkt selbstverständlich. Besonders oft werden die verschiedenen Sorten gekocht oder gegrillt zu Reis angeboten oder in sogenannten „Nabe“ Gerichten (auch als „Hot Pot“ bekannt) verwendet. Champignons sind in Japan weniger bekannt, in Europa sind sie hingegen sehr beliebt. Die Schritte zur Vorbereitung der Pilze für Tempura sind jedoch für alle Sorten gleich durchzuführen.

Bevor die Pilze als Tempura zubereitet werden können, werden sie vorsichtig (zum Beispiel mit einem Küchentuch) vom Schmutz befreit und dann in mundgerechte Stücke geschnitten (Champignons können halbiert, geviertelt oder als ganze Köpfe frittiert werden).

Pilze Tempura

2. Fisch (Sakana – zum Beispiel Lachs)

Lachse – ob als Wildfang oder aus Aquakultur – gehören heute zu den beliebtesten Speisefischen. Das orangerosige bis dunkelrote Fleisch enthält reichlich Omega-3-Fettsäuren.

Lachse kann man roh, gekocht, geräuchert oder gebraten essen – aber vor allem ist Lachs in Backteig mittlerweile eine gefragte Rezeptidee!

Wie es funktioniert?

Für die Zubereitung sollte am besten ein gutes Lachsfilet (bei gefrosteter Ware vorher auftauen!) verwendet werden. Dieses waschen, abtupfen und in circa 2 Zentimeter breite Scheiben schneiden und zusammen mit dem Teig wie im Rezept weiter unten weiter verfahren.

Dazu passt auch sehr gut ein circa 5 Minuten eingekochter Dip aus 5 EL Sojasauce (von Yamasa im Onlineshop ansehen), 5 EL Mirin (von Hinode im Onlineshop ansehen) und 3 EL Zucker oder unsere leckere Teppanyaki Grillsauce!

3. Meeresfrüchte (zum Beispiel Garnelen oder Shrimps – Ebi)

Meeresfrüchte und Fisch sind ein Muss in der japanischen Küche. Seit jeher werden vor allem Garnelen (auch „Ebi“) auf vielfältige Weise verarbeitet und zubereitet: Ob roh, gegrillt, gedünstet oder frittiert – da gibt es keine Grenzen im Land der aufgehenden Sonne.

Die Vorbereitung von frischen Garnelen ist recht aufwendig und sollte für ein perfektes Ergebnis von geübter Hand ausgeführt werden:

Garnelen Tempura
Garnelen Tempura. Quelle: TTJ / photoAC

Am besten folgst du zur Vorbereitung von fischen Garnelen den Anweisungen aus dem folgenden Video:

Zudem sind wirklich frische Meeresfrüchte in den Gegenden Europas ohne Meereszugang nur schwer erhältlich. Daher sind küchenfertig vorbereitete Cocktail-Garnelen eine gute Alternative, die sich auch bestens für Tempura eignen!

Wichtig: Keine Tiefkühlware wegen des hohen Wasseranteils verwenden, da diese bei den hohen Temperaturen beim Frittieren im Topf nahezu explodiert.

Zur Vorbereitung werden die Garnelen unter fließendem Wasser abgewaschen und mit einem Küchentuch trocken getupft. Bis zur weiteren Verarbeitung sollten die Garnelen kühl gestellt werden.

Garnelen Tempura

4. Sushi im Tempurateig (frittiertes Sushi – Tempura Roll)

Vielleicht ist dir in einer der vielen Sushi Bars in Deutschland oder im Ausland schon mal diese super leckere Sushi Variation untergekommen: Sushi Tempura Roll!

Die Knusprigkeit und leichte Wärme, die vom Teigmantel ausgeht, passt perfekt zur kühlen und frischen Sushi Rolle.

Sushi Tempura
Sushi Tempura. Quelle: sharyn morrow

Und so geht’s:

Für die Zubereitung benötigst du also ein paar fertig zusammengerollte Maki Sushi, die dann vorsichtig im klassischen Tempura Teig zum Frittieren gewendet und schließlich frittiert werden (hier zum Rezept). Rezepte für verschiedene Sushi Varianten gibt es im Internet sicherlich wie Sand am Meer. Daher nutze als Grundlage einfach dein eigenes Lieblingssushirezept – oder, falls du noch keine Idee hast, nehme diese leckere Variante von Reishunger als Vorlage.

5. Hähnchen Tempura (Toriten)

Toriten oder Hähnchen Tempura ist eine regionale Spezialität der Oita-Präfektur auf Kyushu in Japan.

Bei dem knusprigen Teig auf der Außenseite und saftigem und zartem Fleisch (am besten in mundgerechte Stücken geschnittene Hähnchenbrust oder -schenkel, die zuvor für mindestens eine Stunde in 2 EL Sojaauce, einer klein gehackten Knoblauchzehe und 40 g Ingwerstücken mariniert wurden) im Inneren, läuft jedem das Wasser im Munde zusammen (zum Rezept).

Hähnchen Tempura
Hähnchen Tempura. Quelle: nikuQ / photoAC

Am besten passt zum Chicken Tempura der typisch japanische Karashi Senf (von S&B auf Amazon* kaufen) zusammen mit einer würzigen Ponzu Sauce (von Kikkoman auf Amazon* kaufen) als Dip!

Dazu kannst du einen frischen japanischen Krautsalat reichen:

6. Süßes Tempura

In Japan gibt es eine Vielzahl an Früchten, die in den letzten Jahrzehnten aus dem Ausland eingeführt wurden: Zum Beispiel Erdbeeren, Weintrauben, Melonen und auch Bananen. Am häufigsten begegnet man in Japan Früchten als Dessert am Ende einer Mahlzeit.

Das Obst wird oft ganz schlicht (also geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten) auf einem Teller serviert. Eine besonders beliebte Dessertvariante in Japan – wie auch im Ausland – ist außerdem eine im Tempurateig ausgebackene Banane. Diese wird dann gerne zusammen mit einer süßen Sauce zum Dippen oder einer Portion Eiscreme (oder beidem) angeboten.

Dazu wird eine reife Banane zuerst geschält und dann in kleine Stücke je nach Belieben geschnitten. Die Banane sollte dann nicht lange offen stehen bleiben, sondern schnellstmöglich mit Tempurateig überzogen und frittiert werden.

Wer das nicht ausprobiert, der verpasst wirklich etwas…

Tempura mit Banane

Tempura in Öl frittieren.

– 3. Schritt –

Nachdem du die Zutaten vorbereitet hast – also das Gemüse und die Meeresfrüchte sind gewaschen, getrocknet und passend klein geschnitten; das Sushi ist fertig gerollt und das Hähnchen mariniert – und der Teig bereitsteht, kann es losgehen mit dem Frittieren!

Tempura Süßkartoffel frittieren in heißem Sesamöl

Für das Frittieren der Tempura werden die vorbereiteten Zutaten einzeln mit Kochstäbchen oder einer Gabel in den Tempurateig getaucht, sodass eine dünne, fast transparente Schicht des Teigs haften bleibt.

Anschließend wird zum Beispiel die mit Teig überzogene Garnele oder Süßkartoffelscheibe in das vorbereitete heiße Öl, das über den gesamten Prozess eine Temperatur zwischen 160°C bis 180°C behalten sollte, getaucht. So erhalten die Tempura eine besonders dünne, knusprige Hülle und schließen den leckeren Geschmack der frischen Zutaten in ihrem Inneren ein.

Tempura frittieren

Die Wahl des richtigen Frittieröls solltest du hierbei nicht unterschätzen:

Das richtige Öl für Tempura wählen!

Grundsätzlich wird heute fast jedes pflanzliche Öl zum Frittieren verwendet, ob es aus Sojabohnen, Mais oder Disteln gewonnen wird, spielt keine Rolle mehr.

Aber nur Sesamöl hat den richtigen Geschmack und die perfekten Aromen für ein authentisches Tempura!

In Japan wird dafür sehr gerne das Sesamöl von Kadoya verwendet (ist auch bei uns im Shop erhältlich):

Sesamöl von Kadoya.

Dieses dunkle Sesamöl besitzt einen sehr aromatischen Geschmack, der durch das Rösten der Samen vor der Pressung entsteht.

Du findest dieses Sesamöl von Kadoya auch hier bei uns im Shop.

Das Sesamöl kann übrigens mit anderen pflanzlichen Ölen (zum Beispiel Raps- oder Sonnenblumenöl) im Verhältnis 1:4 gemischt verwendet werden, um den sehr hohen Temperaturen erfolgreich standzuhalten.

Was die Zeit zum Ausbacken im Öl angeht, gibt es keine allgemeingültige Antwort. Einige Köche in Japan setzen auf mehrere Minuten, damit alles schön saftig bleibt. Andere tauchen die Zutaten wiederum nur ein paar Sekunden ins Öl, damit das Frittierfett nicht den Eigengeschmack überlagert.

Ich empfehle eine Fritterzeit von 3 Minuten bzw. bis die Panade kleine Blasen wirft und goldbraun gebraten ist.


Welche Beilagen, Saucen oder Dips passen am besten zu Tempura?

– Tempura richtig servieren –

Tempura richtig zu servieren, bedeutet, jeweils eine passende Beilage und Sauce auszuwählen und vorzubereiten.

In Japan gibt es für wenige hundert Yen ein leckeres Tempura-Set, zu welchem eine Schale frisch gekochter Reis plus Miso-Suppe und eine kleine Schüssel mit Tentsuyu Sauce zum Dippen der Tempura serviert werden.

Diesen typischen Tempura-Menü-Klassiker gibt es nicht nur in japanischen Restaurants – auch für zuhause ist es eine authentische Zusammenstellung, zum Beispiel für ein Abendessen unter Freunden.

Die passenden Rezepte findest du hier:

Typischerweise werden Tempura gerne zusammen mit verschiedenen Würzungen, Saucen und Dips gegessen. Klassischerweise werden Tempura allerdings nur mit einer Prise Salz bestreut und eine leichte Tentsuyu Sauce (ist auch als Tsuyu Sauce oder Dipping Sauce bekannt) dazu serviert.

Sehr beliebt ist dabei das Hon Tsuyu von Kikkoman, das ein Konzentrat aus Dashi Brühe, Mirin und Sojasauce ist:

Hon Tsuyu von Kikkoman.

Das Hon Tsuyu von Kikkoman findest du zusammen mit noch mehr Informationen zur richtigen Anwendung hier bei uns im Shop.


Grundrezept für original japanische Tempura.

– für alle Zutaten anwendbar –

Mit diesem originalen Tempura Rezept wird es dir gelingen, die japanische Tempura Panade herzustellen, richtig zu frittieren und eine leckere Sauce anzubieten!

Aufgepasst! Kennst du schon…

… unser beliebtes Kochset für Tempura? Darin enthalten sind alle Zutaten (direkt aus Japan) für die Zubereitung von leckeren selbstgemachten Tempura & eine 56-seitige Anleitung als gebundenes Heft, das dich Schritt für Schritt mit den passenden Fotos und unseren Tipps begleitet.

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Grundrezept für Tempura

Grundrezept für Tempura
Stimmen: 19
Bewertung: 4.95
Sie:
Bitte bewerte das Rezept!
Menüart Hauptgericht
Ideal zum Abendessen
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 25 Minuten
Kalorien p.P. 428kcal
Portionen
2 Portionen
Menüart Hauptgericht
Ideal zum Abendessen
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 25 Minuten
Kalorien p.P. 428kcal
Portionen
2 Portionen
Grundrezept für Tempura
Stimmen: 19
Bewertung: 4.95
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Zutaten

(1) Zutaten zum Frittieren (rechne pro Person ca. 350g):
  • Gemüse (z.B. Süßkartoffeln, grüne Bohnen, Pilze, Kürbis oder Aubergine)
  • Fisch (z.B. frischer Lachs)
  • Meeresfrüchte (z.B. frische oder küchenfertige Garnelen)
  • Sushi (z.B. Maki Sushi)
  • Hähnchenfleisch (am besten Brustfilet oder Schenkel, vorher in 2 EL Sojasauce, eine fein gehackten Knoblauchzehe und 40 g Ingwer marinieren)
  • Früchte (z.B. Ananas oder Banane (zum Teig 1/2 EL Zucker auf 100g Mehl hinzufügen)
(2) Für den selbstgemachten Tempurateig (alternativ eine fertige Tempurateigmischung – siehe Rezepthinweise – verwenden):
  • 160 g Weizenmehl
  • 30 g Stärkemehl
  • 10 g Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 360 ml Wasser (mit 10 Eiswürfeln)
(3) Öl zum Frittieren:
  • 100 ml Sesamöl (siehe Rezepthinweise)
  • 400 ml Rapsöl (oder ein anderes neutrales, hocherhitzbares Öl)
(4) Für die Tentsuyu Dipping Sauce (alternativ Hon Tsuyu – siehe Rezepthinweise – verwenden):
(5) Die Beilage (optional):
  • 2 Portionen Reis (für Rezept hier anklicken)
  • 2 Portionen Miso Suppe (für Rezept hier anklicken)

Zubereitung

Die Grundzutaten für Tempura auswählen und vorbereiten:
  1. Gemüse: Zuerst wäschst, trocknest (oder schälst) und schneidest du das Gemüse in mundgerechte Stücke. Süßkartoffeln, Kürbisse und Auberginen sollten in 5mm breite Scheiben geschnitten werden.
    Rezept Tempura Süßkartoffel vorbereiten
  2. Bei grünen Bohnen reicht es, die Enden zu entfernen.
    Rezept Tempura Bohnen vorbereiten
  3. Pilze können als ganze Köpfe, halbiert oder geviertelt werden.
    Rezept Tempura Pilze vorbereiten
  4. Fisch, Meeresfrüchte oder Sushi: Den Fisch (zum Beispiel Lachs) und die Meeresfrüchte (etwa Garnelen) waschen und abtupfen (sowie bei Fisch: in circa 2cm breite Scheiben schneiden). Bei frischen Garnelen (siehe Rezepthinweise) kannst du zusätzlich noch etwas einschneiden, damit an ihnen die Panade besser haftet. Sushi vorbereiten (siehe Rezepthinweise).
    Rezept Tempura Garnelen vorbereiten
  5. Hähnchen: Hähnchenfleisch waschen und abtupfen. Dann am besten in mundgerechte Stücken schneiden und mindestens für eine Stunde in einer Marinade aus 2 EL Sojasauce, einer klein gehackten Knoblauchzehe und 40g klein gehacktem Ingwer im Kühlschrank einlegen.
  6. Früchte: Die Früchte schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
    Rezept Tempura Banane vorbereiten
  7. Die Grundzutaten bis zum Frittieren in den Kühlschrank stellen.
    Rezept Tempura Grundzutaten vorbereiten
Den Tempurateig zubereiten:
  1. Für den Tempurateig siebst du das Weizenmehl, Stärkemehl und Backpulver in eine Schüssel und gibst das Salz dazu (wenn du Früchte frittieren möchtest, füge noch 1/2 EL Zucker auf 100 g Weizenmehl hinzu), dann gut miteinander vermischen.
    Rezept Tempura Teig vorbereiten Mehl
  2. Danach fügst du das Wasser hinzu. Das Wasser muss sehr kalt sein, damit danach auch die Panade kühl ist und perfekt frittiert. Lege daher 10 Eiswürfel in das kalte Wasser (bei 180 Milliliter).
    Rezept Tempura Teig vorbereiten Wasser
  3. Wenn du das Wasser hinzugefügt hast, rührst du die Mischung 10 mal mit einem Schneebesen um.
    Rezept Tempura Teig vorbereiten Rühren
  4. Der Teig ist fertig gerührt, sobald dieser Blasen wirft und nur noch wenige Klumpen vorhanden sind – dies sollte nach circa 10 bis 15 Sekunden kräftigem Rühren erreicht sein.
    Rezept Tempura Teig vorbereiten
Tempura in Öl frittieren:
  1. Einen ausreichend großen Topf (entsprechend der Größe der zerkleinerten Grundzutaten) mit Sesamöl und Rapsöl im Verhältnis 1:4 befüllen (ein Topf mit 16cm Durchmesser wird zu 3cm Höhe befüllt – entspricht circa 100ml Sesam- und 400ml Rapsöl).
  2. Das Öl auf 160-180°C erhitzen. Die Temperatur stets mit einem Küchenthermometer kontrollieren.
    Rezept Tempura Öl erhitzen
  3. Sobald das Öl die richtige Temperatur erreicht hat, werden die Zutaten einzeln oder in kleinen Mengen (nicht mehr als die Hälfe der Ölmenge im Topf) in den Tempurateig getaucht (Pass auf, dass du das Gemüse nicht in das heiße Öl „wirfst“ oder einfach fallen lässt, denn es besteht akute Verbrennungsgefahr! Du kannst es sachte in den Topf gleiten lassen.) und nacheinander im Öl für circa 3 Minuten gebacken.
    Rezept Tempura in Öl frittieren
  4. Die Panade sollte kleine Blasen aufweisen und eine goldbraune Oberfläche besitzen. Die fertigen Tempura werden vorsichtig aus dem Öl gehoben und auf einem Teller mit Küchenpapier abgetropft.
    Rezept Tempura in Öl frittiert
  5. Wiederhole den Vorgang, bis das Gemüse und die anderen Zutaten verbraucht sind oder du keinen Teig mehr hast 😉
Tempura servieren:
  1. In Japan wird üblicherweise eine Tentsuyu Sauce zu Tempura gereicht. Diese kannst du ganz einfach selbst herstellen: Dazu mischst du Dashi-Brühe mit Sojasauce und Mirin in einer Schale, die dann als Dipping Sauce mit auf den Tisch kommt. In der Sauce wird das Tempura kurz mithilfe der Essstäbchen eingetaucht und dann gegessen.
  2. Angerichtet wird Tempura übrigens nach der geschmacklichen Intensität: Du beginnst zuerst mit den milderen Tempura, wie Garnele oder Fisch, und gelangst am Ende zu den intensiven Zusammenstellungen mit Wurzelgemüsen (zum Beispiel Süßkartoffeln).
  3. Fertig - Itadakimasu!
    Rezept Tempura Fertig
  4. Zu einem leckeren Tempura-Menü wird zusätzlich zur Tentsuyu Sauce eine Schale frisch gekochter Reis und eine kleine Schüssel mit Miso-Suppe serviert. Die Links zu den Rezepten findest du in den Rezepthinweisen.

Rezepthinweise

Garnelen vorbereiten:

Am besten du folgst dieser Video-Anleitung.

Sushi vorbereiten:

Hier ein leichtes Rezept für leckere Maki Sushi.

Du möchtest gleich die passenden Zutaten einkaufen? Dann werden dir meine Empfehlungen hoffentlich helfen:

✔ Tempurako – japanische Tempurateigmischung (von Showa, bei uns im Onlineshop erhältlich)

✔ Sesamöl (von Kadoya, bei uns im Shop erhältlich)

✔ Hon Tsuyu – Tentsuyu Dipping Sauce (von Kikkoman, bei uns im Shop erhältlich)

Alle Zutaten sind auch in unserem beliebten Kochset für Tempura enthalten!

Die besten Beilagen für Tempura selber zubereiten:

Japanischen Klebreis kochen – Rezept

Traditionelle Miso Suppe zubereiten – Rezept

Rezept in neuem Fenster öffnen:

Nicht verpassen:

Du möchtest ein vollständiges japanisches Menü für deine Freunde oder Familie servieren? Befolge diese 3 einfachen Schritte und dir gelingt dein nächster japanischer Abend ganz leicht!


Zusammenfassung

Das solltest du unbedingt über japanisches Tempura wissen:

✎ Der Teig für japanisches Tempura besteht aus Tempuramehl (Weizen- und Stärkemehl), Backpulver, etwas Salz und Eiswasser.

✎ Besonders beliebt sind frittiertes Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte, Sushi und Hähnchen – wobei die Frische der Zutaten besonders wichtig ist.

✎ Am besten eignet sich Sesamöl zum Frittieren von Tempura.

✎ Zu Tempura wird üblicherweise Reis, eine Miso-Suppe und eine Tsuyu Dipping Sauce serviert.


Noch mehr Expertenwissen gefällig?

Ist Tempura wirklich japanisch?

– für Fortgeschrittene –

(Kapitel überspringen)

Tempura ist heute sehr beliebt und eine der beliebtesten Gerichte der japanischen Küche im In- und Ausland. Da ist es vermutlich überraschend, zu erfahren, dass es gar nicht japanisch ist!

Aber aus welchem Land stammt denn dann das Gericht Tempura?

Vermutet wird, dass das Frittieren von Speisen von portugiesischen Missionaren eingeführt wurde. Das ursprüngliche Gericht der Portugiesen ist heute verschwunden, aber es war eine Mahlzeit speziell für die Fastenzeit. In diesen entbehrungsreichen Tagen war es durch die christlichen Konfessionen verboten, Fleisch zu essen. Tatsächlich kommt der Name vom lateinischen „ad tempora cuaresme“, was so viel bedeutet wie „in der Fastenzeit“. Die Japaner hielten dies für den Namen des Gerichts, übernahmen ihn und nennen es seitdem einfach Tempura.

Über die Zeit passten die Japaner das Gericht immer weiter an ihre Bedürfnisse und Gewohnheiten an. Heute sind in Japan zwei Varianten bekannt. Das in Kyoto und Osaka genannte, aber weniger bekannte Tempura ist eine Fischpaste, die mit Stärke, Salz, Sojasauce und Mirin vermischt und frittiert wird. Die zweite Variante sind die uns besser bekannten und auch in Japan weit verbreiteten panierten und frittierten Meeresfrüchte und Gemüsesorten.

Der Einfluss des Buddhismus

Tempura wurde als erstes rund um die Hafenstadt Nagasaki bekannt. Japan war sehr lange Zeit vom Rest der Welt abgeschottet. Der einzige Kontakt bestand durch die Portugiesen, Holländer und chinesischen Händler, die am Hafen von Nagasaki anlegten.

Schon die Idee, die die Ausländer mitbrachten, also etwas zu braten oder zu frittieren war etwas völlig Neues in Japan. Ganz im Gegensatz zu anderen Ländern war es in Japan nicht üblich, Lebensmittel zu braten oder in Öl auszubacken. Und das, obwohl auch im benachbarten China, von dessen kulinarischer Kultur Japan viel übernahm, schon immer Gerichte durch Braten zubereitet wurden.

Eine Erklärung dafür liegt in der Religion Japans begründet. Der Buddhismus, der sich im 6. Jahrhundert in Japan (auch) ausgehenden von China verbreitete, wurde in China selbst wenig ausgeübt. Der Buddhismus war dort weder Staatsreligion, noch orientierte sich die herrschende Bevölkerungsklasse an ihm. Im Gegensatz dazu setzte sich in Japan das vom Buddhismus formulierte Verbot, kein Fleisch zu essen, sofort und umfassend durch.

Zu der Zeit, als die Portugiesen ihre Form des Tempura mit nach Japan brachten, wurde in China zum Braten Schweineschmalz verwendet. In Japan aber war Schweinefett durch das Verbot nicht verfügbar. Zwar waren pflanzliche Öle erhältlich, aber diese wurden in erster Linie als Brennstoff für die Beleuchtung verwendet und die erhältliche Menge war stark begrenzt. Somit setzte sich die Verwendung von Öl und damit auch von Tempura in der Japanischen Küche nur sehr langsam durch.

Das richtige Öl

Ebenso wie Soba oder das klassische Sushi wurde im späten 18. Jahrhundert, um das Jahr 1770 herum, Tempura in Japan, speziell in Edo (heute Tokio), wirklich beliebt. Es wurde am Straßenrand an Imbissen zubereitet und zu bis dahin sehr hohen Preisen verkauft. Die Köche benutzten zum Frittieren zu dieser Zeit Sesamöl, was in Japan zwar kultiviert und gepresst wurde, aber auch sehr teuer war. Es wurde vor allem als sparsame Würzung für Reis verwendet – es literweise zum Braten zu gebrauchen war undenkbar!

Erst als günstigere Öle durch den Anbau von Raps und neue Presstechniken produziert wurden, war der Weg für frittierte Gerichte geebnet. So standen zahlreiche Kunden immer häufiger um die mobilen Imbissstand herum und aßen den Snack ganz ohne Essstäbchen. Die Häppchen – also Fisch, Garnelen und verschiedene Gemüse – wurden auf einen Spieß gesteckt, mit Panade überzogen und ausgebacken: Und plötzlich war Tempura ein preiswerter Snack für jedermann!

Das Finale

Die ersten Restaurants, die sich auf Tempura spezialisierten, kamen im 19. Jahrhundert auf. Schon Mitte des Jahrhunderts standen die ersten Restaurants auf den Listen der lokalen Restaurantführer, was dafürspricht, dass das Gericht schnell auch auf Zuspruch der höher gestellten Japaner stieß. Nach und nach wurde aus dem Snack ein vollständiges Gericht.

Heute ist Tempura eine der am häufigsten bestellten japanischen Lebensmittel in und außerhalb Japans. Es unterscheidet sich von anderen frittierten Gerichten durch seinen leichten Teig, der weniger Fett aufnimmt und keinerlei Brotkrumen enthält. Die in Japan ursprünglich ausländische Mahlzeit ist jetzt ein traditionelles japanisches Gericht!


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Und nun wünsche ich dir viel Spaß und guten Hunger beim Durchprobieren durch die Tempura-Rezepte!

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2 Kommentare zu „Tempura – 3 Schritte, damit japanisches Frittieren gelingt“

  1. Rascher Viviana

    Danke für Deine Mühe hier liebevoll und ausführlich einen Teil Deiner Kenntnisse zur japanischen Küche mitzuteilen. Deine Darstellungen haben mir sehr gut gefallen und waren vor allem aufschlussreich. Mein nächster Weg ist zum Japaner – Du hast mich neugierig gemacht.

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