Isobeyaki – Yakimochi in karamellisierter Sojasauce & Nori » REZEPT

Isobeyaki – Yakimochi in karamellisierter Sojasauce & würzigen Nori

Isobeyaki – so unscheinbar und doch eine echte Geschmacksexplosion! Diese phänomenalen Yakimochi werden in der Pfanne innen schön weich und außen knusprigkross gebraten. Die Hülle aus würzigem Noriblatt wird nur noch von der karamellisierten Sauce aus Sojasauce und Zucker übertroffen.

Isobeyaki Rezeptbild

Ganz vielen von euch wird beim Wort Mochi sicher eine ganze Reihe leckerer Süßspeisen aus Japan einfallen. Zum Beispiel eisgekühlte Mochi, mit süßer Adzukibohnenpaste gefüllte Daifuku oder bunte Dango Spieße. Doch aufgepasst, Mochi kann noch einiges mehr!

Mein Tipp: Du möchtest noch mehr über japanische Mochi erfahren? Dann lass dich hier von der Welt der japanischen Reisküchlein verzaubern: → Mochi einfach selber machen: 7 Rezepte, die wirklich funktionieren!

In der japanischen Küche werden Mochi, also Reiskuchen aus gestampften Klebreis, nicht nur zuckersüß, sondern auch herrlich herzhaft zubereitet. Besonders die herzhaften, geschmacksintensiven Rezepte – wie Ozoni oder Chikara Udon – haben für mich kulinarisch gesehen noch einmal eine ganz neue Welt eröffnet.

Heute möchte ich euch deshalb ein weiteres leckeres Mochi Rezept aus Japan für herzhafte Isobeyaki, also Yakimochi in süßer Sojasauce und knusprigem Nori, zeigen. Glaub mir, es wir dich umhauen!

Das japanische Wort isobe bedeutet so viel wie felsige Küste, yaki wiederum steht für Braten oder Grillen. Felsige Küsten werden in Japan mit Seetang in enge Verbindung gebracht, gemeint ist damit besonders Nori. Nori kennst du bestimmt als knusprige, leicht würzige Hülle bei Maki Sushi Röllchen. Einen Schritt weitergedacht, bedeutet isobeyaki also, dass etwas Gebratenes in Nori eingewickelt wird. Im heutigen Sprachgebrauch werden mit Isobeyaki gebratene Mochi in einem Mantel aus herzhaften Noriblättern bezeichnet.

Isobeyaki Fertig

Und ob du es glaubst oder nicht, Isobeyaki ist eins der beliebtesten traditionellen Rezepte der japanischen Küche für herzhafte Snacks. Ganz besonders gerne wird dieses kleine Gericht zum Neujahrsfest gegessen – aber auch generell schmecken warme Mochi im Winter einfach doppelt so gut!

Tipp: Auch wenn du jetzt noch skeptisch bist, plane unbedingt genug Isobeyaki für alle Esser ein. Diese kleinen Geschmacksbomben machen wirklich süchtig!

Die wichtigste Rolle im heutigen Rezept spielen typisch japanische Kirimochi. Kirimochi werden durch das Zerstampfen von Klebreis zu einer feinen Paste und anschließend durch Pressen sowie Trocknen zu festen Formen hergestellt. Sie werden das ganze Jahr über zu vielen verschiedenen Anlässen, insbesondere aber in den kalten Monaten, gegessen. Du wirst überrascht sein, was für ein vielseitiges Lebensmittel Kirimochi sind.

Üblicherweise werden Kirimochi gegrillt, gekocht oder gebraten – direkt roh können sie nicht gegessen werden, stattdessen müssen Kirimochi vorher erwärmt werden. Die beliebteste Zubereitungsmethode sind gegrillte Kirimochi. In Japan wird dazu ein einfacher Toastofen oder tatsächlich offenes Feuer verwendet. Alternativ kann man aber auch einen klassischen Backofen oder eine beschichtete Pfanne benutzen. Außen werden Kirimochi dann knusprig und erinnern mich immer ganz stark an japanische Reiscracker – im Inneren wird man von einer weichen, leicht zähen Konsistenz überrascht.

Tipp: Kirimochi haben üblicherweise eine zarte Perforation. Damit kann jeder Kirimochi Reisblock mit einem großen scharfen Messer noch einmal halbiert oder geviertelt werden!

Hier im Rezept für Isobeyaki werden die Kirimochi bei mittlerer Hitze in einer heißen Pfanne mit etwas Öl solange braten, bis sie von beiden Seiten eine leichte Bräunung angenommen haben. Zwischendurch werden die Mochi-Blöcke immer wieder vorsichtig, am besten mit einer Zange, gewendet, damit sie im Inneren gleichmäßig weich werden. Nach ungefähr 5 Minuten haben die Kirimochi eine schöne Farbe angenommen und fühlen sich beim Wenden weich an.

Kirimochi gehören ab sofort in deinen Küchenvorrat. In meinem Beitrag zu herzhaften Mochi Rezepte zeige ich dir noch mehr leckere Rezeptideen für Kirimochi!

Und genau in diesem Augenblick geschieht die Magie dieses Rezepts: Über die angerösteten Mochi wird eine mit Zucker gesüßte Sojasauce gegossen. Diese karamellisiert in wenigen Augenblicken und umhüllt die knusprigen Kirimochi mit einer Marinade, die einfach so unfassbar lecker schmeckt. Es ist wirklich verboten gut!! Den Abschluss bildet ein Mantel aus langen Noristreifen, die mit ihrer Würze das Gericht perfekt abrunden. So einfach und doch so gut 😀

Isobeyaki Zubereitung

Tipp: Isobeyaki sollten unbedingt warm serviert werden. Dazu passt am besten etwas Sake oder ein grüner Tee!

Dieses süß-salzige Mochi Rezept wird sicherlich zu einem deiner Lieblingssnacks für einen geselligen Abend, zumal die kleine Mahlzeit in wenigen Minuten selbst zubereitet werden kann. Und so funktioniert es Schritt für Schritt:

Isobeyaki

für 4 Portionen | 10 Minuten | 146 kcal

So unscheinbar und doch eine echte Geschmacksexplosion: Isobeyaki! Diese phänomenalen Yakimochi werden in der Pfanne innen schön weich und außen knusprigkross gebraten. Die Hülle aus würzigem Noriblatt wird nur noch von der karamellisierten Sauce aus Sojasauce und Zucker übertroffen. Mein Tipp: Unbedingt warm servieren!


Zutaten (4 Portionen = 4 Stück)

4 Kirimochi – quadratische Mochi-Blöcke (im Shop ansehen)
1 Noriblatt (im Shop ansehen)
4 EL Sojasauce (im Shop ansehen)
4 EL Zucker
2 EL Öl (zum Beispiel Sonnenblumenöl)


Zubereitung (10 Minuten)

Isobeyaki Zutaten

1. Schritt

Zutaten für Isobeyaki bereitlegen.


Isobeyaki Schritt 2 Noriblatt zuschneiden

2. Schritt

Die Vorbereitungen: Zuerst das Noriblatt mit einer Schere halbieren, beide Seiten übereinanderlegen und noch einmal halbieren, sodass 4 lange Noristreifen entstehen. Die Streifen mit etwas Abstand zueinander auf die saubere Arbeitsfläche legen.


Isobeyaki Schritt 3 Sojasauce und Zucker verrühren

3. Schritt

Außerdem die Sojasauce mit dem Zucker verrühren und bereitstellen.


Isobeyaki Schritt 4 Kirimochi braten

4. Schritt

Nun das Öl in einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Stufe erhitzen. Die Kirimochi darin bei mittlerer Hitze solange braten, bis sie von beiden Seiten eine leichte Bräunung angenommen haben (dies wird etwa 5 Minuten dauern). Die Mochi-Blöcke immer wieder vorsichtig (am besten mit einer Zange) wenden, damit sie im Inneren gleichmäßig weich werden.


Isobeyaki Schritt 5 Kirimochi marinieren

5. Schritt

Haben die Kirimochi eine schöne Farbe angenommen und fühlen sich beim Wenden weich an, dann die Mischung aus Sojasauce und Zucker noch einmal umrühren (damit der Zucker nicht an der Schüssel kleben bleibt) und über die Kirimochi gießen.
Achtung: Bitte vorsichtig sein, die Mischung wird sprudelnd kochen!
Den Herd abstellen und in der Restwärme die Kirimochi in der heißen Sauce “baden”, also immer wieder mit der Zange wenden, sodass die langsam zäher werdende Sauce an den Kirimochi hängen bleibt.


Isobeyaki Schritt 6 Kirimochi in Nori wickeln

6. Schritt

Nach etwa 2 Minuten jedes gebratene Kirimochi in eins der vorbereiteten Noristreifen wickeln.
Achtung: Am besten mit der Zange oder zwei Gabeln arbeiten, es ist sehr heiß!
Tipp: Die Pfanne gleich mit heißem Wasser ausspülen, denn der karamellisierte Zucker lässt sich später nur schwer wegschrubben 😉


Isobeyaki Fertig

7. Schritt

Die fertigen Isobeyaki unbedingt warm und am besten zu Sake oder grünem Tee servieren. Fertig – Itadakimasu!


Isobeyaki Titelbild

Suchst du nach noch mehr schnellen Snackrezepten aus Japan? Hier findest du meine beliebtesten Ideen:

Hast du das Rezept ausprobiert? Lasst es mich in den Kommentaren wissen, ich bin schon ganz gespannt, von dir zu hören.

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