Sushi Beilagen ▷ Mehr als nur Sojasauce, Wasabi und Ingwer!

Sushi Beilagen: Viel mehr als nur Sojasauce und Wasabi!

Du liebst Sushi? Du freust dich über einen reich gedeckten Sushi Tisch? Du fragst dich, ob da nicht irgendetwas fehlt…? Immer nur ein Schüsselchen Sojasauce und ein kleiner Kleks Wasabi als Sushi Beilage ist doch langweilig!

Wie wäre es zum Beispiel mit Miso Suppe, eingelegetm Gemüse und einem Algensalat? Welche Sushi Beilagen bei deinem nächsten Sushi Abend nicht fehlen dürfen, zeige ich dir heute mit vielen Tipps und ganz einfachen Rezepten!

Sushi Beilagen Titelbild

Sushi ist, um es kurz zu sagen, ziemlich gesund. Insgesamt enthält eine Sushi-Rolle durchschnittlich weniger als 100 Kalorien! Damit das auch so bleibt, solltest du unbedingt auf die richtigen, wunderbar ausgewogene Sushi Beilagen achten!

So enthält zum Beispiel Sojasauce oft einen sehr hohen Salzgehalt, was nicht gerade förderlich für eine gute Ernährung ist…

Diese Sushi Beilagen werden üblicherweise serviert und sollte auch bei deinem perfekten Sushi Menü nicht fehlen:

Maki, Nigiri, Inside Out und viele, viele mehr: Die verschiedenen Sushi Füllungen selber zu machen, ist wirklich nicht schwer! Hier findest du die besten Rezepte: Die 7 beliebtesten Sushi Sorten selber machen!

1. Klassische Gewürze: Sojasauce und Wasabi

Sojasauce

Fangen wir mit den Klassikern unter den Sushi Beilagen an oder? Sojasauce ist die wichtigste japanische Gewürzsauce. Sie wird aus Sojabohnen, Getreide, Salz und Wasser hergestellt und auch als Shoyu bezeichnet.

Die würzige Sauce aus Japan wird oft und gerne eingesetzt, sollte aber bei Sushi sparsam verwendet werden, da sie recht salzig ist und den Geschmack der feinen Sushi überdecken würde.

Tare Sojasauce

Der Reis sollte sich übrigens nicht komplett mit der Sojasauce vollsaugen! Meistens zerfallen dann die sorgfältig geformten Nigiri und Maki von selbst, was natürlich nicht passieren sollte. So sollten die Rollen und Schiffchen nur mit einer kleinen Ecke eingetunkt werden und dann im Ganzen verzehrt werden.

Nigiri Schritt 10 Fertig

Wichtig: Sushi wird in Sojasauce nur kurz eingetaucht und nicht darin ertränkt!

Am besten wird nur japanische Sojasauce für ein Sushi Menü verwendet. Chinesische Sojasauce eignen sich leider NICHT, da diese viel zu salzig ist…

Ich verwende immer diese auch als Koikuchi Shoyu bezeichnete Sojasauce, die einen reichen Umami-Geschmack mit einem zarten würzigen Aroma und einer leuchtenden Farbe besitzt. Außerdem ist sie frei von jeglichen künstlichen Aromen:

Kennst du das schon: Gerne wird auch Ponzu anstatt oder zusammen mit der klassischen Sojasauce gereicht.

Ponzu besteht aus einer klassischen Sojasauce mit einem Spritzer Zitrone. Die Balance aus salzig-süßen und würzig-sauren Geschmacksnoten macht Ponzu Sauce zu einer tollen Zutat für Sushi und auch Sashimi:

Wasabi

Wasabi darf bei einem Sushi Abend natürlich nicht fehlen! Echter Wasabi wird aus den Wurzeln der Pflanze Wasabia japonica hergestellt, die dazu fein gerieben wird. Die gesamte Wasabi Pflanze, einschließlich der Wurzel, des Stängels, der Blätter und der Blüten, ist essbar.

Wasabi kennt man in Japan bereits seit dem 8. Jahrhundert. Die Pflanze wurde wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften als Medizin zur Vorbeugung von Lebensmittelvergiftungen verwendet. Der Wasabi Anbau begann in der frühen Edo-Zeit zwischen 1604 und 1867.

Wasabi wächst überall dort, wo frisches Bergwasser im Überfluss vorhanden ist. Zu den für Wasabi berühmten Regionen in Japan gehören die Präfekturen Shimane, Nagano und Shizuoka.

Für das Wasabi, dass wir aus authentischen, hochwertiger Sushi Restaurants kennen, wird die Wurzel ganz fein zu einer weichen Paste gerieben. Diese wird entweder bei Nigiri bereits zwischen Reis und Belag gestrichen oder als Würzmittel zusätzlich serviert. Dabei ist beachten: „Wasabi soll intensivieren, nicht dominieren.“

Hosomaki Nahaufnahme

UNSERE EMPFEHLUNG

Sushi Abend Kochset

Nigiri Schritt 10 Fertig

✅ für einen Sushi Abend für 4 Personen
✅ für 3 Sushi Varianten, Miso Suppe und typische Beilagen aus Sojasauce, Ingwer & Wasabi
✅ zusammen einfach kochen, mit Kochanleitung

Frisch geriebener, echter Wasabi ist ein Genuss. Es schmeckt sehr frisch mit einem Hauch von schnell verblassender Schärfe. Die Paste ist wirklich intensiv und lääst besonders rohen Fisch geschmacklich erstrahlen!

Für zuhause gibt zwei übliche Varianten: einmal als Paste aus der Tube oder als Pulver zum Anrühren. Die fertige Paste (im Shop ansehen) in der Tube ist zwar praktisch, verliert aber nach dem Öffnen schnell an Aroma.

Daher greife ich lieber auf Wasabi Pulver zurück, das lange ohne Geschmacksverlust haltbar ist:

Und so funktioniert’s:
Das Mischverhältnis zum Anrühren beträgt 5 TL Pulver zu 3 TL Wasser. Beides zusammen in einer kleineren Schüssel verrühren und 5 Minuten ziehen lassen, damit sich das Aroma entfalten kann:

2. Eingelegtes Gemüse: Sushi Ingwer und Tsukemono

Gari: Sushi Ingwer

Sushi Ingwer wird wirklich zusammen mit Sushi serviert und ist perfekt, um den Gaumen zwischen den Portionen zu reinigen und den Geschmack des gesamten Menüs zu verbessern.

In Japan nennt man ihn Gari. Der in süßem Essig eingelegte Ingwer kann eine rosarote Farbe haben, wenn dieser aus jungem Ingwer hergestellt wurde. Oder beige, wenn stattdessen normaler Ingwer verwendet wurde.

Eingelegter Sushi Ingwer wird serviert, da die leichte Schärfe und der süße Essiggeschmack des Ingwers helfen, den Gaumen zwischen den Mahlzeiten zu reinigen. So kann man die einzelnen Sushi für sich genießen kann, ohne dass der Geschmack der vorherigen Portion alles überdeckt.

Serviert wird eingelegter Ingwer sorgfältig in Scheiben geschnitten. Der scharfe, erfrischende Geschmack macht Gari zum idealen Begleiter zu Sushi und Sashimi:

Tipp: Eingelegter Ingwer wird nur stückchenweise als Ergänzung und nicht als Beilagensalat gegessen!

Tsukemono

Keine Lust auf Ingwer? Dann habe ich hier eine tolle Empfehlung im Gepäck: Tsukemono ist eingelegtes Gemüse, das aus ganz verschiedenen Gemüsesorten selbst zubereitet werden kann!

In Japan ist Tsukemono nahezu ein Grundnahrungsmittel für alle japanischen Mahlzeiten. Shiozuke, also buchstäblich in Salz (Shio) beizen (Zuke), ist die grundlegendste Art für japanisches eingelegtes Gemüse. Daneben gibt es noch Amasuzuke (in Essig einlegen) und Misozuke mit fermentierter Miso Paste (im Shop ansehen)!

Tsukemono wurde schon früh in Japan als Mittel zur Konservierung von Lebensmitteln zubereitet. Im Laufe der Jahre wurde dies zu einem wichtigen Bestandteil der japanischen Ernährung.

Unbedingt beachtet muss allerdings die Vorbereitungszeit werden, denn das Gemüse wird mindestens 2 Tage im Kühlschrank mariniert!

Hier findest du meine Lieblingsrezepte für eingelegtes Gemüse:

3. Tamagoyaki: japanisches Omelette

Als Tamagoyaki wird in der japanischen Küche ein feines, softes, gerolltes Omelett bezeichnet. Es wird sehr gern als Beilage oder Belag für Sushi verwendet, da es eine tolle Abwechlung mitbringt!

Die Masse aus geschlagenen Eiern wird mit Dashi, Sojasauce und Mirin (im Shop ansehen) gewürzt, wodurch dieses Omelett geschmacklich etwas ganz Besonderes ist – eben typisch japanisch.

Für die Zubereitung wird der flüssige Teig aus verquirlten und gewürzten Eiern typischerweise in einer speziellen rechteckigen Eisenpfanne (Makiyakinabe) gebraten.

Schicht um Schicht wird die Eiermasse zur Zubereitung von Tamagoyaki in der Pfanne gebraten. Auf diese Weise wird die Omelettrolle in mehreren Durchgängen immer dicker. Wie genau das Rezept abläuft, zeige ich dir jetzt:

4. Suppen: selbstgemachte Miso Suppe

Die meisten japanischen Mahlzeiten werden mit einer traditionellen japanischen Miso Suppe (japanisch: Misoshiru 味噌汁) serviert, so natürlich auch bei Sushi!

Eine authentische Miso Suppe besteht aus drei Komponenten: Dashi, Miso Paste und weiteren Zutaten deiner Wahl. Je nach Region und Jahreszeit findet man in Japan ganz verschiedene Zutatenvarianten.

Neben der klassischen Kombination aus Tofu (im Shop ansehen) und Wakame werden zum Beispiel gerne aromatisches Wurzelgemüse, zarte Sprossen, saisonale Muscheln oder frittierter Tofu verwendet. Deshalb wird es beim Thema Miso Suppe nie langweilig.

Diese japanische Traditionssuppe Misoshiru gehört in jede gute Rezeptsammlung zur japanischen Küche und darf auch als Begleiter eines Sushi Menüs nicht fehlen:

5. Japanischer Salat: Algensalat mit Sesam

Goma Wakame ist ein typischer japanischer Algensalat, der nicht nur köstlich, sondern auch ein leichter Genuss zu einem authentischen Menü wie in Japan ist.

Wakame Algen (im Shop ansehen) sind eine unheimlich vielseitige Zutat aus der japanischen Küche. Wakame wird auch gerne süße Gemüsealge bezeichnet, da die Blätter knackig sind und der Geschmack vergleichsweise süßlich ist.

Ursprünglich stammen diese Algen aus dem Pazifik rund um Japan, China und Korea – heute werden sie jedoch vielerorts in flachen Gewässern gezüchtet. Nachdem sie zwei Jahre Zeit zum Wachsen hatten, werden die Blätter geerntet und zumeist küchenfertig getrocknet.

In Japan werden die eingeweichten Wakame besonders gerne als Zutat in Suppen oder eben als Salatbeilage serviert.

Dieses Rezept ist besonders schnell und einfach zubereitet. Das Highlight ist der verwendete Yuzusaft, der den Wakame Algen eine dezente exotische Aromanote verleiht:

Bonus: Mochi Eis oder lieber Hanami Dango?

Jetzt bist du wirklich sehr, sehr gut ausgestattet mit vielen Rezepten und leckeren Ideen für deine nächste Sushi Party! Als kleiner Bonus findest zusätzlich zu den Sushi Beilagen du hier meine besten Rezepte für leckere Desserts wie in Japan:

Damit wirst du deine Gäste und hoffentlich auch dich selbst richtig begeistern 🙂!

Welche Beilagen isst du am liebesten zu Sushi? Schreib es mir gerne in die Kommentare, ich bin schon ganz gespannt darauf!

Wenn du noch mehr rund ums Thema Sushi erfahren möchtest, dann schau am besten auch hier vorbei:

Sushi Zutaten: Was braucht man eigentlich alles für Sushi?

Sushi – der beste Guide für einen gelungenen Sushi Abend!

Sushi Füllungen: Die 7 besten Sushi Sorten selber machen!

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