Planst du eine Sushi-Party? Oder möchtest du mehr über Sushi erfahren? Hier findest du eine umfassende Anleitung, die dir Schritt für Schritt alles erklärt, was man über Sushi wissen muss. Du lernst, welche Zutaten benötigt werden, wie man leckeren Sushi-Reis kocht und welche Sushi-Sorten du am besten zubereiten solltest. Es erwarten dich aber auch wunderbare Rezepte für schmackhafte Beilagen, Tipps zum Servieren und die besten Ideen für passende Getränke für dein erfolgreiches Sushi-Fest!

Sushi Einstiegsbild

Was dich ganz genau erwartet, erfährst du hier:

In diesem Beitrag erwartet dich eine große Fülle an Informationen und Rezepten. Wenn du jetzt gleich mit der Zubereitung deines leckeren Sushi Menüs starten möchtest, halte dich am besten an den folgenden Menüvorschlag (für 4 Personen) und orientiere dich an meiner Checkliste für einen gelungenen Sushi Abend mit Einkaufsliste und simplen Schritt für Schritt Anleitungen:

Sushi Abend für 4 Personen

– Sushi Menüvorschlag –

1. Vorbereitungen.
Vollständiges Kochset für Sushi Menü (für 4 Personen) einkaufen!
Checkliste mit Schritt für Schritt Anleitung (als PDF zum Ausdrucken) herunterladen!
✔ Kochset erhalten und frische Zutaten einkaufen.
Sushi-Reis kochen.
Garnelen garen.

2. Sushi zubereiten.
Nigiri – handgeformtes Sushi
Hosomaki – dünne Sushi-Rollen
Inari Sushi – mit Sushi-Reis gefüllte Tofutaschen

3. Mit Suppe & Beilagen servieren.
Miso-Suppe – leichte, japanische Suppe
Sojasauce, Sushi-Ingwer & Wasabi anrichten.


Was ist Sushi?

– Hintergrundwissen –

Sushi ist mit Essig gewürzter Reis, der sowohl mit rohem als auch gekochtem oder mariniertem Fisch (oder anderen Meeresfrüchten), Gemüse oder japanischem Omelett gefüllt oder belegt ist.

Die ursprüngliche Idee hinter Sushi bestand darin, rohen Fisch zusammen mit Reis zu konservieren bzw. haltbar zu machen. Heute ist es ein japanisches Nationalgericht, das als Snack, Vorspeise oder Hauptgericht in den unterschiedlichsten Varianten serviert und gegessen wird – die Kreationen reichen von üppig gefüllten Schalen bis zu kunstvoll gestalteten Rollen.

Uramaki Nahaufnahme

Warum wir Sushi lieben?

  • Sushi ist fett- und kalorienarm.
  • Sushi werden nur mit allerfrischesten Zutaten zubereitet.
  • Sushi bieten unzählige Variationsmöglichkeiten und Geschmacksrichtungen, auch für zuhause!
  • Sushi sind nicht nur köstlich, sondern auch kleine Kunstwerke.
  • Es macht sehr viel Spaß, eigene Sushi zuzubereiten!

Sushi gilt in aller Welt als eines der typischen Gerichte des heutigen Japans. Allerdings sind die Ursprünge nicht in Japan zu suchen. In Aufzeichnungen aus China aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. wird Sushi als gesalzener, in Reis konservierter Fisch beschrieben, der erst nach Ablauf einer Gärungszeit von ein bis drei Jahren verzehrt wurde. Dabei hatte der Reis lediglich die Aufgabe, den Gärungs- bzw. Konservierungsprozess in Gang zu bringen. Man aß ausschließlich den Fisch, der Reis wurde nicht gegessen!

Diese Methode der Sushi-Zubereitung entspricht jener der bis heute im japanischen Shiga Bezirk gebräuchlichen Form des Funa Sushi, die als älteste noch existierende Sushi-Art in Japan gilt und auch die erste gewesen sein soll, die vor mehr als tausend Jahren nach Japan kam. Heute wird das Gären durch die Zugabe von Essig erfüllt, sodass sowohl der Reis als auch der Fisch direkt und ohne Zeitverzug nach der Zubereitung gegessen werden.

Futomaki Nahaufnahme

Ein japanischer Botschafter merkte einmal an, dass die Popularität Japans mehr der Verbreitung von Sushi zu verdanken ist anstatt aller außenpolitischen Aktivitäten zusammen. Da Sushi heute in aller Welt bekannt ist, kann man dieser Aussage wohl nur zustimmen.

Wir kennen Sushi hierzulande gerne vom sogenannten Sushi Running (in Japan als Kaiten Zushi bezeichnet). Dort fahren so unheimlich viele kleine Kunstwerke an unserer Nase vorbei… Aber lass dich davon nicht einschüchtern! Sushi ist prima dazu geeignet, um es auch zuhause ganz leicht selbst zuzubereiten. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, um mit Freunden oder der Familie (vor allem auch für Kinder) zusammen zu kochen und das gemeinsame Essen vorzubereiten.

Übrigens: Sashimi ist kein Sushi, sondern dünne Scheiben roher Fisch serviert zu Reis und Miso-Suppe.

Welche Zutaten und unverzichtbaren Küchenutensilien du dafür benötigt, welcher Zubereitungsschritt wann zu machen ist und wie viel Zeit du zur Vorbereitung einplanen solltest – das zeige ich dir hier als leicht verständliche Schritt für Schritt-Anleitung. Alles für eine gelungene Sushi Party – viel Spaß beim Lesen, Entdecken und Nachkochen!


Was braucht man für Sushi?

– Schritt #1: Zutaten & Utensilien –

Sushi ist seit Jahren, fast schon Jahrzehnten ein Trendthema. Es gibt unzählige ausgefallene Varianten, die alle wunderbar kunstvoll aussehen. Spannend ist jedoch, dass alle Rezepte stets auf die gleichen Grundzutaten zurückgreifen – Abweichungen sind natürlich immer möglich, aber gerade für eine authentische Sushi-Zusammenstellung benötigst du immer wieder die gleiche Basis an Zutaten:

Diese Grundzutaten und Küchenutensilien solltest unbedingt kennen! Daher stelle ich sie dir im Folgenden nacheinander vor, wobei ich dir auch direkt die passenden Rezepte und Empfehlungen zeige.

Sushi-Reis (Sushi Meshi – japanischer Klebreis)

Für die Zubereitung von Sushi-Reis solltest du am besten einen kurzkörnigen (auch rundkörnigen), weißen Klebreis verwenden. Dieser enthält sehr viel Stärke und nimmt daher gut Flüssigkeit auf, was wiederum dazu führt, dass der Reis nach dem Garen schön zusammenklebt – ein Muss für leckere Sushi!

Sushi-Reis Schrit 9 Fertig

Zur Portionierung: Aus 300 g Klebreis (lose, ungewaschen und ungekocht) können je nach Rezept zwischen 25 und 35 Stücke Sushi geformt werden, was für zwei bis vier große Portionen ausreicht.

Da echt japanischer Reis eigentlich nicht aus Japan exportiert wird, heißt die beste Reis-Sorte, die in Deutschland verfügbar ist, „Calrose“ und wird auch gerne als „Sushi-Reis“ auf der Verpackung bezeichnet. Dieser Reis stammt zumeist aus Kalifornien und manchmal auch aus Italien. Fertig gegart besitzt diese Sorte eine weiche Konsistenz, ist sehr mild im Geschmack und klebt sehr gut zusammen.

Reis als wichtige Grundzutat für Sake, zu sehen in einer Glasschale

Am liebsten verwende ich diesen leckeren kurzkörnigen Reis (von Okomesan kaufen) – er ist besonders mild im Geschmack und die ideale Grundlage für Sushi und noch andere japanische Gerichte:

Reis von Okomesan.

Klebreis | rundkörniger Sushi-Reis

Andere Reissorten wie Jasmin- oder Basmati Reis sind für Sushi NICHT geeignet, weil sie nicht genug saugfähig sind und schlecht zusammenkleben.
Alternativ kannst du auch im Supermarkt erhältlichen Milchreis verwenden, der in seinen Eigenschaften einem japanischen Reis sehr ähnlich ist. Dann natürlich nicht in Milch, sondern in Wasser kochen!

Zur Vorbereitung wird der lose Reis in kaltem Wasser gewaschen, für 30 Minuten ruhen gelassen und in der richtigen Menge Wasser gekocht. Die ideale Menge an Kochwasser zu bestimmen, ist ein wichtiger Punkt – dazu immer zuerst in der individuellen Kochanleitung des Reises nachlesen! Generell gilt allerdings, dass genauso viel Wasser wie Reis verwendet wird. Also auf 100 g Reis kommen 100 ml Wasser!

Der Topf zum Kochen sollte nicht zu klein sein, da der Reis durch das Kochen und Quellen stark an Volumen zunimmt!

Eine weitere wichtige Zutat für leckeren Sushi-Reis ist der richtige Sushi-Essig, was eine Mischung aus Reisessig (von Otafuku kaufen), Zucker und Salz ist. Mit ihm wird der Reis ideal gewürzt, sodass er nicht hervorsticht, aber die restlichen Zutaten ideal zum Vorschein bringt.

Die Zusammensetzung ist je nach Geschmack unterschiedlich (der eine mag es salziger, der andere lieber süßer). Eine gute Faustregel ist jedoch: Auf 10 Teile Reisessig kommen 5 Teile Zucker und 1 Teil Salz (also zum Beispiel 4 EL Reisessig, 2 EL Zucker und ½ TL Salz). Am besten wird der Reisessig zusammen mit Zucker und Salz in einem Topf leicht erwärmt, sodass sich der Zucker auflöst – das Gemisch sollte nicht kochen. Dann auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und je nach Rezept verwenden.

Beim vielen Ausprobieren verschiedener Sushi-Essig Varianten bin ich außerdem auf sogenanntes Sushinoko (von Tamanoi kaufen) aus Japan gestoßen, was mich geschmacklich unheimlich beeindruckt hat:

Sushinoko von Tamanoi.

Sushinoko | Essig-Pulver für Sushi-Reis

Dieses Reisessigpulver verwandelt Reis in geschmacklich authentischen Sushi-Reis wie im Restaurant! Das Sushinoko wird nach dem Reiskochen (genau wie bei flüssigem Essig) zum Reis gegeben und ebenfalls einfach untergerührt.

Mit diesem einfachen Grundrezept gelingt dir die Zubereitung des gesäuerten Reises für Sushi im Topf wie in Japan – ohne Anbrennen und Überkochen:

Übrigens wird Sushi-Reis nicht vollständig ausgekühlt (das ist ein Irrglaube). In sehr guten Sushi Restaurants wird der Reis bei Körpertemperatur (also zwischen 35 und 40°C) zu Sushi geformt und direkt serviert. Das ist der beste Geschmacksmoment für Sushi, um alle Zutaten in Einklang zu bringen.

Fisch & Meeresfrüchte

Die etwa 1600 km lange Inselkette, die Japan bildet, ist so schmal, dass kein Ort weiter als 150 km vom Meer entfernt ist. Diese geografische Gegebenheit und die Tatsache, dass nur ein Bruchteil der Landfläche landwirtschaftlich nutzbar ist, haben das Meer zur wichtigsten Nahrungsquelle werden lassen. Fisch und Reis sind die stärksten Eckpfeiler der japanischen Ernährung. Sushi sind nichts weiter als eine Kombination dieser beiden Grundzutaten.

In Anbetracht der weltweiten Überfischung der Meere solltest du überlegen, deine Sushi vegetarisch zu gestalten. Die besten Ideen mit rohem und gewürztem Gemüse (und Obst) als Füllung findest du im nächsten Abschnitt!

Dennoch lässt die Definition von gesäuertem Reis mit einem Belag (auch als Tane bezeichnet) oder einer Füllung (als Gu bezeichnet) aus Fisch oder Meeresfrüchten nicht im entferntesten ahnen, welche Vielfalt sich hinter dem Begriff Sushi verbirgt!

Zu den heute beliebtesten Tane (Belag aus Fisch und Meeresfrüchten) gehören:

Anmerkung: Die Auswahl des Fischs für Sushi unterscheidet sich wesentlich zwischen Japan und Deutschland. Aufgrund der weniger guten Verfügbarkeit konzentrieren wir uns auf hier gut erhältliche, frische Fische und Meeresfrüchte. In Japan gibt es selbstredend eine viel größere Auswahl.

Fisch und Meeresfrüchte für Sushi

Roher Fisch für Sushi sollte garantiert frisch sein – für einen besseren Geschmack und natürlich zur Vermeidung von Lebensmittelvergiftungen. Krankheitserreger sind häufig in Fisch enthalten, besonders in rohem Lachs. Daher sollte nur frischester Fisch verwendet, korrekt aufbewahrt und absolut sauber zubereitet werden.
Tipp: Am besten an der Fischtheke nach Fisch für Sushi fragen!

Lachs (Sake)

Lachs ist im Westen einer der beliebtesten Fische für Sushi. Ursprünglich stammt dieser aus den kälteren Gewässern der nördlichen Halbkugel – heute wird er aber vielerorts gezüchtet. Für Sushi bietet sich die Verarbeitung von Lachssteaks und -filets an. Beim Kauf sollte man festes, rosafarbenes Fleisch achten, dass nicht zerfällt.

Nigiri Schritt 10 Fertig

Thunfisch (Tekka oder Maguro)

Thunfisch ist in Japan der begehrteste Belag für Sushi. Anfangs galt Thunfisch als zweitrangig, wenn nicht gar minderwertig, bis man entdeckte, wie köstlich gerade der fettreiche Teil des Fisches (Toro) schmeckt. Wegen der hohen Nachfrage sind die Fische mittlerweile stark gefährdet – vor allem Blauflossenthunfische und Großaugenthunfische sollten gemieden werden. Thunfisch wird an der Fischtheke meist als Steak angeboten. Man sollte kräftig rote, leicht feuchte Stücke auswählen und dunklere oder gräulich-braune Stücke meiden.

Hosomaki Rezeptdruck

Garnelen (Ebi)

Ihr festes, fast süßliches Fleisch machen Garnelen zu einer äußerst beliebten Zutat für Sushi. Dabei gibt es eine Vielzahl an Garnelenarten, die beim Thema Sushi insgesamt unter dem Begriff Ebi zusammengefasst werden.

Frische Garnelen werden folgendermaßen für Sushi vorbereitet:

Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen.

Jede Garnele mit den Beinen nach oben in der Hand halten. Einen gewöhnlichen Holzspieß genau unter die durchsichtige Schale zwischen Kopf und Rumpf schieben (so bleibt die Garnele beim Kochen gerade) aber nicht das Fleisch der Garnele beschädigen. Die Holzspieße ggf. etwas kürzen, damit die Garnelen in den Topf passen.

Alle Garnelen in das leicht köchelnde Wasser geben und für 3 Minuten schonend garen lassen (unbedingt auf die Zeit achten, da zu lange gekochte Garnelen hart und zäh werden!).

Nach dem Kochen die Garnelen abtropfen und abkühlen lassen. Nun jeweils den Spieß entfernen und ggf. den Kopf vom Rumpf abtrennen. Jede Garnele mit den Beinen nach oben in den Händen halten und mithilfe der Daumen die Schale vom Fleisch vorsichtig trennen. Der Schwanz sollte idealerweise dranbleiben und ausschließlich eingekürzt werden.

Den Bauch jeder Garnele mit einem scharfen Messer gerade einschneiden und den dunklen Darm mit dem Messer behutsam entfernen.

Zur Verwendung als Belag jede Garnele wie einen Schmetterling aufklappen.

Garnelen für Sushi vorbereiten

Zum Beispiel bei Nigiri (einfache handgeformte Sushi).

Rogen (Tobiko, Ikura, Kazunoko)

Fischrogen sind eine sehr beliebte Zutat für Sushi. Vor allem die Sorten Tobiko (Rogen vom fliegenden Fisch), Ikura (Lachsrogen) und Kazunoko (Heringsrogen) sind hierbei die erste Wahl.

Der leuchtend rote, kleinteilige Tobiko wird am besten zum Wälzen von Ura Maki (California Rolls) verwendet. Ikura, also Lachsrogen, sind perlgroße Eier mit einem schönen Glanz. Besonders gerne wird diese Delikatesse als Belag für Gunkan Maki verwendet, wobei auf eine kleine Menge Reis etwas von dem Rogen gefüllt und durch ein Noristreifen zusammengehalten wird. Bei Kazunoko, also Heringsrogen, ordnen sich die orangefarbenen Fischeier halbmondförmig an. Diese Sorte wird gerne als Nigiri (handgeformtes Sushi) serviert und in Japan wegen seiner symbolischen Bedeutung für Fülle gerne zum Neujahrbüffet gereicht.

Gunkan Schritt 9 Fertig

Gemüse – roh oder gewürzt

Natürlich spielen Fisch und Meerestiere bei der Sushi-Zubereitung die Hauptrolle. Aber auch verschiedene Gemüse sind absolut notwendig, um die vielfältigen Geschmacksrichtungen zur Geltung zu bringen. Dabei spielen rohes wie auch würzig eingekochtes Gemüse eine wichtige Rolle.

Zu den beliebtesten rohen Gemüsesorten für Sushi zählen:

  • Avocado
  • Gurke
  • Paprika

Gemüse kommt vor allem bei gerolltem Sushi, Sushi Bowls und anderen neuen Sushi-Varianten zum Einsatz. Dazu wird das Gemüse (oder manchmal sogar Obst, wie zum Beispiel Mango) entsprechend des Rezepts in Form gebracht, also zum Beispiel geschält, entkernt oder entsteint und anschließend in passende Streifen geschnitten.

Temaki Schritt 8 Fertig

Auf der anderen Seite sind bei authentisch japanischen Sushi-Kreationen gewürzte Gemüse als Füllung sehr wichtig. Beliebte gewürzte Gemüse für Sushi sind:

Gewürzte Möhren

Wurzelgemüse in Sushi? Das klingt vielleicht zu Beginn etwas verrückt und undenkbar – vor allem, da diese Gemüse Variante sehr selten in westlichen Sushi-Restaurants anzutreffen ist. Dabei spielt dieses Rezept für in süßem Dashi gegarte Möhren eine zentrale Rolle bei authentisch japanischen Sushi-Kreationen:

Zutaten

Zubereitung

Die Möhre schälen, die grünen Enden entfernen und halbieren. Jede Hälfte in Stifte schneiden. Möhrenstifte in einen passenden, kleineren Topf geben und mit Dashi Brühe, Zucker und Salz zum Kochen bringen. Ohne Decker bei mittlerer Hitze Möhren circa 5 Minuten weich, aber noch mit leichtem Biss kochen. Danach abgießen und abkühlen lassen.

Gewürzte Möhren für Sushi zubereiten

Zum Beispiel bei Temaki (handgerollte Sushi mit knackigem Gemüse).

Gewürzte Shiitake Pilze

Shiitake ist die bekannteste und auch aromatischste Pilzart der japanischen Küche. Für Sushi werden meist die geschmacksintensiveren, getrockneten Shiitake verwendet.

Zutaten

Zubereitung

Die getrockneten Shiitake Pilze in eine Schüssel geben, mit reichlich lauwarmem Wasser übergießen und für 1 bis 2 Stunden quellen lassen. Nach der Quellzeit das Wasser abgießen und die Stiele mit einer Schere von den Pilzköpfen abtrennen sowie entsorgen.

Die Pilzköpfe in einen kleineren Topf geben, Sojasauce und Zucker dazugeben und alles zum Kochen bringen. Ohne Decker bei mittlerer Hitze Shiitake Pilze 5 Minuten köcheln. Danach die Hitze abstellen, die Pilze abgießen und in feine Streifen schneiden.

Gewürzte Shiitake Pilze für Sushi zubereiten

Zum Beispiel bei Futomaki (dicke Sushi-Rollen mit bunter Füllung).

Tamagoyaki – gerolltes japanisches Omelett

Als Tamagoyaki wird in der japanischen Küche ein gerolltes Omelett bezeichnet. Die Masse aus geschlagenen Eiern wird mit Dashi, Sojasauce und Mirin gewürzt, wodurch dieses Omelett im Geschmack etwas ganz Besonderes ist.

Für die Zubereitung wird der flüssige Teig aus verquirlten und gewürzten Eiern typischerweise in einer speziellen rechteckigen Eisenpfanne (Makiyakinabe oder auch Tamagoyakiki) gebraten. Durch die Form der Tamagoyaki Pfanne und den einseitig geschwungenen Rand ist sie bestens dafür geeignet, das Omelett richtig zu rollen und in die traditionellen Scheiben zu schneiden.

Welche Tamagoyaki Pfannen sind zu empfehlen?

Tamagoyaki Pfannen sind üblichweise 10 × 35 Zentimeter groß – Profis verwenden Modelle aus Aluminium oder Gusseisen (auf Amazon* kaufen). Für Einsteiger sind auch beschichtete Varianten (auf Amazon* kaufen) ideal geeignet.

Schicht um Schicht wird die Eiermasse zur Zubereitung von Tamagoyaki in der Pfanne gebraten. Auf diese Weise wird die Omelettrolle in mehreren Durchgängen immer dicker. Wie genau das Rezept abläuft, zeige ich dir hier:

Nori (getrockneter Seetang)

Nori sind Blätter von etwa der Größe 20 x 20 cm, die einen milden, leicht würzigen Geschmack sowie eine eher papierartige Konsistenz haben. Zur Herstellung werden verschiedene Arten von Rotalgen gewaschen und dünn auf Gittern zum Trocknen ausgelegt. Spezielles Sushinori wird zudem noch geröstet, damit es eine ideale Knusprigkeit mitbringt.

Die Oberseite ist glatt und glänzend, die Unterseite der Noriblätter ist matt und rau. Der Reis wird (bei klassischen Maki) auf die raue Seite gestrichen, damit die glänzende Seite nach dem Formen nach außen zeigt!

Sushi Nori von AFS.

Sushinori | Seetangblätter

Übrig gebliebenes Nori kann in feine Streifen geschnitten und als Dekoration zum Sushi serviert werden.

Unverzichtbare Utensilien

Neben einer Auswahl an guten, scharfen Messern – stumpfe Messer zerreißen den Fisch beim Filetieren – werden eine Bambusrollmatte, eine große Schüssel zum Auskühlen des Sushi-Reises (Hangiri) und ein Reislöffel (Shamoii) benötigt.

Bambusmatte (Makisu – Sushimatte)

Gerollte Sushi (Maki) gelingen eigentlich nur mit einer speziellen Rollmatte (hier kaufen).

Suhimatte Bambusmatte fuer Sushi

Diese ist quadratisch mit den Maßen 24 x 24 cm und besteht zumeist aus Bambusstäbchen, die von stabilen Baumwollfäden in der Reihe gehalten werden:

Sushimatte

Sushimatte | Bambusmatte für Sushi

Nach der Verwendung wird die Sushimatte mit kaltem Wasser (aber ohne Spülmittel) vorsichtig mit einer weichen Bürste gereinigt. Danach muss sie gut trocknen, bevor sie wieder verstaut wird.

Die Sushimatte vor der Verwendung mit Frischhaltefolie einschlagen, damit der Reis nicht zwischen dem Bambus kleben bleibt. So ist auch die Reinigung viel leichter!

Ruck-Zuck perfekte Sushi-Rollen zaubern? Manchmal muss auch bei meiner Familie das einfach nur schnell auf dem Tisch stehen… Dann hole ich diesen Sushimaker aus Japan (hier ansehen und einkaufen) aus der Schublade. Der Reisformer für Sushi-Rollen ist wirklich spitze! – so ein tolles Ergebnis hatte ich vor dem Kauf gar nicht erwartet.

Und so funktioniert es: Die große Seite des Sushiformers, der vorher befeuchtet werden sollte, wird zuerst mit 50 g Sushi-Reis befüllt und in der Mitte die Füllung platziert. Dann noch einmal 50 g Sushi-Reis oben drauf verteilen. Jetzt den Deckel des Sushimakers auf den Reis setzen und beide Seiten mit leichtem Druck ineinander drücken. Den Former öffnen, indem der Deckel abgenommen wird. Auf der Rückseite der großen Seite des Formers die kleinen Dreiecke leicht nach innen drücken und so die Sushirolle aus der Form holen. Die Sushi-Rolle direkt auf ein halbiertes Noriblatt legen und damit umwickeln. Fertig!

Sushi-Rollen mit Sushimaker formen

Die Formen sind sogar spülmaschinengeeignet und sehr stabil. Falls dies auch für dich eine schöne Option ist, findest du hier alle Informationen:

Sushimaker.

Sushimaker | Reisformer für Hosomaki

Messer (Hocho)

„Einem Sushi-Koch ist sein Messer so heilig wie einem Samurai sein Schwert.“

Um die Zutaten für die verschiedenen Sushi-Varianten vorzubereiten und anschließend zum Beispiel Maki Sushi zurechtzuschneiden, benötigst du ein sehr scharfes Messer. Idealerweise verwendest du ein Gemüsemesser und ein längliches Fischmesser. Aber jedes andere Messer – Hauptsache die oder das Messer ist geschärft.

Zum Zerteilen von Sushi Röllchen das Messer vorher in kaltes Wasser tauchen, damit der Reis nicht an Klinge kleben bleibt und das Röllchen schön geformt bleibt.


Welche Sushi Sorten machen?

– Schritt #2: Sushi Rezepte –

Wenn man außerhalb Japans, aber auch im Land selber, ganz allgemein von Sushi spricht, sind meist Nigiri Sushi (handgeformte Sushi) gemeint. Tatsächlich aber gibt es unzählige Variationen:

Nigiri – handgeformtes Sushi

Nigiri sind die bekannteste und einfachste Art von Sushi. Die Entstehung des Nigiri Sushi – also handgeformtes Sushi – liegt nicht viel mehr als 150 Jahre zurück. Als Erfinder gilt heute der Sushi-Geschäft-Betreiber Hanaya Yohei, der in Tokio angeblich als erster den Reis zu einem Bällchen formte und dieses mit einer Scheibe Fisch belegte. Die schnelle Zubereitung von wenigen Minuten dieser damaligen neuen Sushi-Form fand sehr große Beliebtheit bei den ungeduldigen Großstädtern Tokios und ist in ganz Japan noch heute die häufigste Form!

Beim Nigiri Sushi ist das Entscheidende, dass Belag und Reis so miteinander verbunden sind, dass der Belag nicht herunterfallen kann.

Wie aus Sushi-Reis und Belag perfekte Nigiri Sushi und geformt werden, erfährst du hier im Rezept:

Maki – gerolltes Sushi

Maki sind gerolltes Sushi und gehören zu den ursprünglichen Sushi-Formen. Davon gibt es unzählige Varianten und jeder Sushi-Chef kreiert seine eigenen Spezialitäten. Die einfachste Variante besteht aus gesäuertem Sushi-Reis und einer einfachen Füllung (zum Beispiel aus Lachs, japanischem Omelett oder Gurke), die mithilfe einer Bambusmatte in Seetang (Noriblätter) zu einer Rolle gewickelt sowie dann in kleine Scheiben geschnitten werden.

Kleine gerollte Sushi heißen Hosomaki und große Rollen mit mehreren Füllungen Futomaki. Das heißt übrigens auch: Für ein Hosomaki braucht man nur ein halbes Noriblatt, für Futomaki dagegen ein ganzes.

Hosomaki – dünne Sushi-Rollen

Hosomaki sind elegante Sushi-Rollen mit drei klassischen Füllungen aus Lachs, Thunfisch und Gurke. In diesem Rezept aus Japan zeige ich dir ein wunderbares Rezept für deine nächste Sushi-Party. Diese dünnen Maki Sushi sind ein echter Klassiker und sollten dringend einen Platz in deinem Kochbuch finden.

So kannst du zuhause ganz einfach Sushi selber machen:

Hosomaki — dünne Sushi-Rollen

für 4 Portionen | 20 Minuten | 430 kcal

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Hosomaki sind elegante Sushi-Rollen mit drei klassischen Füllungen aus Lachs, Thunfisch und Gurke. In diesem einfachen Rezept aus Japan zeige ich dir ein wunderbares Rezept für deine nächste Sushi-Party. Diese dünnen Maki Sushi sind ein echter japanischer Klassiker und sollten dringend einen Platz in deinem Kochbuch finden!


Zutaten (4 Portionen = 36 Stück)

600 g Sushi-Reis (zum Rezept)
3 Noriblätter
50 g Lachs
50 g Thunfisch
1 kleine Gurke
Wasabi (Paste aus der Tube oder selbstgemacht aus Wasabi Pulver)

Für das Essigwasser:
250 ml Wasser
1 EL Reisessig

Zum Servieren (jeweils für jeden Gast bereitstellen):
Wasabi (Paste aus der Tube oder selbstgemacht aus Wasabi Pulver)
Sushi-Ingwer
Sojasauce


Zubereitung (20 Minuten / ggf. 60 Minuten zum Reiskochen)

Hosomaki Zutaten

1. Schritt

Zutaten für die gerollten dünnen Hosomaki Sushi bereitlegen sowie den Sushi-Reis vorbereiten (hier zum Rezept für leckeren Sushi-Reis) und kurz abkühlen lassen. Zusätzlich das Essigwasser in einer kleinen Schale mit frischem Wasser und Reisessig vorbereiten für das Formen des Reises.
Außerdem die Sushimatte mit Frischhaltefolie einschlagen, damit der Reis nicht zwischen dem Bambus kleben bleibt.


Hosomaki Schritt 2 Wasabi vorbereiten

2. Schritt

Wenn das Wasabi zum Servieren auf Grundlage von Wasabi Pulver selbst gemacht werden soll: Das Mischverhältnis zum Anrühren beträgt 5 TL Wasabi Pulver zu 3 TL Wasser. Beides zusammen in einer kleineren Schüssel verrühren, eventuell zu einer Kugel formen und 5 Minuten ziehen lassen, damit sich das Aroma entfalten kann.


Hosomaki Schritt 3 Fisch vorbereiten

3. Schritt

Während der Reis zubereitet wird, die Füllung vorbereiten: Dazu den Thunfisch als auch den Lachs mit einem scharfen Messer behutsam in Streifen (circa 1 x 1 cm) schneiden. Dazu (1) entweder das Messer schräg (45° Winkel) zum Fischfilet ansetzen und das Filet zuerst in 1 cm breite Scheiben schneiden. Danach jede Scheibe der Länge nach in 1 cm breite und (je nach Filet) 10 cm lange Streifen schneiden. Oder (2) bei sehr flachem Filet einfach 1 cm breite Streifen abschneiden.


Hosomaki Schritt 4 Gurke vorbereiten

4. Schritt

Die Gurke waschen und trocken tupfen. Längst halbieren, dann jeweils vierteln und die Kerne mit dem Messer entfernen.
Idealerweise entstehen so jeweils 2 lange Streifen Thunfisch, Lachs und Gurke.


Hosomaki Schritt 5 Nori halbieren

5. Schritt

Die Noriblätter übereinanderlegen und mit einer Schere halbieren.


Hosomaki Schritt 6 Sushi-Reis verteilen

6. Schritt – mit Bambusmatte

Der gesäuerte Sushi-Reis sollte nun fertig gegart und abgekühlt sein. Zum Rollen der dünnen Hosomaki die in Folie eingeschlagene Bambusmatte mit der grünen Seite nach oben auf die Arbeitsfläche legen. Ein halbiertes Noriblatt mit der glatten Seite nach unten so auf die Bambusmatte legen, dass beides (Matte und Nori) am unteren Rand genau übereinanderliegt und abschließt.
Die Hände in der bereitgestellten Essig-Wasserschale befeuchten und 100 g Sushi-Reis mittig auf dem Nori platzieren. Den Reis gefühlvoll nach und nach auf dem Nori ausbreiten, aber oben einen Rand von 1 cm Platz lassen (die Hände immer mal zwischendurch in das Wasser tauchen).


Hosomaki Schritt 7 Füllung verteilen

7. Schritt – mit Bambusmatte

Insgesamt werden 6 Hosomaki Sushi-Rollen zubereitet: Dazu zwei Rollen mit Thunfisch, zwei Rollen mit Lachs und zwei Rollen mit Gurke füllen. Die Füllung zentral auf dem Reis verteilen.


Hosomaki Schritt 8 Sushi-Rolle formen

8. Schritt – mit Bambusmatte

Jetzt werden die Hosomaki Sushi-Rollen geformt: Die untere Kante der Bambusmatte plus Nori mit Daumen und Zeigefinger anheben. Die Füllung mit restlichen Fingern festhalten. Sushi-Matte bis zum freigelassenen oberen Rand heben und leicht andrücken. Matte wieder etwas anheben und beide Enden des Noriblattes zusammenfügen, sodass eine überlappende Naht entsteht. Die Sushi-Rolle vollständig in die Matte einrollen und schön rund formen.
Die fertig gerollte Hosomaki Sushi-Rolle beiseitestellen und auf dieselbe Weise fünf weitere Hosomaki formen.


Hosomaki Schritt 9 Sushi mit Sushimaker formen

9. Schritt – mit Sushimaker

Einfache Alternative zum Formen: Sushimaker (hier ansehen und einkaufen)!
In der Essig-Wasserschale zum Formen der Hosomaki den Sushiformer (große und kleine Seite) eintauchen und kurz abtropfen lassen.
Die große Seite des Sushiformers mit 50 g Sushi-Reis befüllen und in der Mitte die Füllung platzieren. Dann noch einmal 50 g Sushi-Reis oben drauf verteilen.


Hosomaki Schritt 10 Sushi mit Sushimaker formen

10. Schritt – mit Sushimaker

Jetzt den Deckel des Sushimakers auf den Reis setzen und beide Seiten mit leichtem Druck ineinander drücken. Den Former öffnen, indem der Deckel abgenommen wird. Auf der Rückseite der großen Seite des Formers die kleinen Dreiecke leicht nach innen drücken und so die Sushirolle aus der Form holen. Die Sushi-Rolle direkt auf ein halbiertes Noriblatt legen und damit umwickeln.


Hosomaki Schritt 11 Sushi schneiden

11. Schritt

Ein größeres, wirklich scharfes Messer mit etwas Essigwasser benetzen. Die Hosomaki Sushi-Rollen jeweils zuerst halbieren und jede Hälfte in 3 Scheiben schneiden.


Hosomaki Fertig

12. Schritt

Die Hosomaki jetzt zusammen mit Wasabi, Sushi-Ingwer und Sojasauce servieren. Fertig – Itadakimasu!


Die passenden Zutaten einkaufen:

Für den Sushi-Reis:
Reis – weißer, kurzkörniger Reis (von Okomesan kaufen)
Kombu – Seetang mit vielen Umami-Aromen (von Wel-Pac kaufen)
Sushinoko – japanisches Essig-Pulver für Sushi-Reis (von Tamanoi kaufen)

Außerdem:
Reisessig – milder Essig aus Japan (von Otafuku kaufen)
Sushinori – geröstete Seetangblätter für Sushi und Onigiri (von AFS kaufen)
Sojasauce – japanische Koikuchi Shoyu (von Yamasa kaufen)
Sushi-Ingwer – eingelegter Ingwer für Sushi (von Daruma kaufen)
Wasabi – als Pulver (von S&B kaufen) oder als Paste (von S&B kaufen)

Hilfreiche Utensilien:
Bambusmatte – Sushimatte aus Japan (hier kaufen)
Sushimaker – Reisformer für Hosomaki Sushi-Rollen aus Japan (hier ansehen und einkaufen)

Hosomaki Titelbild

Futomaki – dicke Sushi-Rollen

Als Futomaki werden dicke Sushi-Rollen mit einer reichen, vielfältigen Füllung aus Gemüse und Meeresfrüchten bezeichnet. Dabei werden im Gegensatz zu Hosomaki ganz Noriblätter und die doppelte Menge an Reis verwendet. Durch eine gekonnte Anordnung der Füllungen zaubern so manche Köche kunstvolle Muster in die dicken Rollen, die erst beim Schneiden sichtbar werden!

In diesem Rezept zeige ich dir eine meiner liebsten Füllungskombinationen aus würzig eingekochten Shiitake Pilzen, erfrischendem Ingwer, Surimi (Krebsfleisch) und reichhaltiger Avocado. Unbedingt selbst ausprobieren:

Temaki – handgerollte Sushi

Die wunderbare Sushi-Variante Temaki ist wirklich kinderleicht zuzubereiten, da hierbei der Reis und die Füllung von Hand kegelförmig in ein Noriblatt gewickelt werden. Das Rezept mit viel frischem Gemüse und selbstgemachtem Sushi-Reis bietet sich dazu an, alle Zutaten auf einen Tisch zu stellen und jeden Mitesser selbst leckere Temaki Sushi formen zu lassen! Es werden keine Sushimatte oder ausgefallene Zutaten benötigt – Temaki sind ein leckerer Spaß für Groß und Klein:

Uramaki – Inside-out, California Roll und Dragon Roll

Uramaki sind außerhalb Japans vor allem als California Roll oder Inside-out Sushi bekannt. Bei dieser Abwandlung von traditionellem Maki Sushi befindet sich der Reis außen und das Noriblatt innerhalb der Sushi-Rolle – umhüllt wird alles mit geröstetem Sesam (von Suki kaufen).

Das Rezept für Inside-Out Sushi-Rollen wurde zum ersten Mal von einem in Amerika geborenen japanischen Sushi-Koch in den frühen 1970er Jahren für seine Kunden kreiert, die den Anblick von rohem Fisch und die Textur von knusprigem Nori nicht gewohnt waren. Die Lösung bestand darin, beides in das Innere der Sushi-Rolle zu verschieben und stattdessen Reis mit Sesam außen zu platzieren. Seitdem ist diese Sushi Variante zu einem internationalen Klassiker beim Sushi Menü geworden.

Trotz des extravaganten Aussehens ist diese Art von gerolltem Sushi einfacher zuzubereiten als du vielleicht glaubst – also dringend ausprobieren:

Gunkan Maki – Sushi Schiffchen

Gunkan Maki bedeutet wörtlich Kriegsschiff und ist eine Form von Nigiri Sushi. Die bootförmigen, ovalen Reis-Rollen werden von Hand geformt und in einen Streifen Seetang gewickelt, um Platz zu schaffen, um mit leckeren Toppings gefüllt zu werden – zum Beispiel mit selbstgemachtem Wakame Algensalat, Räucherlachs in Mayonnaise und Lachsrogen hier im Rezept:

Gunkan Maki sind eine Weiterentwicklung von klassischen Nigiri Sushi, da einige leckere Toppings wie Algensalate oder Meeresfrüchte wie Lachsrogen nicht auf handgeformtem Sushi-Reis haften bleiben. Daher wird der Reis bei den auch als Sushi-Schiffchen bezeichneten Gunkan mit Noristreifen umwickelt. Durch den erhöhten Rand können so auch andere schmackhafte Beläge für Sushi verarbeitet werden.

Inari Sushi – mit Sushi-Reis gefüllte Tofutaschen

Ein Muss für ein japanisches Sushi Menü sind Inari Sushi! Die Sushi-Reis-Füllung wird in frittierte Tofutaschen eingewickelt, die einen unverwechselbaren süßen und gleichzeitig herzhaften Geschmack mitbringen. Gefülltes Sushi wird in Japan am liebsten zuhause zubereitet, um Reis für unterwegs als Snack transportierbar zu machen. Es gibt ganz verschiedene Füllungen, wobei Reis mit verschiedenen Kräutern oder saisonalen Gemüse vermischt werden kann.

Traditionelles Inari Sushi besteht aus köstlichen frittierten Tofutaschen, in die der selbstgemachte Sushi-Reis gefüllt wird. Hinter diesen Tofutaschen steckt übrigens gewöhnlicher Tofu! Zur Herstellung wird Tofu in einem ersten Schritt zu Aburaage verarbeitet, indem er in dünne Scheiben geschnitten und anschließend zuerst bei 110-120°C und dann ein zweites Mal bei 180-200°C frittiert wird. Die hellen und luftig frittierten Tofuscheiben werden dann halbiert und in einem Sud aus Dashi, Zucker, Sojasauce, Mirin und Sake für 20 Minuten leicht geköchelt. So erhalten sie einen wunderbar süßlichen und herzhaften Geschmack, was hervorragend zum leicht säuerlichen Sushi-Reis passt!

Wem dieser Aufwand ein weing zu hoch ist, der kann Inari Sushi Tofutaschen auch küchenfertig einkaufen (von Hikari kaufen):

Inari Sushi no moto von Hikari.

Inari Sushi no moto | frittierte Tofutaschen für Sushi

Dieses Rezept ist übrigens nicht nur zuhause bei einem japanischen Sushi Menü lecker, sondern wird auch bei einem Picknick unter freiem Himmel ein echter Genuss sein:

Chirashi Sushi – Sushi Bowl

Gefüllte Sushi Bowls, also Schalen gefüllt mit Reis und garniert mit herzhaften Toppings, lassen sich besonders leicht und einfach zuhause zubereiten. Für Chirashi Sushi (oder aus Chirashi-Zushi) wird gesäuerter Sushi-Reis nicht in Form gebracht, sondern in eine Schale angerichtet. Chirashi bedeutet so viel wie „streuen“ – die weiteren Zutaten für das Rezept wie Fisch und Gemüse werden geschmackvoll auf den Reis „gestreut“.

Chirashi Sushi ist ein perfektes Gericht für ein edles Abend- oder auch ein vernünftiges Mittagsessen – ein ideales Rezept für deine japanische Alltagsküche! Dieses Rezept für eine pikante Sushi Bowl verbindet eine unkomplizierte und schnelle Hauptmahlzeit mit der Zubereitung von frischem Gemüse und scharf angebratenem Thunfisch:

Onigirazu – Sushi Sandwich

Sushi Sandwiches sind eine Neuinterpretation von klassischen Onigiri – also den japanischen Reisbällchen in dreieckiger Form. Die farbenfrohe Füllung macht sofort Lust, in diesen leckeren Snack für unterwegs hineinzubeißen:


Welche Beilagen dazu reichen?

– Schritt #3: Sojasauce, Wasabi, Ingwer –

Sushi ist, um es kurz zu sagen, ziemlich gesund. Insgesamt enthält eine Sushi-Rolle durchschnittlich weniger als 100 Kalorien!

Daher ist andererseits unbedingt auf die richtigen Beilagen zu achten, die – wie bei Sojasauce – oftmals einen höheren Salzgehalt mitbringen. Welche Beilagen üblicherweise zu Sushi serviert werden und auch bei deinem perfekten Sushi Menü nicht fehlen dürfen, zeige ich dir hier im Kapitel:

Sojasauce & Ponzu – Gewürzsaucen

Sojasauce (von Yamasa kaufen) ist die wichtigste japanische Gewürzsauce. Sie wird aus Sojabohnen, Getreide, Salz und Wasser hergestellt und auch als Shoyu bezeichnet. Die würzige Sauce wird oft und gerne eingesetzt, sollte aber bei Sushi sparsam verwendet werden, da sie recht salzig ist und den Geschmack der feinen Sushi überdecken würde.

Tare Sojasauce

Sushi wird in Sojasauce nur kurz eingetaucht und nicht darin ertränkt!

Der Reis sollte sich nicht komplett mit der Sojasauce vollsaugen – meistens zerfallen das die geformten Nigiri von selbst, was natürlich nicht passieren sollte. So sollten die Rollen und Schiffchen nur mit einer kleinen Ecke eingetunkt werden und dann im Ganzen verzehrt werden.

Am besten wird nur japanische Sojasauce für ein Sushi Menü verwendet. Chinesische Sojasauce eignen sich NICHT, da diese zu salzig ist. Die beste Sojasauce für Sushi ist mit Abstand:

Gerne wird auch Ponzu (von Kikkoman kaufen) anstatt oder neben der klassischen Sojasauce gereicht. Ponzu ist eine würzige Sauce aus Zitrusfrüchten, die meistens zusammen mit Sojasauce vermischt angeboten wird. Ponzu wird hergestellt, indem Mirin, Reisessig, Katsuobushi Bonitoflocken und Kombu bei mittlerer Hitze gekocht werden. Die Flüssigkeit wird anschließend abgekühlt und abgesiebt, um das Katsuobushi zu entfernen. Schließlich wird der Saft einer oder mehrerer Zitrusfrüchte wie Yuzu, Sudachi, Daidai, Kabosu oder Zitrone hinzugefügt. Die Verwendung entspricht genau der von Sojasauce – durch die Zitrusfrüchte wird der Geschmack eher säuerlich-würzig.

Aufgrund seiner Vielseitigkeit und seines erfrischenden Geschmacks kann man Ponzu Sauce auf viele verschiedene Arten verwenden: Zum Beispiel auch als Dip für Shabu-Shabu, als Marinade für gegrilltes Fleisch und Gemüse oder als Dressing für Salate oder kalte Nudeln.

Ponzu von Kikkoman.

Ponzu | Sojasauce mit Zitrone

Gari – eingelegter Sushi-Ingwer

Eingelegter Ingwer (von Daruma kaufen) wird als hauchdünne Scheiben zu Sushi serviert, um den Gaumen zwischen verschiedenen Portionen geschmacklich zu neutralisieren.

Sushi Ingwer von Endo.

Sushi-Ingwer | eingelegter, pinker Ingwer

Eingelegter Ingwer wird nur stückchenweise als Ergänzung und nicht als Beilagensalat gegessen!

Wasabi – scharfe Meerrettichpaste

Wasabi ist ein scharfer, grüner Meerrettich, der zu einer Paste verarbeitet wird, die entweder – bei Nigiri – bereits zwischen Reis und Belag gestrichen oder als Würzmittel zusätzlich serviert wird. Dabei ist beachten: „Wasabi soll intensivieren, nicht dominieren.“

Es gibt zwei gebräuchliche Varianten: als Paste aus der Tube oder als Pulver zum Anrühren. Die fertige Paste (von S&B kaufen) in der Tube ist zwar praktisch, verliert aber nach dem Öffnen schnell an Aroma. Daher greifen viele auf Wasabi Pulver (von S&B kaufen) zurück, das lange ohne Geschmacksverlust haltbar ist. Das Mischverhältnis zum Anrühren beträgt 5 TL Pulver zu 3 TL Wasser. Beides zusammen in einer kleineren Schüssel verrühren und 5 Minuten ziehen lassen, damit sich das Aroma entfalten kann.

Wasabi für Sushi vorbereiten

Misoshiru – Miso-Suppe

In Japan ist ein Tag ohne Miso-Suppe wie ein Tag ohne … Essen. Misoshiru wird normalerweise zum Frühstück, aber genauso auch zum Mittag- und Abendessen – zum Beispiel bei einem japanischen Sushi Abend – gekocht. Diese leichte und einfache Miso-Suppe aus 3 Zutaten kann durch ihren tiefen Geschmack absolut befriedigend sein. Dieses Rezept ist ein Muss für deine japanischen Kochkünste:

Goma Wakame – Algensalat

Goma Wakame ist ein typischer japanischer Algensalat, der nicht nur köstlich, sondern auch ein leichter Genuss zu einem authentischen Menü wie in Japan ist. Dieses Rezept ist besonders schnell und einfach zubereitet – das Highlight ist der verwendete Yuzusaft (von Yuzuya kaufen), der dem Wakame (von Wel-Pac kaufen) eine dezente exotische Aromanote verleiht!


Sushi richtig servieren und essen?

– Schritt #4: Sushi-Etikette –

Wie sollte der Tisch eingedeckt sein?

Für jeden Gast sollte ein eigenes Gedeck bereitgestellt werden. Jedes Gedeck besteht aus einem Paar Essstäbchen und einen Essstäbchenhalter (dort können die Stäbchenspitzen abgelegt werden, damit sie nicht direkt auf dem Tisch liegen). Weiterhin erhält jeder Gast ein Sortiment aus drei kleinen Schüsseln oder Tellern für Sojasauce, Wasabi und Sushi-Ingwer. So kann sich jeder am gemeinschaftlichen Sushi Menü, das zum Beispiel nacheinander in der Tischmitte aufgebaut wird, nach Belieben bedienen und trotzdem für sich selbst das Sushi genießen.

In welcher Reihenfolge verschiedene Sushi servieren?

Sowohl für edle Sushi Restaurant als auch für zuhause gilt, dass Sushi zu verspeisen keinen festen Regeln zu folgen hat. Es gibt kein festgeschriebenes Menü, an das sich gehalten werden muss. Ein paar Anregungen für einen gelungenen Aufbau sind trotzdem:

Sushi mit Stäbchen oder Fingern essen?

Sushi kann sowohl mit Stäbchen als auch mit den Fingern gegessen werden. Immerhin wurde Sushi ursprünglich als Snack erfunden, der einfach an einem Straßenimbiss gegessen werden sollte. Heute erhält man in einer Sushi-Bar zu Beginn einer Mahlzeit sogar ein feuchtes Handtuch, mit dem sich der Gast die Finger abwischen kann, bevor mit dem Essen begonnen wird. Das wäre auch eine gute Idee für dein Sushi Menü zuhause oder?

Ob mit Stäbchen oder den Händen: Sushi sollte idealerweise in einem Stück gegessen werden. Es wird als unhöflich angesehen, ein Stück Sushi in zwei Hälften zu beißen und die verbleibende Hälfte wieder auf den Teller zu legen.

Außerdem wird nur eine kleine Ecke des Sushi in die Sojasauce eingetaucht. Ansonsten zerfällt der Reis und der delikate Happen schmeckt nur noch nach Salz.

Sushi richtig essen

Welche Getränke servieren?

– Schritt #5: Tee, Sake & Whiskey –

Man sagt allgemeinhin, dass Japaner zum Essen das trinken, was ihnen schmeckt. Vielleicht ist dies auch der Grund dafür, dass Sushi-Lokalen eine umfangreiche Palette von Getränken anbieten. Traditionellerweise wird zu einem gelungenen Sushi Menü eine Tasse grüner Tee oder etwas Sake gereicht. Als passende Idee zum Ausklingenlassen des gelungenen Sushi-Abends sind vor allem echt japanische Cocktails mit Whiskey ein schöner Einfall!

Grüner Tee

Japanischer Tee ist nicht nur köstlich, sondern auch gesund und eins der meistgetrunkenen Getränke in Japan. Weltweit wird besonders japanischer Grüntee immer beliebter, der heute ein lebendiger Teil der japanischen Kultur ist und einen großen Stellwert im japanischen Alltag einnimmt. Die Zubereitung des japanischen Grüntees fußt ursprünglich auf zeremoniellen Riten mit spirituellem Anspruch. In Verbundenheit zu diesem Gedanken stelle ich dir hier die allerbeste Methode für schonend zubereiteten grünen Tee wie in Japan vor:

Sake – japanischer Reiswein

Sake repräsentiert bis heute Kultur, Geschichte und Landschaft Japans und darf bei feierlichen Anlässen und religiösen Ritualen nicht fehlen. Jede Region, jede Familie und jede Bar in Japan schenkt Nihonshu in unterschiedlicher Auswahl und Vielfalt aus – es gibt spezialisierte Lokale, die viele hochwertige Sorten sogar mit Beratung anbieten.

Alle wichtigen Eigenschaften zwischen den verschiedenen Sorten und die besten Tipps, damit du Sake ab sofort richtig verwendest – zum Beispiel solltest du die unterschiedlichen Qualitätsmerkmale kennen – zeige ich dir hier:

Whiskey – leichte Cocktails als Abschluss

Auch wenn Whiskey im Vergleich zu Sake noch nicht lange in Japan produziert wird, so ist es doch erstaunlich, dass der pro Kopfverbrauch von Whiskey im Land der aufgehenden Sonne höher ist als zum Beispiel in Amerika oder Großbritannien! Der Besuch in einem japanischen Izakaya (typische Kneipe) zeigt, dass vor allem althergebrachte Cocktails wie Whiskey Sour oder Whiskey Highball auf der Getränkekarte stehen:


Zusammenfassung

Das solltest du unbedingt über Sushi wissen:

✎ Sushi ist mit Essig gewürzter Reis, der sowohl mit rohem als auch gekochtem oder mariniertem Fisch (oder anderen Meeresfrüchten), Gemüse oder japanischem Omelett gefüllt oder belegt ist.

✎ Sushi ist fett- und kalorienarm und wird nur mit allerfrischesten Zutaten zubereitet. Es bietet unzählige Variationsmöglichkeiten und Geschmacksrichtungen, auch für zuhause!

✎ Die wichtigsten Zutaten sind Sushi-Reis, Fisch und Meeresfrüchte, Gemüse, Tamagoyaki und Noriblätter.

✎ Unverzichtbare Küchenutensilien sind scharfen Messer, eine Sushimatte aus Bambus, eine große Schüssel und ein Reislöffel.

✎ Traditionellerweise werden zu einem Sushi Menü Nigiri (handgeformt), Maki (gerollte), Uramaki (Inside-Out oder California Roll), Gunkan (Schiffchen) und Inari Sushi (mit Reis gefüllte Tofutaschen) serviert.

✎ Dazu werden Sojasauce, eingelegter Ingwer und Wasabi gereicht.

✎ Typische Beilagen sind Misoshiru (einfache Miso-Suppe) und Goma Wakame (japanischer Algensalat). Als Getränke bieten sich grüner Tee und Sake an.

Verpasse nicht die Checkliste für einen gelungene Sushi Abend (hier als PDF herunterladen).

Wenn du jetzt gleich mit der Zubereitung deines leckeren Sushi Menüs starten möchtest, halte dich am besten an den oben gezeigten Menüvorschlag (für 4 Personen) und orientieren dich an meiner Checkliste für einen gelungenen Sushi Abend mit Einkaufsliste und simplen Schritt für Schritt Anleitungen!

Viel Spaß beim Nachkochen, Ausprobieren und Feiern!

Sushi Titelbild

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