Onigiri – japanische Reisbällchen einfach füllen und formen

Onigiri sind japanische Reisbällchen, die mit verschiedenen Füllungen (von Thunfisch bis Umeboshi) versehen und in getrocknete Algenblätter (Nori) gewickelt werden. Sie sind sehr gut als frischer, sättigender und gesunder Snack für unterwegs geeignet.

Onigiri Titelbild1

Nicht nur die Füllung der japanischen Reisdreiecke kann nach individuellem Geschmack ausgewählt, sondern auch die Form mit schönen Motiven, verrückten Designs und süßen Elementen verziert werden.

Die hier vorgestellten 5 Schritte werden dir schnell helfen, den Reis für die gefüllten Reisbällchen richtig zu kochen, die beste Füllung auszuwählen, die Dreiecke ordentlich zu formen und in Nori einzuwickeln und schließlich für unterwegs gut zu verpacken!

Mit dem Grundrezept für Onigiri mit Furikake als Abschluss des Artikels kannst du gleich mit den Vorbereitungen für deine eigenen Onigiri anfangen und in nur 10 Minuten fertige Onigiri für unterwegs zaubern.


Rund um Onigiri:

– Inhaltsverzeichnis –


Was sind Onigiri?

– Hintergrundwissen –

Sie sind dreieckig, sie sind lecker, sie sind perfekt für unterwegs! – Onigiri. Die kleinen japanischen Reisbällchen sind der Hotdog für den New Yorker, das Sandwich für den Engländer oder das belegte Brot für uns Deutsche. Der japanische Snack für den kleinen Hunger zwischendurch wird aus weißem japanischem Reis geformt und ist oft mit einem Algenblatt (Nori) umwickelt.

Onigiri mit Furikake-Füllung

Onigiri machen nicht nur Reis transportierbar und leicht essbar, sondern enthalten auch eine leckere Füllung, zum Beispiel Lachs in Mayonnaise, Umeboshi (eingelegte Pflaumen) oder Furikake (typisches japanisches Reisgewürz), die wir uns weiter unten noch ansehen.

Für Japaner symbolisiert dieses handliche Dreieck den Moment der Pause und des Innehaltens im stressenden (wenn auch sehr geordneten) japanischen Alltag. Auch wenn der Snack in jeder erdenklichen Variation im Convenience-Shop in Japan erhältlich ist, wecken sie Erinnerungen an die Kindheit, an Ausflüge und genussvolle Augenblicke.

Seit Japaner Picknicks – wie zum Beispiel die Treffen anlässlich der jährlichen Kirschblüte – veranstalten, werden gefüllte Reisbällchen geformt und mitgenommen. Und das bis heute!

Du merkst sicher schon, dass ein Onigiri nicht einfach in Form gepresster Reis mit Füllung ist. Die liebevoll gestalteten Reisbälle sind auch der Ausdruck von Gefühlen! So bekommt der Ball ein lächelndes Gesicht, wenn einem Schüler viel Erfolg bei einer Prüfung gewünscht werden soll. Oder ein grimmiges Antlitz, wenn der Partner vier Nächte hintereinander betrunken nach Hause kommt!


In 5 Schritten Onigiri selber machen.

– Schritt für Schritt-Anleitung –

Aufgrund ihrer sehr großen Beliebtheit gibt es die Reisdreiecke in Japan in unendlich vielen Variationen in allen Convenience Stores landesweit!

Hier in Deutschland gibt es diesen tollen Luxus bei Weitem nicht – daher heißt es: Selbst kreativ werden und japanische Reisbällchen zuhause von Hand zubereiten!

Onigiri mit Nori

Die nun folgende simple Anleitung zeigt dir, wie du in 5 schnellen Schritten deine eigenen Onigiri selber machen kannst!

  1. Den Reis vorbereitenzu Schritt 1 springen.
  2. Die beste Onigiri Füllung wählen zu Schritt 2 springen.
  3. Die Reisbällchen richtig formenzu Schritt 3 springen.
  4. Onigiri einwickeln oder braten zu Schritt 4 springen.
  5. Die Reisdreiecke für unterwegs verpackenzu Schritt 5 springen.

Im Anschluss daran folgt das zusammenfassende Onigiri Grundrezept, das du nicht verpassen solltest!

In 10 Minuten Onigiri selber machen?

Na klar, mit unserem beliebten Kochset für Onigiri! Darin enthalten sind alle Zutaten für 20 leckere selbstgemachte Reisbällchen wie in Japan – passend zu den 5 Schritten hier im Artikel. Du hast die Wahl zwischen einer Füllung aus Tamago (Ei) oder Katsuo (Fisch) – ganz nach deinem Geschmack!


Reis kochen.

– Schritt 1 –

Die Grundzutat für alle Onigiri ist natürlich Reis. Daher schauen wir uns zu Beginn dieses wichtige Element genauer an!

Welchen Reis sollte man für Onigiri verwenden?

Für die Zubereitung von japanischen Reisbällen solltest du am besten einen kurz- bis mittelkörnigen (auch rundkörnigen), weißen Reis verwenden.

Zur Portionierung: Aus 500g Reis (lose, ungewaschen und ungekocht) kannst du ungefähr 10 große Onigiri formen!

Da echt japanischer Reis eigentlich nicht exportiert wird, heißt die beste Reis-Sorte, die in Deutschland verfügbar ist, „Calrose“ und wird auch gerne als „Sushi-Reis“ auf der Verpackung bezeichnet. Dieser Reis stammt aus Kalifornien und manchmal auch aus Italien. Fertig gegart besitzt diese Sorte eine weiche Konsistenz, ist sehr mild im Geschmack und klebt gut zusammen.

Am liebsten verwende ich diesen leckeren kurzkörnigen Reis (von Itakomachi kaufen) – er ist sehr mild im Geschmack und die ideale Grundlage für alle japanischen Gerichte:

Reis von Itakomachi.
Reis von Itakomachi.

Mehr Details zum Reis von Itakomachi findest du bei uns im Onlineshop.

Tipp: Alternativ kannst du auch im Supermarkt erhältlichen Milchreis verwenden, der in seinen Eigenschaften einem japanischen Reis sehr ähnlich ist. Dann natürlich nicht in Milch, sondern in Wasser kochen!

Vergiss bei der Zubereitung des japanischen Reis nicht mit einem würzigen Essig (von Mizkan kaufen) zu arbeiten! Dieser gibt dem weißen Reis eine leicht säuerliche Note und darf bei japanischem Reis nicht fehlen:

Komesu (Getreideessig) von Mizkan.
Komesu (Getreideessig) von Mizkan.

Der Getreideessig von Mizkan ist auch bei uns im Onlineshop erhältlich.

Wie wird Reis für Onigiri richtig gekocht?

Zur Vorbereitung wird der lose Reis in kaltem Wasser gewaschen, sodass sich die Stärke von der Samenschale löst und die Körner später gut zusammenkleben. Das Zusammenkleben der Reiskörner ist typisch und sehr wichtig, um aus ihm perfekte Onigiri zu formen!

Auch die ideale Menge an Kochwasser zu bestimmen, ist ein wichtiger Punkt – dazu aber immer zuerst in der individuellen Kochanleitung des Reis nachlesen! Generell gilt allerdings, dass genausoviel Wasser wie Reis verwendet wird: Also auf 100g losen Reis kommen 100ml Wasser!

Um den japanischen Reis für Onigiri zu kochen, folgst du am besten einfach unserer simplen Anleitung hier im Rezept:


Onigiri Füllung auswählen.

– Schritt 2 –

Wenn du den Reis vorbereitet hast, solltest du dir Gedanken über die richtige Füllung der japanischen Reisbällchen machen.

Onigiri sind üblicherweise mit einer sehr intensiven Füllung bestückt oder mit einem Reisgewürz vermischt worden, da der Reis viel vom Aromen „schluckt“. Wird zu wenig Füllung bzw. Gewürz verwendet oder ist diese nicht sehr intensiv, werden Onigiri schnell fade im Geschmack.

Die Füllungen werden übrigens separat vorbereitet und – sobald der Reis abgekühlt (siehe Grundrezept für Onigiri) ist – weiterverwendet.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Füllung wegzulassen und stattdessen die fertig geformten Reisbälle von außen mit Salz zu bestreuen. Das ist eine gute Option, wenn es mal schnell gehen soll!

Was die richtige Onigiri Füllung oder Würzung betrifft, kannst du dir aus den folgenden Kategorien deine eigene Lieblingsfüllung auswählen:

Variante #1: Onigiri mit Reisgewürz (Furikake).

Furikake ist eine trockene japanische Gewürzmischung, die klassischerweise auf gekochten Reis gestreut oder mit diesem vermischt wird. Als Onigirigewürz besteht es typischerweise aus einer Mischung aus getrocknetem Fisch, Sesamsamen, gehacktem Seetang, Zucker und Salz. Aber auch andere geschmacksintensive Zutaten wie Katsuobushi (getrocknete Bonitoflocken), gefriergetrockneter Lachs (oder andere Meeresfrüchte), Shiso (Sesamblätter), Ei, Miso-Paste oder Gemüse werden in Japan häufig als Reisgewürz verwendet.

Um ein Reisgewürz zu verarbeiten, wird zuerst der gekochte Reis abgekühlt und dieser dann kurz, aber kräftig mit dem Reisgewürz deiner Wahl vermischt. Du solltest aufpassen, dass die gekochten Reiskörner nicht zu matschig werden beim Vermischen.

Ich verwende sehr gerne ein vegetarisches Reisgewürz mit Ei (von Smile kaufen) – in Japan als Tamago bezeichnet. Damit geht das Selbermachen von Onigiri super schnell und das Gewürz passt zu jeder Jahreszeit – es ist im Sommer wie auch im Winter lecker als Snack für unterwegs:

Onigiri mit Furikake Sorte Tamago Ei

Deswegen findest du diese Sorte auch in unserem Onlineshop wieder:

Furikake (Tamago) von Smile.
Furikake (Tamago) von Smile.

Mehr Infos zum Furikake (in der Sorte Tamago) von Smile findest du bei uns im Onlineshop.

Die Lieblingssorte meines Mannes ist übrigens diese Variante mit Katsuobushi bzw. Bonitoflocken (von Smile kaufen). Diese ist etwas intensiver im Geschmack, sodass man nach einem Onigiri schon richtig zufrieden ist:

Furikake (Bonito) von Smile.
Furikake (Bonito) von Smile.

Mehr Details zum Furikake (in der Sorte Katsuo/Bonito) von Smile findest du hier bei uns im Onlineshop.

Wie du auch im Grundrezept weiter unten lesen wirst, wird diese Gewürzmischung unter den bereits gekochten Reis gemischt und weiter zu Reisbällchen geformt.

Variante #2: Onigiri mit Füllung.

In Japan werden Onigiri nicht nur zusammen mit einem Reisgewürz hergestellt, sondern auch gerne eine mit einer leckeren Füllung angeboten. Zu den beliebtesten Füllungen gehören:

Lachs (Sake)

Um eine leckere Lachsfüllung für Reisdreiecke zu machen, benötigst du circa 50 Gramm Räucherlachs, der mit einer Gabel zerkleinert und mit 40 Gramm Mayonnaise sowie etwas gehacktem Schnittlauch vermischt wird:

Onigiri mit Lachsfüllung

Das passende Rezept für Onigiri mit Lachsfüllung findest du hier:

Thunfisch (Maguro)

Für eine klassische Thunfisch-Füllung vermischt du 50 Gramm Thunfisch aus der Dose mit der gleichen Menge einfacher Mayonnaise. Für etwas mehr Raffinesse kannst du noch etwas gerösteten Sesam mit untermischen.

Tempura (Tenmusu)

Reisbällchen mit frittierten Garnelen nach Tempura-Art sind knusprig und ein echter Hingucker! Unbedingt ausprobieren:

Onigiri mit Tempura-Garnelen werden Tenmusu genannt.
Onigiri mit Tempura-Garnelen werden Tenmusu genannt. Quelle: HiC / photoAC

Hier lernst du übrigens, wie du schnell und authentisch Tempura frittieren kannst:

Katsuobushi (Bonitoflocken)

Um Onigiri mit Katsuobushi-Füllung (auch Okaka Onigiri genannt) herzustellen, vermischst du einfach weniger als eine handvoll, also ungefähr 3g Bonitoflocken (von Makurazaki kaufen) mit einem Teelöffel Sojasauce (von Yamasa kaufen) in einer Schüssel. Diese Menge reicht für fünf Onigiri, also circa 200g gekochten Reis.

Vegetarische Onigiri

Wakame (Seetang)

Wakame (von Daruma kaufen) sind typisch japanische Braunalgen, die zum Verzehr geeignet sind. Falls du getrocknete Wakame für die Füllung verwenden möchtest, solltest du sie mit reichlich Wasser übergießen und ungefähr 10 Minuten ziehen lassen. Die anschließend klein geschnittenen Algen kannst du mit etwas Sesamöl (von Kadoya kaufen), Reisessig (von Mizkan kaufen) und etwas Zucker ganz nach deinem Geschmack würzen. Lass diese Füllung vor der Weiterverarbeitung noch mindestens eine Stunde stehen!

Onigiri – Wakame (Seetang) eignet sich sehr gut als frische Reisbällchen-Füllung.
Umeboshi

Mit am häufigsten wird in Japan Umeboshi in Onigiri verwendet, wobei sie durch ihre rote Farbe inmitten von weißem Reis an die japanische Flagge erinnert. Übrigens geben Umeboshi nicht nur viel Geschmack, sondern halten den Reis auch frisch!

Onigiri – Umeboshi geben nicht nur viel Geschmack, sondern halten den Reis auch frisch.

Vorsicht beim Essen: Es ist nicht unüblich, dass Umeboshi auch mit ihren Kernen verarbeitet werden!

Umeboshi sind sauer eingelegte Ume-Früchte, die auch als japanische Aprikose oder japanische Pflaume bezeichnet werden. Sie werden seit über eintausend Jahren in Japan hergestellt und gegessen. Neben der typisch rötlich bis bräunlichen Farbe sind sie zudem sehr sauer und sehr salzig. Du kannst deine Onigiri auch mit einer super leckeren Umeboshi Paste füllen!

Onigiri – Umeboshi gibt es auch im Kühlregal verschiedener Asia-Supermärkte zu kaufen.

Vegane Onigiri

Wichtige Eckpfeiler von veganen Onigiri, um die weiteren frischen Zutaten deiner Wahl richtig zu würzen, sind:

Mit diesen Würzungen kannst du dann viele Gemüsesorten – wie Salatgurken, Avocados, Zwiebeln, Tomaten, Süßkartoffeln, Pok Choi oder Lauchzwiebel – einen leckeren Pfiff verpassen.

Das Gemüse kann roh, gedünstet oder knackig angebraten verwendet und mit den Gewürzen abgeschmeckt werden. Die Füllung sollte dabei ganz leicht überwürzt sein, damit der Reis nicht das ganze Aroma „schluckt“.

Süße Onigiri

Süße Reisbällchen – das ist mal etwas anderes, wenn auch sehr ungewöhnlich. Es könnte sich für dich allerdings als echte Leckerei – zum Beispiel auf einer Party als fantasievoller Einfall – entpuppen. Beispielsweise könntest du den vorbereiteten Reis mit süßer roter Bohnenpaste (von Imuraya kaufen) zusammen mit schwarzem Sesam oder Erdnüssen füllen.

Aber ein anderes (schön älteres) Rezept von lorenadesuu, das es mit angetan hat, kennt die Geheimzutat: Milch!

Du kochst dazu den Reis ganz „normal“ nach obenstehender Anleitung. Sobald der Reis fertig gegart ist, fügst du dem Reis im Topf (bei 200g Reis) 5 Teelöffel Zucker und 5 Teelöffel Milch hinzu. Diesen leicht gesüßten Reis kannst du dann nach Belieben zum Beispiel mit Erdnusscreme oder andern Zutaten, die man eher auf einer Torte vermuten würde, füllen!


Die Reisbällchen richtig formen.

– Schritt 3 –

Warum sind Reisbälle eigentlich dreieckig?

Im Grunde bekommen wir heute fast nur dreieckige Onigiri zu kaufen – runde wären doch auch schön oder? Die Erklärung: In den 1980igern wurde in Japan die Nachfrage nach Onigiri immer größer und die technischen Möglichkeiten immer besser, sodass der nächste Schritt zur Mechanisierung ganz logisch war. Die bis dahin oft anzutreffenden handgerollten (wobei die Betonung auf ROLLEN liegt) Reisbälle konnten von der entwickelten Maschine nicht imitiert werden.

Stattdessen waren drei Ecken für die Produktion, Verpackung und den Transport viel praktischer. Und dabei sind die Japaner bis heute geblieben, auch wenn hausgemachte Onigiri nicht selten eine Kugelform besitzen.

Mithilfe von Onigiriformern

Ich selbst habe mir vor längerer Zeit zwei Onigiriformer (hier im 2er-Set kaufen) besorgt, die mittlerweile bei mir sogar auf jede Urlaubsreise mitkommen. Sie sind wirklich spitze! – so ein tolles Ergebnis hatte ich vorher gar nicht erwartet.

Onigiriformer

In die Formen, die du vorher befeuchten solltest, gibst du den Reis nach und nach hinein und kannst auch eine Füllung zwischendurch platzieren. Dann wird der Deckel aufgesetzt und die Reisbälle ganz leicht gepresst. Mit einer kleinen Vorrichtung auf der Rückseite werden die fertigen Onigiri wieder herausgedrückt:

Onigiriformer Anwendung

Die Formen sind sogar spülmaschinengeeignet und sehr stabil. Falls dies auch für dich eine schöne Option ist, findest du hier alle Informationen:

Onigiriformer im 2er-Set.
Onigiriformer im 2er-Set.

Du findest die Onigiriformer als praktisches 2er-Set bei uns im Onlineshop.

Mit den Händen formen

Um die Reisbälle richtig mit den Händen zu formen, bereitest du neben dem fertig gekochten, bereits abgekühlten Klebereis (kann im Topf bleiben) eine zusätzliche Schüssel vor, die du mit Wasser und einem Schuss Reisessig befüllst.

Tipp: Ich empfehle die Vorbereitungen wirklich vorher zu machen, weil der Reis zum Onigiri-Formen sehr stark an den Fingern klebt.

Wenn alles bereitsteht: Befeuchte deine Hände mit dem Wasser aus der Schüssel. Gebe Reis in eine deiner Hände und forme diesen zu einem Dreieck oder eine andere Form, ganz nach deinen Wünschen.

Drücke den geformten Reis in der Mitte ein wenig ein, sodass eine Kuhle entsteht. Dort kannst du nach Belieben eine Füllung deiner Wahl hineingeben. Schließe die Mulde anschließend gut.

Du kannst auch gerne den Trick mit der Frischehaltefolie als Formhilfe aus dem folgenden Video übernehmen:


Onigiri einwickeln oder braten.

– Schritt 4 –

Nachdem du die Reisdreiecke sorgfältig gefüllt und geformt hast, fehlt nur noch das Finale. Dabei hast du zwei Optionen: Entweder umwickelst du den Reisball mit einem zurechtgeschnittenen Algenblatt (Nori) oder brätst es in einer Pfanne von allen Seiten knusprig an.

Mit Algenblättern (Nori) umwickeln

Um ein Onigiri in ein Algenblatt zu wickeln: Für einen durchschnittlich großen Reisball benötigst du ein circa 8 x 8cm großes Algenblatt (von Ajitsuke kaufen), was du dir zurechtscheiden oder in dieser Größe bereits vorgeschnitten besorgen kannst:

Nori-Zuschnitte von Ajitsuke.
Nori-Zuschnitte von Ajitsuke.

Die Nori-Zuschnitte von Ajitsuke findest du bei uns im Onlineshop.

Das Blatt legst du dann um eine der drei Seiten des Reisballs, sodass das Ergebnis wie hier im Bild aussieht:

Onigiri mit Nori und Stäbchen

Wenn das Noriblatt nicht halten sollte, befeuchte die lose Stelle mit etwas Wasser und drücke sie kurz fest!

Eine weitere Möglichkeit ist, das Reisdreieck mit einem halbierten Nori, das man für Sushi verwenden würde, komplett einzuwickeln. Dies und noch andere kreative Wickeloptionen werden hier im Video vorgestellt:

In der Pfanne anbraten (Yaki Onigiri)

Wie du schon bei anderen leckeren Rezepten aus Japan gelernt hast – zum Beispiel Teppanyaki oder Okonomiyaki – bedeutet der Wortteil Yaki, etwas zu grillen oder zu braten. Dasselbe trifft auch auf Yaki Onigiri zu.

Um selbst gebratene Onigiri zuzubereiten, forme die Reisbälle, wie weiter oben im Beitrag beschrieben. Gerne kannst du sie ganz nach deinen Vorlieben befüllen – doch sofern sich eine andere Zutat als Reis an den Außenseiten befindet, solltest du aufgrund der Hitzeeinwirkung sehr vorsichtig bei der weiteren Zubereitung vorgehen.

Sobald sie fertig geformt sind, öle eine Pfanne (gerne eine Eisenpfanne für besondere Knusprigkeit) mit einem geschmacksneutralen Öl (zum Beispiel Rapsöl) ein wenig ein und stelle sie auf mittlere Hitze. Gib dann deine Reisbälle in die heiße Pfanne und brate sie von allen Seiten knusprig und goldbraun an. Doch wende sie nicht zu oft – immer eine Seite nach der anderen!

Stelle anschließend den Herd auf kleine Stufe ein und bepinsle alle Reisdreiecke mit Sojasauce (von Yamasa kaufen) von jeder Seite. Brate sie so gewürzt noch einmal kurz von jeder Seite – aber Achtung, die Sojasauce verbrennt schnell. Hebe sie aus der Pfanne und fertig: Gebratene Reisbällchen!


Die Reisdreiecke für unterwegs verpacken.

– Schritt 5 –

Lege die fertigen Reisbälle zum Aufbewahren nicht in den Kühlschrank, weil der Reis dort hart wird. Falls es doch im Kühlschrank gelagert werden soll, packe es in Frischhaltefolie oder ein anderes passendes Behältnis luftdicht ein. Es gilt aber dennoch: Reisbällchen sollten schnellstmöglich nach der Zubereitung gegessen werden!

In Papier einpacken

Um Onigiri effektiv und ansprechend für unterwegs mit Brotpapier einzupacken, nutze ich gerne die Anleitung, die das folgende Video vorstellt:

Als Bento

Die Bilder, die du nun sehen wirst, vermitteln schön die Möglichkeiten, um Onigiri als Bento-Bestandteil einzupacken.

Tipp: Damit die Reisbällchen nicht mit dem restlichen Essen vermischen, empfehle ich hübsche Bento-Trennwände oder Cup Cake Formen zu verwenden!

Onigiri – Florales Bento.
Florales Bento. Quelle: n******************m / photoAC
Onigiri – Ideal für jedes Picknick.
Ideal für jedes Picknick. Quelle: チョコラテ / photoAC
Onigiri – Was für ein fröhliches Bento.
Was für ein fröhliches Bento. Quelle: シエルノ /photoAC

Grundrezept für Onigiri mit Furikake.

– einfaches 10-Minuten-Rezept –

Geschafft – jetzt hast du die 5 wesentliche Schritte gelernt, um Onigiri selber zu machen! Du weißt, wie man den Reis richtig vorbereitet, welche Füllungen lecker sind, wie man die Reisbällchen formt, einwickelt und für unterwegs verpackt.

Deswegen fasse ich hier nochmal alle Tipps zusammen und zeige dir in einem einfachen Grundrezept eine simple Anleitung, wie du in 10 Minuten deine eigenen Onigiri selber machen kannst.

Alle wichtigen Zutaten für dieses Rezept findest du als fertige Zusammenstellung bei uns im Onlineshop. Damit geht garantiert nichts schief und die Onigiri sind im Handumdrehen fertig (hier lang geht's zum Onigiri Kochset)!

Onigiri mit Furikake (Tamago) – Grundrezept

Onigiri mit Furikake (Tamago) – Grundrezept
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Onigiri mit Furikake ist eins der leichtesten Rezepte, um japanische Reisbällchen mit einer leckeren Füllung selbst zu machen. Mit dieser Anleitung zauberst du in 10 Minuten deine eigenen Onigiri, die perfekt als Snack für unterwegs als Bento geeignet sind – sie sind frisch, sättigend und gesund!
Im Menü :
Snack
Ernährung :
vegetarisch
Ideal zum :
Mitnehmen
Kochzeit :
10Minuten
Kalorien p.P. :
245kcal
Portionen :
10Stück

– Zutaten –

  • 500gReis, gekocht(für Rezept hier klicken)
  • 20gFurikake(Reisgewürz, siehe Rezepthinweise)
  • 10StückNori(am besten Zuschnitte von 8 x 8cm, siehe Rezepthinweise)

– Zubereitung –

  1. Zu Beginn die Zutaten für die Onigiri mit Furikake prüfen und den Reis vorbereiten (also Reis kochen und circa 20 Minten abkühlen lassen).
    Onigiri mit Furikake Zutaten
  2. Den vorbereiteten Reis gründlich mit dem Furikake vermischen.
    Onigiri mit Furikake Schritt 1 Reis würzen
  3. Eine kleine Schüssel mit Wasser befüllen und bereitstellen. Darin jeweils zum Formen der Reisbällchen den Onigiriformer (große und kleine Seite) eintauchen und kurz abtropfen lassen.
    Onigiri mit Furikake Schritt 2 Schale mit Wasser
  4. Die große Seite des Onigiriformers mit dem Furikake-Reis befüllen. Vorsicht: Nicht über den Rand hinausbefüllen, da sonst alles an den Seiten herausquillt.
    Onigiri mit Furikake Schritt 3 Onigiriformer füllen
  5. Jetzt den Deckel des Onigiriformers auf den Reis setzen und beide Seiten mit leichtem Druck ineinanderdrücken.
    Onigiri mit Furikake Schritt 4 Onigiriformer füllen
  6. Den Onigiriformer öffnen, indem der Deckel abgenommen wird. Auf der Rückseite der großen Seite des Formers das kleine Dreieck leicht nach innen drücken und so das Reisdreieck aus der Form holen.
    Onigiri mit Furikake Schritt 5 Onigiriformer füllen
  7. Das Reisdreieck jetzt mit dem Nori-Zuschnitt nach Lust und Laune umwickeln.
    Onigiri mit Furikake Schritt 6 Onigiri umwickeln
  8. Sobald das Onigiri fertig ist, sollte es baldmöglichst verzehrt werden. Onigiri sind frisch am besten, da der Reis nach einiger Zeit schnell trocken und das Nori-Blatt leicht matchig wird. Fertig – Itadakimasu!
    Onigiri mit Furikake Fertig

– Rezepthinweise –

Du möchtest gleich die passenden Zutaten einkaufen:

Reis – weißer, kurzkörniger Reis (von Itakomachi kaufen)

Komesu – japanischer Reisessig zum Reiskochen (von Mizkan kaufen)

Furikake (Tamago) – japanisches Reisgewürz mit Ei (von Smile kaufen)

Nori-Zuschnitte – geröstete Seetangblätter (von Ajitsuke kaufen)

Onigiriformer (hier im 2er-Set kaufen)

Alle Zutaten und 2 x Onigiriformer sind auch in unserem beliebten Kochset für Onigiri enthalten. Details dazu findest du bei uns im Shop 🙂

Rezept in neuem Fenster öffnen:
Rezept drucken

Zusammenfassung

Das solltest du also unbedingt über japanische Onigiri wissen:

✎ Onigiri sind dreieckige Reisbällchen und perfekt für unterwegs als Snack geeignet.

✎ Die Grundlage besteht aus gekochtem weißen Reis.

✎ Der Reis wird entweder mit einem aromatischen Reisgewürz vermischt oder mit einer leckeren Füllung versehen.

✎ Zum Formen der Onigiri eignen sich besonders gut „Onigiriformer„. Alternativ kann man sie auch mit den Händen formen.

✎ Onigiri werden mit einem Nori-Blatt umwickelt oder in der Pfanne zusammen mit Sojasauce angebraten.

✎ Am besten sollten Onigiri ganz frisch gegessen oder sorgfältig eingepackt werden.

Onigiri mit Furikake Haube

Hast du Lust auf noch mehr rund ums Thema Onigiri? Dann geht es hier direkt weiter:


Onigiri, Omusubi, Nigirimeshi?

– für Fortgeschrittene –

(Kapitel überspringen)

Oder: Warum heißen Onigiri bei uns eigentlich ReisBÄLLE und nicht ReisDREIECKE?

In der Kanto-Tokaido Region (ohne Tokio und Kanagawa) werden die japanischen Reissnacks auch Omusubi genannt, was die eigentliche Dreiecksform beschreibt. Speziell ist damit die Form einer Bergspitze gemeint, was auch ein Symbol für das Göttliche darstellt. Wird Reis zu einer Bergspitze geformt und gegessen, ist dies ein Zeichen dafür, Lebenskraft von Gott zu erhalten.

Im restlichen Japan plus Tokio und Kanagawa werden Onigiri nun Onigiri genannt, was wiederum vom Wort Nigirimeshi abstammt – Nigiru bedeutet so viel wie Pressen. In diesem Sinne kann ein Reisball jede erdenkliche Form annehmen und ist immer ein Onigiri, solange der Reis gepresst wurde und nicht lose in der Schüssel liegt – also auch ovale oder viereckige Formen (oder als Häschen, Totoro, Smiley…) sind möglich.

Onigiri Dreieck

Damit hat sich Onigiri als Oberbegriff durchgesetzt, auch wenn Omusubi die korrekte Bezeichnung für die Dreiecksform ist – was für ein Wortchaos…


Onigiri in 10 Minuten selber machen!

Mit unserem Kochset für japanische Onigiri!

Darin enthalten sind alle Zutaten für 20 Reisbällchen:

1kg Reis (weißer, kurzkörniger Klebreis) von Itakomachi als Grundzutat,

500 ml Komesu (Essig) von Mizkan zum Reiskochen,

40 g Furikake (Tamago oder Bonito – japanisches Reisgewürz) von Smile,

2 Onigiriformer zum Formen der Reisbällchen und

20 Nori-Zuschnitte (geröstete Seetangblätter) von Ajitsuke zum Umwickeln.

Und nun wünsche ich dir viel Spaß und guten Hunger beim Nachkochen der Onigiri!


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6 Kommentare zu „Onigiri – japanische Reisbällchen einfach füllen und formen“

  1. Das erste mal Onigiri habe ich auf einem Street Food Festival probiert gefüllt mit Garnelen.
    Es war sehr lecker als kleiner Snack zwischen durch.
    Für mich war es neu und kannte es bisher aus der Asiatischen Küche nicht , würde es aber jedem Empfehlen es mal zu probieren.
    Eine schöne Idee und auch die Kunstvolle Verzierung der einzelnen Onigiri sind sehr ansprechend.
    Finde es immer wieder erstaunlich wie viel Liebe und Mühe im Essen bei den Asiaten steckt , selbst bei den Schulbroten wie wir es nennen.
    Es ist immer wieder ein Fest etwas Fernöstliches kennenzulernen.

    1. Hallo vroni,

      vielen Dank für dein Kommentar. Die Erkenntnis hat den Hintergrund, dass japanischer Reis zu einem sehr großen Anteil in die USA und ins restliche Asien exportiert wird. In Europa kommt so gut wie nichts davon an, da hier andere Reisproduzenten präferiert werden. Daneben steigen zwar die Zahlen des exportierten Reis aus Japan, jedoch nehmen die Mengen im Vergleich zu Reisproduzenten wie Indien oder China keine nennenswerten Größen an. Die Kombination aus beiden Fakten ergibt die Tatsache, dass man in Deutschland als „normaler“ Einkäufer nahezu keinen echt japanischen Reis zu Gesicht bekommt. Wem dies doch mal glückt, dem kann ich nur gratulieren 🙂

      Liebe Grüße

      Elisa

  2. Hi, auf der Suche nach Onigiri-Füllungen bin ich hier gelandet … super ! Was ich bemerken möchte ist : Kottbusser Damm 28, Schönleinstr. — wenn ihr damit den kleinen Stand unten am Bahnsteig meint , der ist schon länger weg ! Mata ne , Ela

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