Ramen Nudeln sind gelbliche Weizennudeln, die in Japan als frische Nudelsuppe oder auch als schnelles Instant Gerichte ein echtes Kultessen sind: Sie gehören zu den drei traditionellen Nudeln der japanischen Küche und sind bekannt für ihre Vielseitigkeit, leichte Handhabung und einzigartigen Geschmack!

Ramen Titelbild

Du möchtest wissen, wie man Ramen richtig kocht und welche Zutaten man für eine Ramen Nudelsuppe benötigt?

In diesem Beitrag zeige ich dir in 5 Schritten, wie du eine japanische Ramen Nudelsuppe ganz einfach und nach japanischem Vorbild selbst zubereitest!


Was sind Ramen?

– Hintergrundwissen –

Japanische Ramen sind gelbliche Weizennudeln mit chinesischer Herkunft. Du kannst sie unter den drei klassischen japanischen Nudeln leicht an ihrer satten gelben Farbe und dem auch im garen Zustand welligen Aussehen erkennen.

Es werden gleichermaßen die Nudeln wie auch die fertigen Nudelsuppen als Ramen bezeichnet. Ein klassisches Gericht besteht in der Standardausführung aus den Nudeln, einer würzigen Brühe und verschiedenen Beilagen, die oben auf drapiert werden.

In Japans Ramen-Ya gibt es unzählige lokale Varianten – je nach regionalen Zutaten und geschmacklichen Vorlieben.

Und das ist noch nicht alles! Ramen Suppen sind außerdem sehr sättigend, was aber weniger am erhöhten Fettanteil, sondern vielmehr am hohen Anteil an Proteinen durch die vielseitigen Toppings liegt. Und ja, Schlürfen ist beim richtigen Essen erlaubt und erwünscht!

In Japan sind Ramen viel mehr als einfache Nudelsuppen – sie grenzen vielmehr an eine kulinarische Besessenheit. Und damit sind nicht Instant Ramen (in Japan als Cup Noodles bezeichnet) gemeint – auch wenn es hierfür sicher auch viele echte Fans gibt! Wir sprechen über die Perfektion in einer einzigen Schüssel.

Von den bissfesten Nudeln bis zu ausgewählten Beilagen wie wachsweichen Eiern und zartem Schweinebraten – da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen!

Dabei sind Ramen Speisen keineswegs künstlich hochkarätige Gerichte (auch wenn Ramen-Restaurants in Tokio sogar mit dem Michelin-Stern ausgezeichnet wurden) – das ist so wunderbar an ihnen.

Und das beste?

Du kannst eine Ramen Suppe ganz leicht auch zuhause selbst zubereiten!


5-Punkte-Plan

– leckere Ramen selber machen –

Die nun folgende simple Anleitung zeigt dir, wie du in 5 Schritten deine eigenen Ramen Suppe selber machen kannst!

  1. Die Ramen Nudeln auswählen & vorbereitenzu Schritt 1 springen.
  2. Die Brühe als Geschmacksgrundlage zubereiten zu Schritt 2 springen.
  3. Tare als individuelle Würzung für die Suppe auswählen zu Schritt 3 springen.
  4. Die Beilagen anrichten zu Schritt 4 springen.
  5. Mit ausgewählten Toppings garnieren und servierenzu Schritt 5 springen.
Ramen Aufbau Bestandteile
Kochset für Ramen

Eine Ramen Nudelsuppe selber kochen?
Aber sicher, mit unserem Kochset für Miso Ramen nach traditionellem Rezept aus Japan mit den besten Ramen Nudeln, einer Brühe aus Dashi, Miso Paste und Sojasauce, garniert mit Bambus, eingelegtem Ingwer plus Chiliflocken!
Darin enthalten sind alle Zutaten für 8 große Portionen Ramen wie in Japan – passend zum Rezept hier im Artikel!

Jedem Bestandteil sollte dabei Beachtung geschenkt werden, damit eine ausbalancierte und superleckere Suppe entsteht.

Im Anschluss daran folgt unser einfaches Miso Ramen Grundrezept, das du nicht verpassen solltest!


Ramen Nudeln auswählen & vorbereiten.

– Schritt 1 –

Die Grundlage einer guten Schüssel leckerer Ramen sind natürlich die Nudeln (von J-Basket kaufen), die wir uns im ersten Schritt näher ansehen werden:

Ramen Nudeln

In diesem Abschnitt lernst du:

Portionierung: Rechne pro Portion circa 90g Ramen Nudeln ein.

Woraus bestehen Ramen Nudeln?

Japanische Ramen Nudeln bestehen traditionellerweise aus drei wesentlichen Zutaten: Glutenreiches Mehl für die Struktur, Kansui-Wasser für die Textur sowie Farbe und Eigelb für die Elastizität der Nudeln.

In den meisten Fällen wird Weizenmehl, das einen hohen Anteil an Gluten besitzt, als Grundlage für die Nudelherstellung benutzt.

Kansui bezeichnet das Wasser aus dem Kan-See der Inneren Mongolei. Das Kan-See-Wasser hat sehr hohe Anteile an Kalium- und Natriumcarbonat. Zusammen mit Spuren an Phosphorsäure im Kansui färbte dies ursprünglich die Ramennudeln gelb und verlieh ihnen ihren besonderen Geschmack. Das Wasser gibt es in Japan als abgefüllte Flaschen zu kaufen, wobei heute meist künstlich erzeugtes Kansui-Wasser genutzt wird. Außerhalb Japans und auch im Land selbst wird für die Zubereitung heute vor allem gerne Backsoda (gebackenes Natron) verwendet.

Die Verwendung von Eigelb unterscheidet sich von Rezept zu Rezept – manchmal wird es genutzt und manchmal werden vegane Ramen Nudeln ohne Ei zubereitet. Hier kann jeder nach individuellen Vorlieben entscheiden.

Doch das Ergebnis ist äußerlich stets dasselbe: Sie sind lang, elastisch und meist leicht wellig geformt. Größere, vor allem regionale, Unterschiede gibt es in der Stärke der Nudeln (von sehr dünn bis dick) und deren Garzustand (medium oder fest).

Welche Ramen Sorten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet die japanische Küche 4 verschiedene Ramen Typen (hier sortiert nach Haltbarkeit), die auch in Deutschland erhältlich sind:

  1. Namamen (frisch/roh)
  2. Mushimen (vorgekocht)
  3. Kansomen (getrocknet) – unsere Empfehlung!
  4. Insutanto Ramen (Instant)
Ramen Sorten

Die japanischen Titel und entsprechenden Bilder im Folgenden werden dir bestimmt helfen, deine Lieblingsramen im Supermarkt schneller zu erkennen und anschließend richtig zu kochen.

Schon gewusst? In Japan ist es üblich, die gekochte Nudeln unter eiskaltem Wasser abzuspülen. So wird die Stärke von der Nudeloberfläche entfernt und das Schlürfen fällt viel leichter.

Nudeltyp #1: Namamen (frisch/roh)

Frische Ramen Nudeln (Namamen 生麺) kannst du gut selber machen. Ein tolles Rezept findest du auf dieser Seite.

Ramen frische Nudeln

Generell sollte bei gekauften Ramen Nudeln stets die Kochanleitung auf der Verpackung bevorzugt werden. Gibt es jedoch keine Anleitung, werden frische Nudeln (je nach Stärke) für circa 45 Sekunden in kochendes Wasser (nicht in der Brühe, sondern in einem separaten Topf) gegeben.

Bevor sie aus dem kochenden Wasser genommen werden, solltest du sie auf ihre Garheit überprüfen. Wenn die Nudeln noch nicht gar sind (also sich im Mund ein wenig wie Gummi anfühlen), lasse sie weitere 30 Sekunden kochen und prüfe erneut.

Frische Nudeln (ob selbst gemacht oder gekauft) sollten stets im Kühlschrank aufbewahrt werden. Gekaufte sollten nicht eingefroren werden, solange sie nicht bereits gefroren gekauft wurden. Auch selbst gemachte Ramen Nudeln sollten in weniger als einer Stunde nach der Fertigstellung eingefroren werden. Wieder aufgetaute Nudeln sollte wiederum nicht noch einmal eingefroren werden.

Nudeltyp #2: Mushimen (gedämpft)

Gedämpfte Ramen (Mushimen 蒸し麺) werden bevorzugt für Yakisoba Rezepte verwendet, da ihre Konsistenz perfekt zum Braten geeignet ist.

Ramen vorgekochte Nudeln

Ihre Garzeit liegt zwischen 45 Sekunden und 1 Minute. Bezüglich ihrer Lagerung sollte genauso wie mit frischen Nudeln umgegangen werden. Praktischerweise gibt es Mushimen gerne als vorportionierte Beutel zu kaufen, sodass keine Reste entstehen sollten.

Nudeltyp #3: Kanmen (getrocknet)

Für eine authentische japanische Ramen Nudelsuppe sind besonders gut getrocknete Ramen geeignet, weil sie in wenige Augenblicken fertig gegart sind, besonders gut den Geschmack der Brühe aufnehmen und eine sehr gute Haltbarkeit besitzen.

Wo du die besten getrockneten Ramen kaufen kannst, erfährst du hier.

Ramen getrocknete Nudeln 1

Getrocknete Ramen Nudeln (Kanmen 乾麺) sollten für circa 2 bis 3 Minuten gekocht werden.

Diese Sorte ist fast unverwüstlich. Sie können direkt im Vorratsregal aufbewahrt werden. Eine geöffnete Packung sollte nicht offen wieder ins Regal, sondern luftdicht verschlossen (und am besten zusammen mit dem Tockenmittel) gestellt werden. Am besten werden Kanmen innerhalb weniger Monate verbraucht, aber eigentlich passiert auch ein Jahr später auch noch nichts Schlimmes mit ihnen 😉

Nudeltyp #4: Insutanto Ramen (Instant)

Instant Nudeln werden direkt in der Brühe gekocht und nicht in einem separaten Wasserbad, da sie im Gegensatz zu den vorherigen Typen sehr viel mehr von der Suppe absorbieren können und an Geschmack gewinnen.

Ramen Instant Nudeln

Daher sollte hier (sofern die Anleitung auf der Verpackung keine anderen Angaben machen sollte) ausreichend Flüssigkeit eingeplant werden.

Wo kann man Ramen Nudeln kaufen?

Wahrscheinlich wirst du in Deutschland eher keine ganz frischen Ramen Nudeln kaufen können – was natürlich schade, aber nicht zu ändern ist.

Wir von 1mal1japan verwenden daher am liebsten diese getrockneten Ramen. Der Geschmack und in ihre Konsistenz ist für uns einfach unübertroffen gut:

Wie du diese getrockneten Ramen am besten zubereitest, liest du in unserem Grundrezept für Miso Ramen hier im Beitrag!


Die Brühe zubereiten.

– Schritt 2 –

Die Grundlage stellt neben den Nudeln die heiße Brühe dar. Erst durch sie wird das Beste aus den restlichen Zutaten herausgeholt und ein voller Geschmack hervorgerufen.

Portionierung: Rechne pro Portion circa 500ml Brühe bzw. Suppe ein.

Ramen Brühe

Das klingt lecker oder?

Die Brühe muss dabei nicht tierischen Ursprungs sein wie bei einer Tonkotsu Brühe (beruht auf ausgekochten Schweineknochen), sondern kann auch auf vegetarische Zutaten wie Kombu oder Shiitake beruhen.

Da diese Brühe noch nicht gewürzt wurde (dies geschieht erst im nächsten Schritt mithilfe von weiteren Zutaten wie Sojasauce oder Miso Paste), wird sie auch als Vorbrühe bezeichnet. Sie ist vorerst ein noch unbeschriebenes Blatt, das auf seine Vollendung wartet.

Vorbrühe: Was bedeuten Kotteri und Assari?

Alle Vorbrühen können in zwei Kategorien eingeteilt werden – je nach Intensität (Schwere vs. Leichtigkeit) ihres Geschmacks – in Kotteri und Assari. Schon mal gehört?

Kotteri beschreibt dabei eine reiche, trübe und dickflüssige Brühe. Das bereits genutzte Beispiel einer Tonkotsu Brühe ist hierfür ein perfekter Fall. Kotteri Brühen sind vollgepackt mit guten Fetten, Mineralien und Proteinen, die aus den zumeist lange ausgekochten Knochen stammen.

Assari Brühen sind als eher dünn, leicht und klar zu beschreiben. Ein gutes Beispiel ist hier eine Dashi Brühe, der wir uns gleich noch widmen. Brühen, die als Assari bezeichnet werden, erhalten ihre Aromen meistens aus gekochtem Gemüse und Fisch oder kurz und schonend gekochten Knochen.

Welche klassischen Ramen Brühen gibt es?

In japanischen Restaurants, die sich auf Ramen spezialisiert haben, werden je nach Region eine facettenreiche Auswahl an Brühen angeboten.

Über ganz Japan hinweg lassen sich 4 klassische Brühen (sortiert von Assari bis Kotteri) bestimmen:

  1. Dashi Brühe – aus Katsuobushi & Kombu (unsere Empfehlung)
  2. Vegetarische Brühe – aus frischem Gemüse
  3. Hühnerbrühe – aus ganzen Hühnern
  4. Tonkotsu – aus Schweineknochen

Deine Aufgabe besteht darin, dich für eine Brühe zu entscheiden und sie zuzubereiten. Bei einer sogenannten Doppelbrühe werden zwei verschiedene Brühen miteinander kombiniert – zum Beispiel Dashi und Gemüsebrühe. Dadurch erhält das Ergebnis mehr geschmackliche Tiefe und das Level an Umami wird noch gesteigert!

Wenn du wenig Zeit zur Verfügung hast, solltest du dich am besten für eine einfache Dashi Brühe entscheiden!

Brühe #1: Dashi Brühe – aus Seetang

Die Dashi Brühe aus Seetang ist sehr weich im Geschmack und unterstreicht das Eigenaroma jeder weiteren Zutat, ohne sich vorzudrängen. Sie besteht aus Bonitoflocken (Katsuobushi) und Kombu (Seetang) und ist zudem schnell und einfach zubereitet – eine großartige Basis für viele Ramen Gerichte! Das beste Rezept für Dashi Brühe findest du hier:

Typischerweise wird eine Dashi-Brühe aus Katsuobushi (auch Bonitoflocken genannt), Kombu (getrockneter Seetang) und Wasser hergestellt, zum Beispiel mit unserem gelingsicheren Kochset für Dashi Brühe (das Dashi Brühe Kochset hier kaufen).

Viele Japaner greifen jedoch – vor allem, wenn es schnell am Herd gehen soll – auf Dashi No Moto (von Shimaya kaufen), also eine fertige Dashi-Instantbrühe zurück und auch bei uns kommt diese oft zum Einsatz:

Brühe #2: Vegetarische Brühe – aus Gemüse

Eine ebenfalls einfach zubereitete Brühe ist eine vegetarische Ramen Suppe – eine tolle fleischlose Alternative. Hierzu wird am besten aromatisches, leichtes und frisches Gemüse verwendet.

Die Auswahl ist hier riesengroß: Möhren, Knoblauch, Zwiebeln und Schalotten, Ingwer, Lauch oder auch Äpfel können verarbeitet werden. Eine Kombination beispielsweise aus süßen Karotten, sauren grünen Äpfeln und pikantem Ingwer ist hier eine Empfehlung, mit der du unbedingt mal experimentieren solltest!

Brühe #3: Hühnerbrühe – aus ganzen Hühnern

Eine mit Liebe zubereitete Hühnerbrühe ist eine nicht nur geschmackvolle, sondern auch wärmende Variante. Sie ist voller Nährstoffe und Proteinen, da zumeist ganze Hühnchen ausgekocht werden.

Brühe #4: Tonkotsu – aus Schweineknochen

Die aromatische Brühe Tonkotsu wird aus Schweineknochen hergestellt.

Dazu werden die Knochen solange ausgekocht, bis sie eine trübe, milchige Brühe ergeben. Es ist nicht so, dass die Knochen dann herausgenommen werden – nein, die Brühe wird wirklich so lange gekocht, bis nichts Festes mehr vom Knochen übrig ist.

Dies ist sehr schwierig, zeitaufwendig und erfordert einiges an Übung – als Alternative ist es auch möglich, einen einfachen Rinderfond zu verwenden!

Konntest du dich zwischen diesen leckeren Brühen schon entscheiden? Dann kommen wir jetzt zur Auswahl der richtigen Würzung der Brühe!


Die Würzung (Tare) auswählen.

– Schritt 3 –

Die Brühen sind sicherlich der Schlüssel zu einem hervorragenden Gericht. Was aber eine konventionelle Brühe zu einer einzigartigen Suppengrundlage macht, ist die individuelle Würzung – auch Tare genannt.

Dazu werden Gewürze traditionellerweise zu einer Gewürzflüssigkeit eingekocht und anschließend auf den Boden der Schüssel gegeben. So wird nicht die gesamte Vorbrühe abgeschmeckt, sondern jede einzelne Schüssel erhält einen individuellen Pfiff.

Für den Hausgebrauch ist es jedoch viel einfacher und sinnvoller, die Gewürze direkt in die Vorbrühe zu geben und diese schrittweise abzuschmecken – wie es auch in den meisten Rezepten empfohlen wird.

Die 3 klassischen Gewürze für die Tare wie in Japan sind:

  1. Shoyu – Sojasauce
  2. Miso Paste – fermentierte Sojabohnenpaste
  3. Shio – Salz
Tare Sorten

Die grundlegendste Funktion von Tare ist es, Salzigkeit in die Suppe zu bringen. Aber Tare kann noch viel mehr als dies. Sie ist Lieferant für zusätzliche Süße, Säure, Schärfe und Umami.

Außerdem ist es für einen möglichen Restaurantbesuch wichtig zu wissen, dass der bloße namentliche Zusatz wie „Shio“ oder „Miso“ nichts darüber aussagt, was noch in der Tare ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass bis zu zehn weitere Zutaten verarbeitet wurden: zum Beispiel Mirin, Dashi, Reisessig, Sake, Pfeffer, Knoblauch, Ingwer und verschiedenste Öle. Der Fantasie sind hier eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Wichtig: Die Tare sollte als Zusatz betrachtet werden, die die Brühe unterstützen und verbessern soll. Die Gewürze sollten sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängen. Daher ist typischerweise ein Verhältnis von ungefähr 1:10 zwischen Tare und Vorbrühe zu empfehlen.

Auch die fertige Brühe kann auf der Skala von Assari bis Kotteri eingeteilt werden. Während Salz (Shio) im Allgemeinen verwendet wird, um Ramen auf dem Assari-Ende der Skala herzustellen und Miso Paste der Inbegriff für Kotteri ist, befindet sich Sojasauce (Shoyu) irgendwo in der Mitte davon.

Sicherlich gibt es auch interessante Ausnahmen, bei denen die Geschmackskategorien zwischen Vorbrühe und Tare nicht „zusammenpassen“. Zum Beispiel werden gerne reiche Knochenbrühen (Kotteri) mit einfachen Salz oder leichteren Meeresfrüchten (Assari) gewürzt. Beides sind nur Stellschrauben für ein ausgewogenes, aber individuelles Geschmackserlebnis und dienen der gustatorischen Einteilung des Gerichts.

Tare #1: Shoyu – Sojasauce

Sojasauce, auch als Shoyu bezeichnet (von Yamasa kaufen), ist einer der Grundpfeiler und Basiszutaten der japanischen Küche und das weltweit am meisten verbrauchte Produkt aus Sojabohnen! Hergestellt wird Sojasauce traditionellerweise neben Sojabohnen aus Weizen und Salz durch Fermentation. Shoyu Ramen ist demanch eine klare Brühe mit leicht brauner Färbung, die von der Basiszutat Sojasauce herrührt.

Tare Sojasauce

Sojasauce ist die bekannteste und beliebteste Art, um eine Ramen Nudelsuppe zu verfeinern. Die dunkler gefärbte Koikuchi Sojasauce ist dabei besonders geeignet, um einen kräfigen Geschmack in der Brühe zu erzeugen. Ursprünglich wurde diese Sojasauce rund um Tokyo entwickelt und ist auch für alle anderen japanischen Rezepte sehr gut geeignet – ein echter Alleskönner:

Tare #2: Miso Paste – fermentierte Sojabohnenpaste

Grundlage einer jeden Miso Brühe ist wie der Name es schon verrät Miso Paste. Japanische Miso Paste (von Hanamaruki kaufen) wird aus Sojabohnen, Getreide (also gedämpfter Reis oder Gerste), Salz und Koji-Kultur (einem Fermentationsstarter) durch Fermentation hergestellt. Es gibt bei Miso Paste verschiedene Varianten, die sich – aufgrund der Fermentationszeit und der verwendeten Zutaten – in Farbe und Geschmack unterscheiden. Die am häufigsten anzutreffende Sorte ist weißes Shiro Miso, das in Japan sehr gerne für Miso Brühe (zum Beispiel für Ramen) verwendet wird:

Tare Miso Paste

Gerade in den Wintermonaten ist Miso Ramen eine wärmende und herzhafte Suppe. Da ist es kein Wunder, dass diese Variante aus dem Norden Japans stammt, nämlich aus Hokkaido, wo die Winter länger und bedeutend kälter sind. Miso Paste ist eine tolle Grundlage für würzige Brühen:

3. Shio – Salz

Die leichte und klare Shio Tare auf Salzbasis ist die älteste und traditionsreichste Variante, um die Nudeln zu würzen. Dabei wird in höherwertigen Restaurants sogar zwischen der Herkunft der Salze unterschieden – ist es Meeressalz oder wurde es aus Seetang reduziert, sind hier wichtige Fragen!

Tare Salz

Ramen Gerichte werden nicht immer nach ihrer Tare benannt, wie beispielsweise bei Miso Ramen. Wenn du zum Beispiel Tonkotsu Ramen siehst, bezieht sich das auf die Brühe, nicht auf die Tare. Und wenn du Tonkotsu Shoyu Ramen liest, bezieht es sich sowohl auf die Brühe als auch die Tare. Deswegen ist diese Unterteilung in Vorbrühe und Tare auch so wichtig!

Die Grundlage haben wir jetzt geschafft. Jetzt kommen wir zu den Beilagen und Toppings!


Die Beilagen vorbereiten & anrichten.

– Schritt 4 –

Einen Teil der großen Anziehungskraft macht neben dem Geschmack die ansprechende Präsentation aus. Die Beilagen sind durchweg perfekt angeordnet und bringen frische Farben auf den Tisch. Zum Beispiel das goldene Eigelb der eingelegten Eier oder das Tiefgrün der Noriblätter.

Ramen mit Stäbchen

Neben den frischen Farben bringen die Beilagen auch ausgleichende Aromen mit. Die schwere Suppe und kohlenhydratreichen Nudeln werden so von Vitaminen begleitet und ausgeglichen. Diese Balance ist ein wesentlicher Teil der japanischen Küche – dies solltest du auch zuhause bei der Zusammenstellung deiner Ramen Suppe beachten! Am besten orientierst du dich daran, dass im Gericht etwas Salziges, etwas Süßes, etwas Saures, etwas Scharfes und etwas Herzhaftes (meistens die Brühe plus Tare) vorkommt. Dasselbe gilt auch für die Farben: Das Auge fühlt sich beispielsweise angezogen, wenn alle drei Ampelfarben vorhanden sind – Grün, Gelb und Rot.

Dann schmeckt es gut und sieht appetitlich aus!

Tipp: Achte darauf, die Suppe nicht mit Beilagen zu überfüllen. Es sollte stets noch etwas von den Nudeln und der Brühe zu sehen sein!

Die beliebtesten Beilagen in japanischen Ramen Restaurants sind:

Bambussprossen

Bambus repräsentiert in Japan das Kommen des Frühlings und nimmt in der japanischen Küche einen besonderen Platz ein. Die zarten, jungen Bambussprossen (von Maruoka kaufen) sind essbar, sobald sie gekocht wurden, und sie schmecken einfach nach Sonnenschein und Frühling.

Beilagen Menma

Der milde Geschmack und die zarte Textur der Bambussprosse macht sie zu einem köstlichen Topping für alle japanischen Nudelgerichte. Besonders beliebt sind Bambussprossen als Beilage zu Ramen Nudelsuppen, aber die Verwendung in der japanischen Küche reicht noch viel weiter: Zum Beispiel werden sie auch als Beilage zu gekochtem japanischen Reis oder Miso-Suppen gereicht!

Ich verwende am liebsten diese ganze Bambussprosse, die schonend gekocht und anschließend vakuumverpackt wurden (sie ist somit direkt küchenfertig):

Ajitsuke Tamago (marinierte Eier für Ramen)

Wachsweiche, goldene Ramen Eier (Ajitsuke Tamago) sind für mich die Vollendung des Gerichts! Sie werden zwei Tage zuvor wachsweich gekocht und mit eiskaltem Wasser abgeschreckt. Anschließend werden sie in in Sojasauce (von Yamasa kaufen) und Mirin (von Hinode kaufen) eingelegt.

Beilagen Ajitsuke Tamago

Sie verbleiben 2 Tage lang im Kühlschrank und schmecken dann himmlisch gut. Ein echt japanischer Klassiker für Ramen! Das ausführliche Rezept für die leckeren Ramen Eier mit Bildern zu jedem Schritt findest du hier:

Kamaboko (oder Narutomaki)

Ähnlich dem Surimi ist auch Kamaboko fein püriertes und dann zu halbzylindrischen Stangen gepresstes Fischfleisch. Meistens wird dazu Alaska-Seelachs verwendet, der nach dem Pressen gedämpft wird. Kamaboko mit einem weißen oder roten Rand werden schon seit dem 14. Jahrhundert hergestellt und zumeist bei Festen serviert.

Beilagen Kamaboko

Narutomaki (wird oft auch nur Naruto) genannt wird in vollrunde Stäbe gepresst, in denen sich eine farbliche Spirale bildet. Narutomaki oder Kamaboko gibt als lange Stangen zu kaufen, die dann in feine Scheiben geschnitten werden.

Zu finden sind Kamaboko und Narutomaki im Tiefkühlregal im gut sortierten Asienmarkt.

Negi (Lauchzwiebeln)

In feine Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln werden als Negi bezeichnet.

Beilagen Negi

Negi ist nicht nur bei Ramen eine beliebte und fast selbstverständliche Beilage. Es kommt bei vielen japanischen Gerichten zum Einsatz, so zum Beispiel bei Udon Nudelsuppen oder Misoshiru (Miso-Suppe).

Chashu (Schweinebraten)

Chashu ist fettiges Schweinefleisch, das geschmort, gedünstet oder gegrillt wird. Nach der Zubereitung wird es in feine Scheiben geschnitten und oben auf die bereits eingefüllte Suppe gegeben. Chashu wird sowohl aus Schweinebauch als auch Schweinelende hergestellt. Gegart wird der Braten meistens in Sojasauce, Zucker, Sake und Mirin – gerne noch mit scharfen, groben Pfeffer.

Beilagen Chashu

Weiterhin sehr beliebte Beilagen für Ramen sind:

  • gelber Sonnenmais,
  • in feine Stifte geschnittener Rettich (Daikon),
  • kleine Pilze (Enoki) und
  • frische Sprossen.

Als echte Beilage (und weniger als Topping) zur Ramen Nudelsuppe werden in Japan in jedem Ramenlokal leckere, knusprige japanische Teigtaschen mit scharfer Dipping Sauce serviert. Die kleinen Dumplings heißen Gyoza – mein Rezept dafür findest du hier:

Du bist fast fertig, denn jetzt folgt das Topping!


Mit Topping garnieren.

– Schritt 5 –

Der letzte Schliff wird durch die finale Garnitur erreicht.

Ramen Topping

Aber auch hierbei wird nicht nur auf die Optik viel Wert gelegt, sondern auch der letzte Pfiff an Aroma zur Suppe gegeben:

Das Zusammenstellen des Gerichts sollte möglichst schnell gehen! Daher solltest du darauf achten, zum Schluss – also, wenn die Nudeln gar sind – alles griffbereit zu haben.

Nori (geröstete Seetangblätter)

Nori (von AFS kaufen) sind getrocknete und geröstete Meeresalgen, die als leckeres Topping für Ramen verwendet werden. Du kennst sie vielleicht auch von Sushi oder Onigiri!

Beilagen Nori

Für eine Portion Ramen benötigst du zwei Noriblätter (jeweils circa 4 x 8cm groß), was du dir am besten aus einem normalen Sushinori mithilfe einer Schere zurechtscheiden kannst:

Shichimi Togarashi (japanische Gewürzmischung)

Shichimi Togarashi (von S&B kaufen) ist eine japanische Gewürzmischung aus 7 gemahlenen Zutaten: Chili, Mandarinenschale, Sesamsamen, Mohnsamen, Hanfsamen, Nori und Sansho (japanischer Pfeffer).

Topping Shichimi Toragashi

Es stammt mindestens aus dem 17. Jahrhundert, als es von Kräuterhändlern im heutigen Tokio hergestellt wurde. Chilischoten wurden im 16. Jahrhundert ursprünglich als Medizin in Japan eingeführt und der Verkauf der Gewürzmischung Shichimi Togarashi folgte kurz danach. So behauptet Yagenbori Nakajima Shoten, eine Apotheke, die 1625 im alten Edo (heute Tokio) gegründet wurde, die Mischung eingeführt zu haben. Das Geschäft, heute eines der am meisten verehrten Gewürzgeschäfte Japans, befindet sich noch immer im Stadtteil Asakusa!

In Japan findet die Gewürzmischung mit Chili vor allem bei Ramen Nudelsuppen (oder auch Udon Nudelsuppen) als scharfes, aromatisches Topping Verwendung und sollte in jedem japanischen Vorratsregal enthalten sein:

Beni Shoga (eingelegter roter Ingwer)

Eingelegter roter Ingwer (im Shop einkaufen) bringt noch einmal Farbe auf die Ramen und wird als letztes nochmals obendrauf drapiert.

Topping Beni Shoga

Empfehlenswert ist dabei Beni Shoga, wobei der Ingwer nach Tsukemono-Art in Umezu (japanischer Pflaumenessig) eingelegt, in Streifen geschnitten wird und dann zusammen mit japanischem Shiso, das unter anderem für die rote Färbung verantwortlich ist, fermentiert. Dadurch entsteht ein süßer, aber auch scharfer Geschmack, der besonders als Garnierung bei herzhaften Gerichten wie Ramen erfrischend wirkt:

Eingelegter Ingwer von Wel-Pac.

Beni Shoga | 200g | eingelegter, roter Ingwer
Dieser eingelegte und in Streifen geschnittener Ingwer wird zusammen mit japanischem Shiso, das unter anderem für die rote Färbung verantwortlich ist, fermentiert. Dadurch entsteht ein süßer, aber auch scharfer Geschmack.

Sehr beliebt als Toppings sind auch:


Grundrezept für Miso Ramen

– einfach, schnell & lecker –

Geschafft – jetzt hast du die 5 wesentlichen Schritte gelernt, um Ramen selber zu machen! Du weißt, welche Nudeln du wählen solltest, wie du eine Ramen Brühe plus Tare vorbereitest, welche Beilagen lecker sind und wie das Topping serviert wird.

Nun folgt das (meiner Meinung nach) beste Grundrezept für superleckere Miso, das ich immer für meine eigene Familie koche. Es ist eine schnelle und einfache Anleitung, die dich durch die hier gezeigten 5 Schritte wie eine Zusammenfassung inklusive Bilder durchleitet. Viel Spaß und gutes Gelingen beim Mitkochen!

Alle Zutaten für die Miso Ramen Nudelsuppe kannst du dir auch direkt nach Hause liefern lassen mit unserem besten Kochset für Miso Ramen Nudelsuppe.
Damit geht garantiert nichts schief und die japanischen Nudelsuppe ist im Handumdrehen fertig!

Miso Ramen Nudelsuppe

für 2 Portionen | 15 Minuten | 398 kcal

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Die Miso Ramen Suppe ist blitzschnell fertig, vielseitig und richtig lecker! Aus Ramen Nudeln wird zusammen mit Miso Paste, Dashi Brühe und Sojasauce eine tolle japanische Hauptmahlzeit mit frischen Nuancen. Schnelle Beilagen und intensive Toppings runden das Gericht ab!


Zutaten (2 Portionen)

2 Portionen Ramen Nudeln (hier 2 x 80 g getrocknete Ramen Nudeln)
1 l Dashi Brühe (= 1 Beutel Instant Dashi)
2 EL Miso Paste (hell)
2 EL Sojasauce

Beilagen & Topping:
6 Scheiben Bambussprossen
1 Blatt Nori
1 TL Shichimi Togarashi (japanische Gewürzmischung)
2 TL Beni Shoga (roter eingelegter Ingwer)
1 Stück Frühlingszwiebel
(optional) 4 Scheiben Kamaboko
(optional) 2 Stück Ajitsuke Tamago (marinierte Eier)


Zubereitung (15 Minuten)

Miso Ramen Zutaten

1. Schritt

Zutaten für die Miso Ramen Nudelsuppe bereitlegen sowie die Dashi Brühe vorbereiten (dazu in 1 Liter Wasser zum Kochen bringen oder eine Dashi Brühe selber zubereiten). Außerdem einen zweiten Topf mit Wasser für die Ramen Nudeln (pro Portion Nudeln einen Liter Wasser) zum Kochen bringen.


Miso Ramen Schritt 2 Menma vorbereiten

2. Schritt

Während das Wasser für die Brühe aufkocht, die Beilagen vorbereiten. Zuerst die Bambussprosse halbieren und dann in Streifen schneiden.


Miso Ramen Schritt 3 Frühlingszwiebeln vorbereiten

3. Schritt

Frühlingszwiebeln waschen, trockentupfen und in feine Ringe schneiden.
Nori mit einer Schere auf Rechtecke (jeweils 4 x 8cm) zuschneiden.


Miso Ramen Schritt 4 Brühe zubereiten

4. Schritt

In das kochende Wasser für die Dashi Brühe das Instant Dashi einrieseln lassen und gut umrühren.
Mithilfe eines Siebs (ein feinmaschiges Metallsieb verwenden, das hitzebeständig ist) die Miso Paste in die heiße Dashi Brühe einrühren. Dazu das Sieb auf den Topfrand legen, die Miso Paste hineingeben und in die Flüssigkeit rühren. Anschließend die Hitze abstellen.
Die Brühe mit Sojasauce abschmecken.


Miso Ramen Schritt 5 Nudeln garen

5. Schritt

In das kochende Wasser für die Ramen Nudeln die Nudeln geben und 3 bis 4 Minuten (oder je nach Kochanleitung auf der Verpackung) garen. Danach abgießen und kurz mit kaltem Wasser abschrecken.


Miso Ramen Schritt 6 Ramen anrichten

6. Schritt

Ramen Nudeln auf Schüsseln aufteilen und mit Suppe auffüllen. Nun die Beilagen darauf verteilen: Die Frühlingszwiebeln in der Mitte auftürmen sowie Bambussprossen und eingelegten Ingwer am Rand platzieren. Mit Shichimi Togarashi nach Belieben bestreuen und zum Schluss jeweils mit zwei Norizuschnitte garnieren.


Miso Ramen Schritt 7 Fertig

7. Schritt

Heiß servieren und mit Stäbchen essen sowie die Brühe direkt aus der Schüssel schlürfen. Fertig – Itadakimasu!


Die passenden Zutaten einkaufen:

Ramen – getrocknete Nudeln aus Japan (von J-Basket kaufen)
Dashi Brühe – japanische Brühe (von Shimaya kaufen)
Miso Paste – weiße Paste als Suppengrundlage (von Hanamaruki kaufen)
Sojasauce – japanische Koikuchi Shoyu (von Yamasa kaufen)
Bambussprossen – vorgekocht und vakuumiert (von Maruoka kaufen)
Nori – geröstete Seetangblätter (von AFS kaufen)
Shichimi Togarashi – japanische Chili-Gewürzmischung (von S&B kaufen)
Ingwer – Beni Shoga, eingelegter roter Ingwer (im Shop einkaufen)

Miso Ramen Titelbild

Ramen richtig servieren!

Ramen solltest du mit Stäbchen essen. Du nimmst zum Essen mit den Stäbchen ein paar Nudeln auf und versuchst sie – ohne sie abzubeißen – in den Mund zu schlürfen. Anschließend probiere auch die Beilagen! Es liegt aber auch, entsprechend der chinesischen Herkunft, meistens ein Löffel zum Suppelöffeln und Verspeisen der kleineren Beilagen mit dabei. Die Suppe zum Schluss direkt aus der Schüssel zu schlürfen, ist aber genauso erlaubt.

Einige Menschen sind ein Leben lang damit beschäftigt, das beste Rezept zu finden – aber manche gehen noch weiter! Sie widmen sich der Kunst, Ramen richtig zu essen! Manche sagen, die Suppe muss zuerst probiert werden, andere sprechen davon, dass den Nudeln der Vorzug gebührt. Wiederum andere verlangen, dass zu Beginn den Beilagen die größte Beachtung geschenkt werden sollte.

Aber uns ein Leben lang damit zu beschäftigen? Soviel Zeit haben wir wirklich nicht! Daher habe ich die wichtigsten Erkenntnisse hier für dich zusammengefasst: Ramen werden in Restaurants traditionell in großen, breiten und tiefen Schalen serviert. Die Nudeln, Brühe, Tare, Beilagen und Garnitur wird üblicherweise zusammen in der selben Schale übereinander geschichtet.

Für spezielle Ramen Gerichten – wie zum Beispiel Tsukemen (die Nudeln werden vom Esser in eine beistehende Brühe getunkt) – stehen noch zusätzliche Schälchen für die Beilagen dabei.

Achtung: Da sich die Nudel schnell mit der Brühe vollsaugen, solltest du sie schnell und noch kochend heiß essen. Mach dir keine Gedanken über die Schmatz- und Schlürfgeräusche. Das gehört in Japan einfach dazu und ist kein Grund zum Schämen, es hat im Gegenteil sogar einen ganz bestimmten Zweck: Durch das Schlürfen werden die sehr heißen Nudeln etwas abgekühlt, du verbrennst dir also nicht die Zunge – sinnvoll.

Du musst zum Schluss nicht die gesamte Brühe austrinken, außer du möchtest dem Küchenchef ein Kompliment machen und ihm bezeugen, dass das Gericht bis auf den letzten Tropfen ausgezeichnet geschmeckt hat!


5 typische Ramen Suppen aus Japan

– Rezeptideen –

Hast du Lust noch mehr typisch japanische Ramen Nudelsuppen kennenzulernen? Vielleicht helfen dir die folgenden sehr bekannten regionalen Varianten der japanischen Nudelsuppe!

Die besten Ramen Rezeptideen aus:

  1. Tokyo
  2. Sapporo (Hokkaido)
  3. Hakata (Fukuoka)
  4. Okinawa
Ramen Varianten Japan

1. Tokyo Ramen

Der national und international bekannte Stereotyp sind Tokyo Ramen. Die mitteldicken und gewellten Nudeln werden mit einer Suppe aus Sojasauce (Shoyu) und Dashi Brühe abgeschmeckt. Um einen ersten soliden Eindruck zu bekommen, ist diese Sorte genau die Richtige!

2. Hokkaido Ramen (Hokkaido)

Sapporos berühmte Nudeln auf Basis von Miso Paste und Shio (Salzbrühe) sind dickflüssig und sehr herzhaft. Normalerweise gibt es dazu etwas härtere Nudeln, die durch cremige Butter und gelben Sonnenmais abgerundet werden. Dies ist eine Variation, welche auf fast allen Speisekarten japanischer Ramen Ya zu finden ist.

3. Hakata Ramen (Fukuoka)

Kleine Imbissbuden oder -stände (Yatai) sind die Orte, an denen du die regionale Spezialität der Präfektur Fukuoka im süd-westlichen Teil Japans bekommst. Gerade dort werden Hakata Ramen gekocht und gegessen. An den kleinen und für diese Region symbolträchtigen Buden – die Präfektur Fukuoka wird immerhin als Geburtsort des Tonkotsu bezeichnet – erhältst du sie nach Tonkotsu Art zusammen mit fein geschnittenem, geschmorrtem Schweinefleisch (Chashu).

4. Okinawa Ramen

Obwohl die Variante aus Okinawa Soba im Titel stehen hat, ist das Gericht Okinawa Soba einer Ramen Speise viel ähnlicher. Die sehr dicken, gewellten Nudeln werden mit einer Shio Suppe und grünen Zwiebeln (Negi), Kamaboko und frischem Ingwer als Beilage serviert. Zusammen mit gegrilltem Schweinefleisch ist Okinawa Soba ein beliebtes Menü.

Schon ausprobiert? Es gibt einen ganz witzigen Konfigurator des Shin Yokohama Ramen Museum, der zum Umherspielen einlädt!

Ramen Nudelsuppe

Zusammenfassung

Das solltest du unbedingt über japanische Ramen wissen:

Ramen sind gelbliche Weizennudeln mit chinesischer Herkunft und gelten als Nudelsuppe als echtes Kultessen in Japan.

✎ Eine Schüssel Ramen besteht aus den Ramen Nudeln, der Brühe plus Tare (Gewürz), herzhaften Beilagen und aromatischen Toppings.

✎ Beliebte Brühen sind Dashi und Tonkotsu Brühen – typische Gewürze (Tare) für Ramen sind Shoyu (Sojasauce), Miso Paste und Shio (Salz).

✎ In Japan sind besonsers Bambussprossen, Ajitsuke Tamago (marinierte Eier für Ramen), Kamaboko (oder Narutomaki), Negi (Frühlingszwiebeln) und Chashu (Schweinebraten) als Beilagen beliebt.

✎ Als Toppings sind Nori (geröstete Seetangblätter), Shichimi Togarashi (japanische Gewürzmischung mit Chili) und Beni Shoga (eingelegter roter Ingwer) zu empfehlen.

✎ Serviert werden Ramen in großen Schüsseln zusammen mit Stächen und Löffel.

Ramen Infografik

Phänomen Instant Ramen Nudeln

– für Fortgeschrittene –

(Kapitel überspringen)

Instant Ramen ausgepackt

Ramen sind im Gegensatz zu Udon oder Soba im geschichtlichen Kontext keine echt japanischen Nudeln. Ursprünglich stammen sie aus der chinesischen Küche und verbreiteten sich ab dem 19. Jahrhundert nach und nach in Japan.

Zu dieser Zeit wurden sie in Japan auch noch Shina Soba (was so viel bedeutet wie chinesische Soba) genannt. Nach dem zweiten Weltkrieg verbreiteten sich im ganzen Land Schnellimbisse (Yatai), die bis heute für wenig Geld eine warme Mahlzeit verkaufen.

Daneben entwickelte Momofuko Ando im Jahr 1958 die ersten Instant Ramen – die erste Sorte war Chickin Ramen von Nissin. Sie wurden in kleine portionierte Stücke zerteilt und in farbigen Plastikverpackungen verkauft. Hergestellt wurden Instant Nudeln zu Beginn mithilfe einer Schnell-Brat-Methode. Die Nudeln wurden in Hühnerbrühe eingelegt und dann bei sehr hohen Temperaturen frittiert. Die ausgetrockneten Nudeln wurden durch die Zugabe von heißem Wasser innerhalb von drei Minuten essfertig zubereitet. 1971 entwickelte Herr Ando dann den wärmeresistenten Instant Nudel Becher, sodass die Zubereitung zuhause noch leichter wurde.

Jetzt konnten sogar weitere Beilagen und Geschmacksträger hinzugefügt werde. Die heute noch bekannten Cup Noodles gehören heute in Japan und auch in vielen anderen Ländern zu einem der wichtigsten Mahlzeiten – obwohl solche hoch verarbeiteten Lebensmittel wohl immer gegen frische Nudelsuppen verlieren werden und in Maßen genossen werden sollten. Die Gründe dafür sind eindeutig der hohe Anteil an Geschmacksverstärkern und Salz.

Doch festzustellen ist, dass gerade bei Instant Noodles die Vielfalt unbegrenzt zu sein scheint: Der selbsternannte YouTube Ramen Channel Tontantin liefert einen guten Einblick! Tontantin isst seit 2006 alle möglichen Sorten Instant Nudeln. Es sind bereits mehrere tausend Videos entstanden!

Heute werden in über 80 Ländern der Welt jährlich 46 Milliarden Packungen Instant-Ramen gegessen. China ist der größte Konsument: Die Chinesen essen jährlich 15,9 Milliarden Packungen. Indonesien folgt mit 9,2 Milliarden, Japan mit 5,2 Milliarden Portionen. Neben Asien sind Instant Noodles auch in den USA sehr beliebt, wo jährlich 2,9 Milliarden Packungen verbraucht werden!

Für Instant Nudel-Fans: Das Ramen Museum Yokohama! In Yokohama gibt es neben dem Shin-Yokohama Ramen Museum sogar ein Cup Noodles Museum. Dort erfährst du alles rund ums Thema Nudel-Fertiggerichte. Du kannst sogar dein eigenes Fertiggericht selbst designen!

Kochset für Ramen

Ramen Nudelsuppe in 5 Schritten selber machen?
Aber sicher, mit unserem besten Kochset für Ramen Nudeln nach traditionellem Rezept für Miso Ramen!

Darin enthalten sind alle Zutaten für bis zu 8 große Portionen:
8 Portionen Ramen Nudeln (getrocknet),
50 g Dashi No Moto (typisch japanische Fischbrühe) als Umami-Suppengrundlage,
400 g Packung Miso Paste sowie
500 ml Shoyu (japanische Sojasauce) als Würzung für die Brühe ,
120 g Bambussprossen und 200 g eingelegter Ingwer als Beilage plus
10 Noriblätter und Shichimi Togarashi als aromatisches Topping!

Und nun wünsche ich dir viel Spaß und guten Hunger beim Kochen deiner selbstgemachten Ramen Nudelsuppe!

Ramen Titelbild

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9 Kommentare zu „Ramen Nudeln – in 5 einfachen Schritten selber machen“

  1. Soo mein erste Kommentar auf dieser Seite und ich habe mich die letzten Wochen sehr für die Japanische Küche interessiert.
    Frühlingszwiebeln, Paprika und Knoblauch hatte ich gerade nicht zu Hand, aber mein selbst gemachtes Knoblauch-Öl.
    Die Ramen Nudeln habe ich selbst gemacht und am ende paar Minuten in der Brühe ziehen lassen.
    Hat wie beim Japaner geschmeckt und wird jetzt wöchentlich auf dem Speiseplan stehen.

    1. Hallo Sven,

      vielen Dank für dein Kommentar und das Ausprobieren des Rezepts! Ich freue mich riesig, dass es dir so gut geschmeckt hat. Vielleicht probierst du zu deinem Knoblauchöl (was wirklich lecker klingt!!) mal ein paar angedünstete Waldpilze, sobald die Saison dafür beginnt, als Topping aus – das wird sicher lecker!

      Liebe Grüße

      Elisa

  2. Guten Tag,

    ich möchte mich für diesen unglaublich tollen Beitrag bedanken. Ich bin ein Fan von der japanischen Kultur (vor allem was die japanische Küche angeht) und dieses Rezept hat mir geholfen die japanische Küche zu mir nach Hause zu bringen. Vielen lieben Dank 😀

    1. Hallo Kerem,

      vielen Dank für dein Lob! Ich freue mich sehr, dass ich dir Japan in deine vier Wände holen konnte 😻

      Herzliche Grüße

      Elisa

  3. Hi ,
    ich wollte son immer so wie im Anime Naruto ne leckere japanische suppe essen. Letztens tat ich es endlich und es war Sehr lecker und einfach zuzubereiten 🙂

    1. Hallo Emanuel,

      ich freue mich sehr, dass dir der Beitrag und das Rezept gut gefallen haben 🙂 Viel Spaß weiterhin beim Durchstöbern!

      Liebe Grüße

      Elisa

  4. Annemarie Dauter

    Ich habe die ganze Seite nach dem Rezept für die vegetarischen Miso-Ramen abgesucht. Ich weiß genau, dass ich das von hier habe >.< irre ich mich da? Die waren mit Frühlingszwiebeln, Spitzpaprika und Shiitake. Jetzt will ich das morgen kochen und find es einfach nicht mehr. Könnte heulen T_T.

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